Magbiteröffnung

Ein Abend mit Golda

So viel Politikprominenz hat das Berliner Gemeindezentrum in der Fasanenstraße bestimmt noch nicht auf einmal gesehen: Benjamin Netanjahu, Shimon Peres und selbst Golda Meir und David Ben-Gurion. Alle kamen – in einer Person, nämlich in der des israelischen Star-Kabarettisten Tuvia Tsafir. Er war einer der drei Künstler auf der Magbiteröffnung 2009 von Keren Hayesod Berlin. Rund 150 Gäste und Spender hatten an den festlich eingedeckten Tischen Platz genommen und ließen sich bei Falaffel, Gefilte Fisch und anderen israelischen Leckereien über die Projekte von Keren Hayesod (KH) informieren.
Nathan Gelbart, Vorsitzender von KH Deutschland, wollte seinen Spendenaufruf als Motivation sehen, Projekte, wie die Heinz-und-Ruth-Galinski-Bibliothek in der Yachad-Schule in Modiin, zu unterstützen. Für diese Bibliothek werden rund 100.000 Euro benötigt. In der Schule werden sowohl religiöse als auch nichtreligiöse Schüler unterrichtet. »Ein Versuch für ein besseres Miteinander in Israel«, nennt es die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Lala Süsskind. Dass Kinder dort weiter lernen und zu Fragen animiert werden, sei ei-
ne Spende wert. Sie schlug noch einen an-
deren Weg vor, Israel zu unterstützen: Wer nicht die Möglichkeiten für eine Geldspende habe, könne einmal im Jahr nach Israel fahren und so seine Verbundenheit mit dem Land zeigen.
Um Verbundenheit ging es auch dem israelischen Botschafter Yoram Ben-Zeev: »Deutschland ist neben den USA der engste Partner Israels.« Vor 60 Jahren hätte sich niemand vorstellen können, dass ein israelischer Botschafter in Deutschland eine Rede halten könnte, sagte Ben-Zeev. Deshalb sei für ihn der deutsch-israelische Austausch so wichtig.
Wie man sich musikalisch begegnet, das zeigten die Berliner Band »Jewdyssee« mit ihrer Sängerin Maya Saban und die Stuttgarter Soul-Combo um Cassandra Steen. Beide verliehen dem Abend eine ganz besondere Note. Keren Hayesod war mit dem Spendenergebnis zufrieden und ganz glücklich war auch der Gewinner der Tombola. Denn er wird die Koffer packen und abheben, immer der Sonne entgegen – nach Israel. Katrin Richter

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