Hilfsorganisationen und UN-Institutionen

Zentralwohlfahrtsstelle: Mehr Einsatz gegen antisemitische Gewalt

Zentrale Wohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland Foto: dpa

Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland wirft Hilfsorganisationen und UN-Institutionen vor, sich nicht ausreichend mit der terroristischen Gewalt gegen israelische Staatsbürger zu befassen. Angesichts der Tatsache, dass Hamas und Islamischer Dschihad am 7. Oktober »das größte Massaker an Jüdinnen und Juden seit dem Ende der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie« verübt hätten, forderte die Wohlfahrtsstelle am Mittwoch in Frankfurt am Main »eine tiefergehende Auseinandersetzung mit den menschenverachtenden Praktiken und antisemitisch motivierten Gräueltaten«.

Die Beachtung des Leids der palästinensischen Zivilbevölkerung durch den Gaza-Krieg sei berechtigt, betonte die Zentralwohlfahrtsstelle. Es brauche mehr Engagement der internationalen Staatengemeinschaft gegen die Praxis der Hamas, humanitäre, medizinische und Bildungsinfrastruktur als Schutzschilde zu missbrauchen.

Die Zentralwohlfahrtsstelle forderte außerdem einen humanitären Hilfebedarf in Israel. Das betreffe besonders die den Angaben zufolge rund 250.000 Binnengeflüchteten aus den israelischen Grenzgebieten zum Gaza-Streifen und zum Libanon. Unter ihnen seien Schwertraumatisierte und Menschen, deren Heimatorte vollständig zerstört seien.

Die psychologische und digitale Kriegführung der Hamas müsse zudem gezielt bekämpft werden. Gezielt gestreute Desinformation und die daraus resultierende Welle von Antisemitismus führe zu sicherheitsbedingten Einschränkungen für Jüdinnen und Juden weltweit. epd

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« erhält Tacheles-Preis

Der Tacheles-Preis wird alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen verliehen, die sich für die Sicherung einer jüdischen Zukunft in Deutschland einsetzen. Die Laudatio hält der neue WELT-Chefredakteur Helge Fuhst

 18.05.2026

Chemnitz

Ausstellung zum Neuanfang der jüdischen Gemeinde Chemnitz

»Jetzt erst recht!«: Eine Ausstellung im Staatlichen Museum für Archäologie erinnert an den mutigen Neuanfang der jüdischen Gemeinde Chemnitz 1945

 18.05.2026

Magdeburg

Synagogen-Gemeinde weiht neue Torarolle ein

Große Freude in der Magdeburger Synagoge: Nach mehr als 30 Jahren des Spendensammelns erhält die jüdische Gemeinde eine neue Torarolle, die in Israel von einem spezialisierten Schreiber angefertigt wurde

 18.05.2026

Berlin

Er hat Traditionen neu gedeutet

Pavel Feinstein ist tot. Der Maler und Zeichner starb nach kurzer, schwerer Krankheit

 18.05.2026

Prozess

Urteil im Prozess gegen Dresdner Rabbiner erwartet

Dem Angeklagten werden Geldwäsche und Betrug vorgeworfen

 18.05.2026

Gedenken

Prägend für den Kunsthandel

Die Stadt München brachte in der Liebigstraße ein Erinnerungszeichen für den jüdischen Auktionator Hugo Helbing und seine Familie an

von Luis Gruhler  18.05.2026

München

»Jener Tag des Sieges hat uns die Freiheit geschenkt«

Zum Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus gedachte die IKG der jüdischen Soldaten in den alliierten Armeen

von Vivian Rosen  18.05.2026

Berlin

Ein Israeli erklärt Berlin

Tourguide: Der ehemalige Opernsänger Eyal Edelmann führt Landsleute durch die deutsche Hauptstadt

von Alicia Rust  17.05.2026

Brandenburg

Brandanschlag: Jüdische Gemeinden stellen sich hinter Büttner

Im Fall des Brandanschlags auf das Anwesen des brandenburgischen Antisemitismusbeauftragten gibt es viele offene Fragen. Die örtliche jüdische Gemeinde solidarisiert sich mit Andreas Büttner

 15.05.2026