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Das Beste für die Gäste

Das Beste für die Gäste
Koscher einkaufen
und kochen

»Dringend! Wie kocht man jüdisch?« So oder so ähnlich beginnen Hilferufe verzweifelter Gastgeber in Kochforen. Die Herausforderung: Israelische Freunde kommen zum Essen und der Abend soll natürlich perfekt werden. Meistens fehlen allerdings noch geeignete Rezepte – selbst bei renommierten Kochportalen findet man mittlerweile Anleitungen für koschere Gerichte, die jedoch, wie im Fall eines Hackbratens mit Sahnesauce, nicht immer auch wirklich den Regeln der jüdischen Küche entsprechen.
Und so einigt man sich in den Koch-Foren meist rasch darauf, dass der Besuch vegetarisches Essen bekommt, nach Rezepten, die jüdische User beisteuern. Wie zum beispiel Kürbis-Curry-Kokos-Suppe, Lattkes, Feldsalat mit Orangen und Datteln und zum Nachtisch Waffeln: Das klingt nach jeder Menge Einkaufsstress, denn die Gastgeberin möchte mit der Koscherliste der orthodoxen Rabbinerkonferenz einkaufen gehen. Ausgedruckt umfasst die Liste 65 Din-A-4-Seiten. Das Gute: Man muss nicht unbedingt in Koscherläden gehen, um diese Produkte zu kaufen. Auch Diskounter haben Lebensmittel, die in der Koscherliste stehen. Allerdings sieht es bei Gewürzmischungen etwas schwierig aus. Hat man nach viel Blättern herausgefunden, welche Mischung, welcher Senf und welches Öl koscher sind, muss man meist auch schon den Laden wechseln, denn die benötigten Zutaten werden einfach nicht angeboten. Ähnlich verhält es sich mit Milchprodukten, denn einige Marken enthalten Gelantine. Süße und salzige Knabbereien für den Abend sind aber fast überall zu bekommen. Also doch ganz einfach!
Und irgendwann ist es schließlich geschafft. Am nächsten Tag wartet man schon gespannt auf das Resümee des Abends und schreibt ins Koch-Forum: »Hat alles super geklappt! Die Gäste essen gar nicht koscher.« Elke Wittich

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