Thüringen

Zusätzliche Mittel für Jüdische Landesgemeinde

Die Neue Synagoge in Erfurt Foto: picture alliance / Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/ZB

Im Freistaat Thüringen erhält die Jüdische Landesgemeinde ab dem kommenden Jahr mehr Geld. Die Erhöhung der jährlichen Zuwendungen von aktuell 478.500 Euro um zusätzliche 80.000 Euro solle die Landesgemeinde und ihr kulturelles Engagement dauerhaft fördern und stärken, teilte die Staatskanzlei am Dienstag in Erfurt mit.

Die Unterzeichnung der Änderung zum bestehenden Staatsvertrag findet am Freitag am Rande des Plenums des Thüringer Landtages statt.
Neben einer Erhöhung der Landesleistungen des Freistaats auf dann
558.500 Euro ab 2024 bekenne sich die Landesregierung auch künftig dazu, die Sicherheit der Jüdischen Landesgemeinde angesichts sich ändernder Standards zu gewährleisten, hieß es. Zu diesem Zweck solle auf der Basis des bestehenden Staatsvertrages ein ergänzendes Verwaltungsabkommen geschlossen werden.

Positive Effekte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) erinnerte daran, das vergangene Themenjahr zu »900 Jahren Jüdische Kultur in Thüringen« habe mit zahlreichen Projekten positive Effekte für die Bevölkerung und die Kultur im Freistaat gehabt. Diese wolle das Land bewahren und verstetigen. Ziel sei es, das kulturelle Engagement über die gemeindeinterne Arbeit hinaus in die Breite der Gesellschaft zu tragen.

Die Jüdische Landesgemeinde Thüringen mit Sitz in Erfurt zählt rund 700 Mitglieder. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts vertritt sie die Interessen der in Thüringen lebenden Jüdinnen und Juden gegenüber Politik und Gesellschaft. epd

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