Charlotte Knobloch

»Geistige Heimat der Juden in aller Welt«

Frau Knobloch, Israel feiert seinen 60. Geburtstag. Was wünschen Sie dem jungen Staat?
knobloch: Zunächst ist nicht nur eine Hoffnung, sondern ein großer Traum wahr geworden. Viele der Hoffnungen, die sich darauf gründeten, sind realisiert worden – mehr, als man vor 60 Jahren zu träumen wagte. Ich wünsche dem Staat Israel, dass er stark und souverän, vor allem aber in Frieden und in gleichberechtigter Partnerschaft mit seinen Nachbarn leben kann. Die Aussöhnung von Frankreich und Deutschland könnte ein historisches Vorbild sein, auch wenn natürlich die Gräben der Religion im Nahen Osten noch etwas tiefer sind.

Wie beurteilen Sie die deutsch-israelischen Beziehungen?
knobloch: Das deutsch-israelische Verhältnis ist von einer echten Freundschaft geprägt. Die Zusammenarbeit ist konstruktiv und partnerschaftlich. Man konnte das vor wenigen Wochen während des Besuchs der Bundeskanzlerin in Israel erkennen.

Wie stark ist die Bindung der hierzulande lebenden Juden an Israel?
knobloch: Israel ist die geistige Heimat der Juden in der ganzen Welt. Das gilt insbesondere für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland, und es gilt uneingeschränkt für mich. Insofern könnte die Bindung nicht enger sein.

Und was prägt das Verhältnis zwischen deutschen Juden und Israelis?
knobloch: Natürlich gibt es zum ehemaligen Land der Täter ganz besondere Beziehungen. Wenn ein Israeli heute nicht verstehen kann, warum es eben keine Torheit sein muss, als jüdischer Mensch in Deutschland zu leben, hat er dafür aus der Geschichte heraus die besten Gründe. Aber, um auf Ihre Frage zurückzukommen: Es gibt keine besonderen Probleme, die zu nennen wären, wenn das Verhältnis deutscher Juden und Israelis zur Sprache kommt.

Was kann der Zentralrat der Juden tun, um das in der deutschen Öffentlichkeit oft schlechte Israelbild zu verbessern?
knobloch: Für das Bild Israels in der Öffentlichkeit ist zunächst einmal Israel selbst verantwortlich. Sicher kann der Zentralrat behilflich sein, indem er die Medien unterstützt, über die tatsächlichen Verhältnisse in Israel aufzuklären. Auch die Begleitung des Jugendaustauschs ist wichtig, denn die heutigen Jugendlichen in Deutschland und Israel sollen die Partner von morgen sein.

Mit der Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland sprach Katrin Richter.

Paris/Tel Aviv

Reporter ohne Grenzen streicht heimlich Terroristen aus Gaza-Journalistenliste

Angebliche Journalisten seien von Israel getötet worden, hieß es immer wieder. Nun zeigt sich erneut: Zumindest einige von ihnen waren Terroristen

 14.08.2026

Sachsen-Anhalt

Gericht: AfD-Mitgliedern kann Waffenbesitzkarte entzogen werden

Mitglieder und Unterstützer der AfD in Sachsen-Anhalt haben gegen den Entzug ihrer Waffenbesitzkarte geklagt. Das Verwaltungsgericht Magdeburg wies die Klage ab. Nun entschied das Oberverwaltungsgericht.

 10.08.2026

Potsdam

Jüdische Gelehrsamkeit in berühmter Schlösserlandschaft - Rabbinerseminare im Wandel

Vor fünf Jahren wurde das Europäische Zentrum Jüdischer Gelehrsamkeit eröffnet - mit Rabbinerseminaren und einer Synagoge. Seitdem hat sich in der Rabbinerausbildung viel verändert. Wie geht es weiter?

von Leticia Witte  10.08.2026

Islamismus

Tagesspiegel-Vorwürfe gegen Karoline Preisler: Nun antwortet die FDP-Politikerin

Hatte sie einen jungen Mann wegen einer Vornamensgleichheit zu Unrecht als CSD-Attentäter verdächtigt? Preisler widerspricht und beklagt, die Zeitung habe sie nicht zu Wort kommen lassen

 30.07.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

Trump: Netanjahu will, dass USA im Iran involviert bleiben

Unterschiedliche Interessen Israels und der USA sind im Iran-Krieg mehrfach zutage getreten. Kurz vor seinem Treffen mit Netanjahu deutet Trump an, dass die Differenzen nicht überwunden sind

 28.07.2026

In eigener Sache

Volontär/in gesucht

Wir suchen zum 15. Oktober 2026 einen Volontär (m/w/d) in Vollzeit

 06.07.2026

Holzstörche zur Geburt in Niederösterreich. Noch immer werden neben den klassischen Namen viele biblische Namen den Kindern gegeben.

Statistik

Diese hebräischen Vornamen in Österreich sind am beliebtesten

Österreichische Eltern wählen gern Klassiker. Unter den Top Ten sind auch viele Namen biblischen Ursprungs

von Nicole Dreyfus  04.07.2026

Bundesamt für Statistik

Dieser hebräische Vorname ist am beliebtesten bei Schweizer Eltern

Auch in der Schweiz wählen Eltern weiterhin häufig biblische Namen für ihr Neugeborenes

von Nicole Dreyfus  04.07.2026 Aktualisiert

Erhebung

Dieser hebräische Babyname ist in Deutschland am beliebtesten

Welche Namen geben Eltern ihren Sprösslingen in diesem Jahr am liebsten? In welchen Bundesländern gibt es Abweichungen?

 04.07.2026 Aktualisiert