Leipzig

Gegensätzliche Nahost-Demos linker Gruppen 

Zwei Demonstrationen in Leipzig Foto: picture alliance / REUTERS

In Leipzig haben am Samstag sowohl mit Israel solidarische linke
und israelfeindliche Gruppierungen demonstriert. Die Polizei sprach von insgesamt rund 3500 Personen. Unter den Mottos »Kein Frieden mit AntisemitInnen« und »All Connewitzer are beautiful« fanden sich rund 2000 Menschen gegen Antisemitismus und Faschismus zusammen.

Die Kundgebung mit sogenanntem propalästinensischem Fokus fand unter dem Titel »Antifa bedeutet: Free Palestina« mit rund 1500 Teilnehmenden statt, wie ein Polizeisprecher am Nachmittag sagte.

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalistenunion (DJU)
berichtete von einem körperlichen Angriff und Bedrängung eines
Kamerateams des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) bei der »propalästinensischen« Demonstration.

Das Team erhalte nun polizeilichen Begleitschutz, sagte ein MDR-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Nach Polizeiangaben wurde nach dem Übergriff ein Tatverdächtiger gestellt.

Die Polizei teilte auf X mit: »Gegen 13:45 Uhr kam es am Connewitzer Kreuz aus der propalästinensischen Versammlung heraus zu einem körperlichen Übergriff zum Nachteil eines Kameramannes des öffentlichen Rundfunks.«

Einem MDR-Live-Ticker zufolge wurde das Team von zwei Personen verfolgt, die wiederholt ein Plakat vor die Kamera gehalten hätten. Zu dem Vorfall kam es demnach, bevor sich der Demozug in Richtung Innenstadt in Bewegung setzte.

Als ein Sicherheitsdienst die beiden auf Abstand habe bringen wollen, sei die Situation eskaliert. »Es kam zu einem Handgemenge und Gerangel«, zitierte der MDR einen betroffenen Reporter.

Dabei habe ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes einen Schlag mit einem Ellenbogen ins Gesicht bekommen. Die Polizei sei eingeschritten und habe Personalien aufgenommen. epd/dpa

In eigener Sache

Volontär/in gesucht

Wir suchen zum 15. Oktober 2026 einen Volontär (m/w/d) in Vollzeit

 06.07.2026

Holzstörche zur Geburt in Niederösterreich. Noch immer werden neben den klassischen Namen viele biblische Namen den Kindern gegeben.

Statistik

Diese hebräischen Vornamen in Österreich sind am beliebtesten

Österreichische Eltern wählen gern Klassiker. Unter den Top Ten sind auch viele Namen biblischen Ursprungs

von Nicole Dreyfus  04.07.2026

Bundesamt für Statistik

Dieser hebräische Vorname ist am beliebtesten bei Schweizer Eltern

Auch in der Schweiz wählen Eltern weiterhin häufig biblische Namen für ihr Neugeborenes

von Nicole Dreyfus  04.07.2026 Aktualisiert

Erhebung

Dieser hebräische Babyname ist in Deutschland am beliebtesten

Welche Namen geben Eltern ihren Sprösslingen in diesem Jahr am liebsten? In welchen Bundesländern gibt es Abweichungen?

 04.07.2026 Aktualisiert

Doha

Indirekte Gespräche zwischen Iran und USA sollen begonnen haben

Die Lage zwischen den USA und dem Iran bleibt weiter angespannt. Dennoch laufen nun Gespräche im Golfstaat Katar

 01.07.2026

Diplomatie

»25 Gründe, warum ich Israel vermisse«

Der deutsche Botschafter Steffen Seibert verlässt in wenigen Tagen nach vier Jahren das Land und kehrt zurück nach Berlin

von Sabine Brandes  30.06.2026

Resümee

Felix Klein: Lebensqualität für Juden hat sich verschlechtert

Nach acht Jahren im Amt wechselt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, im August den Job. Auf seine Amtszeit blickt der 58-Jährige mit gemischten Gefühlen zurück

von Corinna Buschow, Markus Geiler  29.06.2026

Bündnis Sahra Wagenknecht

Mit einer Portion Antisemitismus gegen den Zionismus

Das Jugendbündnis im BSW hat einen Beschluss zum Zionismus gefasst, der aufhorchen lässt. Auf Instagram verwendete der Verband zudem antisemitische Bildsprache aus der NS-Zeit

von Michael Thaidigsmann  22.06.2026

Zeitgeschichte

Georges-Arthur Goldschmidt sieht Guillotine am Beginn der Schoa

Der französisch-deutsche Schriftsteller sagte in einem Interview »Diese Normalisierung der Todesstrafe hat Europa zerstört.«

 09.06.2026