EILMELDUNG! Berliner Grüne für Koalitionsgespräche mit Linkspartei und SPD

Thüringen

Zusätzliche Mittel für Jüdische Landesgemeinde

Die Neue Synagoge in Erfurt Foto: picture alliance / Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/ZB

Im Freistaat Thüringen erhält die Jüdische Landesgemeinde ab dem kommenden Jahr mehr Geld. Die Erhöhung der jährlichen Zuwendungen von aktuell 478.500 Euro um zusätzliche 80.000 Euro solle die Landesgemeinde und ihr kulturelles Engagement dauerhaft fördern und stärken, teilte die Staatskanzlei am Dienstag in Erfurt mit.

Die Unterzeichnung der Änderung zum bestehenden Staatsvertrag findet am Freitag am Rande des Plenums des Thüringer Landtages statt.
Neben einer Erhöhung der Landesleistungen des Freistaats auf dann
558.500 Euro ab 2024 bekenne sich die Landesregierung auch künftig dazu, die Sicherheit der Jüdischen Landesgemeinde angesichts sich ändernder Standards zu gewährleisten, hieß es. Zu diesem Zweck solle auf der Basis des bestehenden Staatsvertrages ein ergänzendes Verwaltungsabkommen geschlossen werden.

Positive Effekte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) erinnerte daran, das vergangene Themenjahr zu »900 Jahren Jüdische Kultur in Thüringen« habe mit zahlreichen Projekten positive Effekte für die Bevölkerung und die Kultur im Freistaat gehabt. Diese wolle das Land bewahren und verstetigen. Ziel sei es, das kulturelle Engagement über die gemeindeinterne Arbeit hinaus in die Breite der Gesellschaft zu tragen.

Die Jüdische Landesgemeinde Thüringen mit Sitz in Erfurt zählt rund 700 Mitglieder. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts vertritt sie die Interessen der in Thüringen lebenden Jüdinnen und Juden gegenüber Politik und Gesellschaft. epd

Kulinarik

Koscher kochen auf höchstem Niveau

Tom Franz kreierte ein Drei-Gänge-Menü zum 20-jährigen Jubiläum der Ohel-Jakob-Synagoge

von Vivian Rosen  19.10.2026

Synagoge im sächsischen Görlitz

Görlitz

Erinnerung an das Novemberpogrom im Nationalsozialismus

Nazis und ihre Helfer zerstörten und plünderten in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 jüdische Einrichtungen, Geschäfte und Wohnungen. Juden wurden verfolgt, misshandelt und getötet

 19.10.2026

Lörrach

Tora als Zeichen der Hoffnung

Die Kultusgemeinde lässt eine historische gerettete Rolle restaurieren. Demnächst wird sie im Landtag vollendet

von Christine Schmitt  19.10.2026

Holocaust-Mahnmal

Gedenken an deportierte Jüdinnen und Juden am Gleis 17

Etwa 10.000 jüdische Menschen deportierten die Nazis vom Bahnhof Grunewald in Berlin aus in die Vernichtungslager. Beim Gedenken an die Opfer nehmen die Redner auch die Gegenwart in den Blick

 18.10.2026

Rezension

Wie wurden wir, was wir wurden?

Der Judaist Peter Schäfer erzählt in seinem Buch die Geschichte des aschkenasischen Judentums – faktengesättigt, klar gegliedert und mit einer provokanten These zu Mutterland und Diaspora

von Michael Wolffsohn  18.10.2026

München

Das Grauen sehen

Bei der Premiere eines Films über die Familie Bibas und das Hamas-Massaker vom 7. Oktober sprechen die Regisseurin und ein Psychologe über das Verbrechen und die Wirkung der Aufnahmen

von Michael Schleicher  18.10.2026

Lesung

»Die ganze jüdische Welt war in Trauer«

Zum Gedenken an den 7. Oktober stellte Dafna Gerstner ihr Buch vor

von Luis Gruhler  18.10.2026

Porträt der Woche

»Ich mag die Gemeinschaft«

Sonja Fira Grinman geht häufig zu jüdischen Events - bundesweit und im Ausland

von Annette Kanis  18.10.2026

Kommentar

Ein Tag der Schande

Die Linkspartei, SPD und Grüne haben ihre Sondierungen beendet. Nun wollen sie in Berlin eine Regierung bilden

von Philipp Peyman Engel  17.10.2026