Multinationalen Kaffenachmittag

Für Seele, Herz und Gaumen

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Herz
und Gaumen

Saarbrücken: Gemeinde lud zum Multinationalen Kaffenachmittag ein

Aserbaidschan, Frankreich, Israel, Moldawien, Türkei, Turkmenien, Usbekistan, Weißrußland sind nicht etwa die ausstellenden Länder bei der Internationalen Tourismusbörse in Berlin. Es sind einige der Heimatländer, aus denen die Saarbrücker Juden stammen. 19 Nationen sind in der Synagogengemeinde Saar mit ihren rund 1.100 Mitgliedern vertreten.
»Wir gehören alle dem jüdischen Volk an, doch trennt uns gleichzeitig viel«, sagt Richard Borg, der Gemeindevorsitzende. Die Menschen bringen unterschiedliche Lebens- und Eßgewohnheiten mit. Möglicherweise sei man sich untereinander in der Gemeinde fremder als in der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft. Das muß sich ändern, nahm Borg sich vor. Die Mitglieder müssen sich gegenseitig kennenlernen, Einblick in die Welt des anderen bekommen, beschloß er und organisierte kurzerhand einen Multinationalen Kaffeenachmittag.
Für das Fest sollten sich die Gemeindemitglieder überlegen, wie sie ihr Land den anderen am besten vorstellen können. Tatjana Tachtarova und Irina Dvorina repräsentierten ihr Heimatland Usbekistan in bunten bestickten Trachten. Andere Gemeindemitglieder stellten Spezialitäten ihrer Heimat Armenien, der Ukraine oder Turkmenien vor. Vertreter aus zwölf Nationen präsentierten sich mit Essen, Gesangs- und Tanzeinlagen dem Publikum im Großen Saal der Volkshochschule am Schloßplatz. Hier war die jüdische Gemeinde schon häufiger zu Gast, wenn für größere Feste und Feiern in den eigenen Räumen nicht genug Platz ist.
Außerdem wollte die Gemeinde nicht nur unter sich bleiben, sondern ihre Vielfalt auch nach außen zeigen. »Wir müssen aufeinander zugehen, ohne unseren Ursprung und unsere Identität zu verlieren«, sagt Gemeindevorsitzender Richard Borg und meint damit auch die nichtjüdischen Nachbarn, die ebenfalls zum multinationalen Kaffeenachmittag eingeladen waren.
Seine einladenden Worte hörten jedoch trotz Hinweisen in der örtlichen Presse und persönlichen Anschreiben nur wenige. Bei Bürgermeister Kajo Breuer, der Leiterin des Migrationsbüros der Landeshauptstadt, Veronika Kabis, sowie dem Stadtverbandspräsidenten Michael Burckhardt, der auch gleichzeitig die Gäste als Hausherr empfing, trafen sie auf offene Ohren.
Es wird gewiß nicht bei dem einen Nachmittag bleiben, ist sich Richard Borg sicher. »Mit dieser multinationalen Veranstaltung helfen wird den Leuten, sich in der Stadt und in dem Land zurechtzufinden. Wir können sehr viel voneinander lernen.« ja

Die Universität Pennsylvania will nicht auf die Forderung eingehen, Daten jüdischer Mitarbeitenden zu veröffentlichen.

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