Thüringen

Zusätzliche Mittel für Jüdische Landesgemeinde

Die Neue Synagoge in Erfurt Foto: picture alliance / Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/ZB

Im Freistaat Thüringen erhält die Jüdische Landesgemeinde ab dem kommenden Jahr mehr Geld. Die Erhöhung der jährlichen Zuwendungen von aktuell 478.500 Euro um zusätzliche 80.000 Euro solle die Landesgemeinde und ihr kulturelles Engagement dauerhaft fördern und stärken, teilte die Staatskanzlei am Dienstag in Erfurt mit.

Die Unterzeichnung der Änderung zum bestehenden Staatsvertrag findet am Freitag am Rande des Plenums des Thüringer Landtages statt.
Neben einer Erhöhung der Landesleistungen des Freistaats auf dann
558.500 Euro ab 2024 bekenne sich die Landesregierung auch künftig dazu, die Sicherheit der Jüdischen Landesgemeinde angesichts sich ändernder Standards zu gewährleisten, hieß es. Zu diesem Zweck solle auf der Basis des bestehenden Staatsvertrages ein ergänzendes Verwaltungsabkommen geschlossen werden.

Positive Effekte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) erinnerte daran, das vergangene Themenjahr zu »900 Jahren Jüdische Kultur in Thüringen« habe mit zahlreichen Projekten positive Effekte für die Bevölkerung und die Kultur im Freistaat gehabt. Diese wolle das Land bewahren und verstetigen. Ziel sei es, das kulturelle Engagement über die gemeindeinterne Arbeit hinaus in die Breite der Gesellschaft zu tragen.

Die Jüdische Landesgemeinde Thüringen mit Sitz in Erfurt zählt rund 700 Mitglieder. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts vertritt sie die Interessen der in Thüringen lebenden Jüdinnen und Juden gegenüber Politik und Gesellschaft. epd

50 Jahre in Deutschland

»Die Deutschen haben aus ihrer Geschichte gelernt«

Was ist typisch deutsch, was typisch amerikanisch? Holly-Jane Rahlens kennt sich mit beiden Nationen aus. Die Autorin lebt seit mehr als 50 Jahren in Berlin

von Nina Schmedding  08.07.2026

München

»Auf geht’s – an die Arbeit!«

Die Israelitische Kultusgemeinde hat einen neuen Vorstand gewählt. Charlotte Knobloch wurde als Präsidentin im Amt bestätigt

von Leo Grudenberg  07.07.2026

Rabbinerausbildung

Levinson-Stiftung als Institut an der Uni Potsdam anerkannt

Neuer Meilenstein für die Ausbildung liberaler und konservativer Rabbinerinnen und Rabbiner sowie Kantorinnen und Kantoren

 07.07.2026

Bayern

Die jüdische Gemeinde München hat einen neuen Vorstand gewählt

Charlotte Knobloch wurde als Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern bestätigt

 06.07.2026 Aktualisiert

Porträt der Woche

Die Kraft der Sichtbarkeit

Rivkah Schwarzbart entwirft seit dem 7. Oktober jüdischen Schmuck und lebt in München

von Katrin Diehl  05.07.2026

Kommentar

Meine Angst

Was es heißt als Jude in Deutschland nach dem 7. Oktober zu leben. Ein Aufschrei von André Herzberg

von André Herzberg  05.07.2026

Schule

Blick nach vorn

Das Helene-Habermann-Gymnasium in München verabschiedete seine Abiturientinnen und Abiturienten – und feierte zugleich zehnjähriges Bestehen

von Ellen Presser  05.07.2026

Lesung

Sprache statt Wurzeln

Die aus dem Irak stammende Schriftstellerin Mona Yahia stellte in München ihr neues Buch über jüdisches Leben im arabischen Raum vor

von Nora Niemann  05.07.2026

Thüringen

Achava-Festspiele: Dialog zwischen Religionen und Kulturen

Die Achava-Festspiele gehen mit mehr als 80 Veranstaltungen in ihre zwölfte Ausgabe. Neben Konzerten umfasst das Programm Ausstellungen, Filme, Vorträge, interreligiöse Begegnungen sowie Angebote für Familien und Schulen

 02.07.2026