Kultur

Zukunft des Yiddish Summer Weimar gesichert

Das Festival von Alan Bern (l.) bietet mit seinen Workshops, Konzerten und Performances das weltweit umfangreichste Programm zur jiddischen Kultur an. Foto: Manuel Rethfeldt

Der Yiddish Summer Weimar soll ein weltweit führendes Zentrum für neue jiddische Kultur werden. Die Kulturstiftung des Bundes habe dazu eine Förderung von 210.000 Euro zugesagt, teilte der Trägerverein othermusic am Donnerstag in der Thüringer Kulturstadt mit. Die Mittel seien für drei wissenschaftlich-künstlerische Projekte des Festivals und der Other Music Academy im nächsten Jahr bestimmt.

Workshops Dabei handelt es sich den Angaben zufolge um ein Theaterprojekt zu Leben und Werk eines deutsch-jiddischen Dichters aus dem 16. Jahrhundert, eine Tanzperformance zu jiddischen Choreografen aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg und eine wissenschaftliche Konferenz zur historischen jiddischen Aufführungspraxis. Dank der Förderung könnten zudem die Workshops und Konzerte des Yiddish Summer 2016 erweitert werden.

Seit dem ersten jiddischen Kulturfestival 1999 in Weimar bietet das jeweils vierwöchige Programm die Möglichkeit zu umfassenden Recherchen in jiddischer Kultur. Damit ist der Yiddish Summer das weltweit umfangreichste Festival zur Ausbildung und Erforschung jiddischer Kultur. In diesem Jahr steht das Programm vom 18. Juli bis 16. August unter dem Motto »Yidishkayt Revisited«. epd

www.yiddishsummer.eu

Chemnitz

Gestohlener Davidstern sichergestellt

Unbekannte hatten laut Polizei in der Dauerausstellung des Lern- und Gedenkortes eine Schautafel beschädigt und den Davidstern mitgenommen

 28.09.2026

Archäologie

Hoffnung auf Latrinen - Grabung legt mittelalterliche Keller frei

Die Funde auf dem Areal der zweiten Jüdischen Gemeinde informieren über das Leben im mittelalterliche Erfurt. Zugleich geben sie Einblicke in die Stadtplanung des 13. Jahrhunderts

von Matthias Thüsing  28.09.2026

Düsseldorf

Attacke auf Juden wird Thema im Landtag NRW

Nach dem antisemitischen Angriff auf einen Juden am vergangenen Dienstag sucht die Polizei weiter nach den Tätern. Nun soll Innenminister Reul (CDU) im Innenausschuss Auskunft geben

 28.09.2026

Architektur

Von Brandenburg nach Haifa

In Finow wird ein historisches Kupfer-Haus restauriert. Einst von Walter Gropius modernisiert, zogen die mobilen, industriell gefertigten Bauten mit ihren Eigentümern bis nach Palästina

von Mark Feldon  27.09.2026

Literatur

Wenn Fiktion zur Geschichtsschreibung wird

Der israelische Bestsellerautor Dror Mishani stellte im Gespräch mit Richard C. Schneider seinen neuen Roman »Nicht« vor

von Nora Niemann  27.09.2026

München

»Ihr Licht ist nicht verloschen«

Die Frauen-Mikwe der Gemeinde trägt seit Kurzem den Namen von Rebbetzin Shoshana Brodman

von Luis Gruhler  27.09.2026

Meinung

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

Engagement

Erstklassig, Digga!

Der Fußballverein Hannover 96 ist nun beim Projekt »Shalom, Digga« in Niedersachsen mit dabei

von Katrin Richter  24.09.2026

Kommentar

Sprecht mit uns. Nehmt uns ernst

Herr Ramelow, die jüdische Gemeinschaft, die vor Judenhass warnt, ist nicht das Problem. Antisemitismus ist das Problem - insbesondere in Ihrer Partei

von Avitall Gerstetter  24.09.2026