Verbindung

Beter im Netz

Wie Synagogen über Gottesdienste, Simches und mehr informieren

01.07.2010 – von Gerald BeyrodtGerald Beyrodt


Netzwerk Seit Kurzem unterhält die Synagoge Pestalozzistraße auch eine eigene Facebook-Gruppe. Jeder Nutzer kann Mitglied werden und Neuigkeiten aus der Synagoge erfahren, Kontakt mit anderen Beterinnen und Betern aufnehmen, Ideen oder Anregungen zur Diskussion stellen oder auf Veranstaltungen hinweisen. Wer bei Facebook mit anderen kommunizieren möchte, muss Informationen zu seiner Person eingeben.

Auch Chabad Lubawitsch unterhält eine Facebook-Gruppe. Zudem twittert die chassidische Organisation und schreibt Beterinnen und Beter per SMS an. Sie erhalten Hinweise auf die wöchentlichen Toraabschnitte, Zeiten von Kerzenzünden und Gottesdienstbeginn, zudem Hinweise auf Besonderheiten im Gottesdienst, etwa bei Neumond. Für Technikkritik hat Rabbiner Schmuel Segal wenig übrig und beruft sich auf einen Ausspruch von Rabbi Menachem Schneerson, den Gründervater von Chabad Lubawitsch. Alles, was in der Welt sei, könne dazu dienen, uns zu besseren Menschen zu machen.

Rabbinerin Gesa Ederberg sieht zwischen Judentum und Internet eine Verbindung besonderer Art. Denn Hyperlinks, Querverweise und Vielstimmigkeit gebe es schon in der rabbinischen Literatur. »Der Talmud ist wie das Internet«, sagt sie.



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