Geiseldeal

Itay Chen ist wieder in Israel

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Die von der islamistischen Terrororganisation Hamas am Dienstagabend an Israel übergebene Leiche ist als die eines Soldaten identifiziert worden, der getötet und in den Gazastreifen verschleppt wurde. Es handele sich um Itay Chen, gab die israelische Armee am frühen Morgen auf der Plattform Telegram bekannt. Der 19-jährige amerikanisch-israelische Soldat war den Angaben zufolge beim Massaker der Hamas und anderer islamistischer Extremisten am 7. Oktober 2023 in Israel im Kampf gegen die Terroristen getötet worden. Seine Leiche sei anschließend in den Gazastreifen gebracht worden.

Chen war die letzte im Gazastreifen verbliebene Geisel mit israelisch-amerikanischer Doppelbürgerschaft. Mit der Übergabe seiner Leiche befinden sich jetzt noch sieben tote Geiseln in Gaza, darunter ein Deutsch-Israeli sowie zwei aus Israel entführte Ausländer. Die Hamas hatte am 13. Oktober im Rahmen des von den USA vorangetriebenen Friedensplans alle noch lebenden Geiseln im Austausch gegen Hunderte palästinensische Häftlinge freigelassen.

Die Hamas hatte die sterblichen Überreste des Entführten am Dienstagabend Mitarbeitern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben, woraufhin sie zur Identifizierung nach Israel gebracht wurden. Anders als im Rahmen des Friedensplans von US-Präsident Donald Trump vereinbart, übergibt die Terrororganisation die Leichen jedoch nur schleppend. Sie begründet das damit, dass es für sie schwierig sei, die Toten zu finden, weil diese unter den Trümmern bombardierter Gebäude und Tunnel verschüttet seien. Israel bezeichnet dies als Lüge der Hamas.

Die israelische Armee geht davon aus, dass alle getöteten Geiseln gefunden werden können. In der Vergangenheit hatte die Hamas bereits Leichen übergeben, bei denen später herauskam, dass es sich nicht um Geiseln handelte. Die Hamas sei verpflichtet, ihren Teil der Vereinbarung zu erfüllen und die notwendigen Anstrengungen zu unternehmen, um alle Geiseln zu ihren Familien zurückzubringen und eine würdige Beerdigung zu ermöglichen, betonte die Armee. dpa/ja

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