personalpolitik

Ohne Rückhalt

Kurz vor Beginn der Jüdischen Kulturtage ist Aharon Risto Tähtinen als Kulturdezernet der Jüdischen Gemeinde zu Berlin abgewählt worden. Der Vorstand hatte ihn am Freitag mit einer Mehrheit von vier zu einer Stimme von seinem Amt entbunden, nachdem es zu Unstimmigkeiten über die fristlose Kündigung einer Sprachlehrerin der Jüdischen Volkshochschule gekommen war. Der Lehrerin wird vorgeworfen, falsche Bescheinigungen über die Kursteilnahme ausgestellt und Gelder unterschlagen zu haben. Tähtinen, der in Urlaub war, kritisiert, dass er als Dezernatsleiter nicht vorab über die Entlassung informiert wurde. Eine solche Personalpolitik sei »nicht jüdisch und unmenschlich«, sagte Tähtinen. »Ich bin sehr traurig.«
Lala Süsskind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, bedauerte die Abwahl, aber auch die »Umstände um das ganze Verfahren«. Tähtinen bleibt indes Vorsitzender des Kultus- und Finanzausschusses und Mitglied des erweiterten Vorstands, denn über diese Ämter kann laut Tähtinen nur die Repräsentantenversammlung entscheiden.
Als Nachfolgerin für Tähtinen wurde auf der Vorstandssitzung Margarita Bardich, Integrationsdezernentin und bisherige stellvertretende Vorsitzende im Kulturausschuss, gewählt. cs

In eigener Sache

Volontär/in gesucht

Wir suchen zum 15. Oktober 2026 einen Volontär (m/w/d) in Vollzeit

 06.07.2026

Holzstörche zur Geburt in Niederösterreich. Noch immer werden neben den klassischen Namen viele biblische Namen den Kindern gegeben.

Statistik

Diese hebräischen Vornamen in Österreich sind am beliebtesten

Österreichische Eltern wählen gern Klassiker. Unter den Top Ten sind auch viele Namen biblischen Ursprungs

von Nicole Dreyfus  04.07.2026

Bundesamt für Statistik

Dieser hebräische Vorname ist am beliebtesten bei Schweizer Eltern

Auch in der Schweiz wählen Eltern weiterhin häufig biblische Namen für ihr Neugeborenes

von Nicole Dreyfus  04.07.2026 Aktualisiert

Erhebung

Dieser hebräische Babyname ist in Deutschland am beliebtesten

Welche Namen geben Eltern ihren Sprösslingen in diesem Jahr am liebsten? In welchen Bundesländern gibt es Abweichungen?

 04.07.2026 Aktualisiert

Doha

Indirekte Gespräche zwischen Iran und USA sollen begonnen haben

Die Lage zwischen den USA und dem Iran bleibt weiter angespannt. Dennoch laufen nun Gespräche im Golfstaat Katar

 01.07.2026

Diplomatie

»25 Gründe, warum ich Israel vermisse«

Der deutsche Botschafter Steffen Seibert verlässt in wenigen Tagen nach vier Jahren das Land und kehrt zurück nach Berlin

von Sabine Brandes  30.06.2026

Resümee

Felix Klein: Lebensqualität für Juden hat sich verschlechtert

Nach acht Jahren im Amt wechselt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, im August den Job. Auf seine Amtszeit blickt der 58-Jährige mit gemischten Gefühlen zurück

von Corinna Buschow, Markus Geiler  29.06.2026

Bündnis Sahra Wagenknecht

Mit einer Portion Antisemitismus gegen den Zionismus

Das Jugendbündnis im BSW hat einen Beschluss zum Zionismus gefasst, der aufhorchen lässt. Auf Instagram verwendete der Verband zudem antisemitische Bildsprache aus der NS-Zeit

von Michael Thaidigsmann  22.06.2026

Zeitgeschichte

Georges-Arthur Goldschmidt sieht Guillotine am Beginn der Schoa

Der französisch-deutsche Schriftsteller sagte in einem Interview »Diese Normalisierung der Todesstrafe hat Europa zerstört.«

 09.06.2026