Nationalsozialismus

Krupp und die NS-Zeit: Stiftung präsentiert Forschungsprojekt

Alfried Krupp 1957 in Essen Foto: picture alliance / AP

Die Essener Krupp-Stiftung informiert am Freitag über ein Forschungsprojekt zum Umgang des letzten Krupp-Alleininhabers Alfried Krupp (1907-1967) mit dem Nationalsozialismus. Die unabhängige Forschungsarbeit wird von dem Marburger Historiker Prof. Eckart Conze geleitet. Es geht um Krupps Haltung zum Nationalsozialismus seit den 1920er-Jahren bis in die Zeit der Bundesrepublik.

Alfried Krupp war der älteste Sohn von Bertha und Gustav Krupp von Bohlen und Halbach und hatte 1943 als Alleininhaber die Führung des Unternehmens übernommen. Er wurde 1948 in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen unter anderem wegen Verbrechen im Zusammenhang mit Zwangsarbeit zu zwölf Jahren Haft und zur Einziehung seines Vermögens verurteilt, 1951 aber begnadigt.

Kurz vor seinem Tod hatte er sein Vermögen einschließlich der Firma in eine gemeinnützige Stiftung eingebracht, die aktuell als größte Aktionärin knapp 21 Prozent am Thyssenkrupp-Konzern hält. Die Erträge werden zur Förderung von Wissenschaft, Kunst und Kultur, Bildung, Gesundheit und Sport verwendet. dpa

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