Würdigung

Hamburg ehrt Esther Bejarano und Jina Mahsa Amini

In Hamburg gibt es künftig eine Esther-Bejarano-Straße und einen Jina-Mahsa-Amini-Park. »Esther Bejarano und Jina Mahsa Amini stehen beide für den Mut, Unterdrückung entgegenzutreten und sich für Freiheit und Menschenwürde einzusetzen«, sagte Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) laut Mitteilung seiner Behörde am Montag. Ihre Lebensgeschichten erinnerten zugleich daran, »dass demokratische Werte und Freiheitsrechte niemals selbstverständlich sind und wir entschlossen für sie eintreten müssen«.

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Die Senatskommission für die Benennung von Verkehrsflächen beschloss den Angaben zufolge, die Bergiusstraße zwischen der Großen Brunnenstraße und der Erdmannstraße nach der Aktivistin, Musikerin und Verfolgten des NS-Regimes Esther Bejarano (1924-2021) umzubenennen. Dass der Name der Straße geändert werde, hänge mit einer NS-Belastung des Chemikers und Unternehmers Friedrich Bergius zusammen.

Schwer misshandelt

Im Bezirk Hamburg-Nord werde eine Grünfläche zwischen der Meenkwiese und der Hudtwalckerstraße nach Jina Mahsa Amini (1999-2022) benannt. Die iranische Kurdin ist in Teheran im Alter von 22 Jahren gestorben, nachdem die iranische »Sittenpolizei« sie wegen »unislamischer Kleidung« festgenommen und dabei schwer misshandelt hatte. Mit der Verleihung des Sacharow-Preises ehrte das Europäische Parlament 2023 Jina Mahsa Amini und die Bewegung »Frau, Leben, Freiheit«. epd

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