Hilfsorganisationen und UN-Institutionen

Zentralwohlfahrtsstelle: Mehr Einsatz gegen antisemitische Gewalt

Zentrale Wohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland Foto: dpa

Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland wirft Hilfsorganisationen und UN-Institutionen vor, sich nicht ausreichend mit der terroristischen Gewalt gegen israelische Staatsbürger zu befassen. Angesichts der Tatsache, dass Hamas und Islamischer Dschihad am 7. Oktober »das größte Massaker an Jüdinnen und Juden seit dem Ende der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie« verübt hätten, forderte die Wohlfahrtsstelle am Mittwoch in Frankfurt am Main »eine tiefergehende Auseinandersetzung mit den menschenverachtenden Praktiken und antisemitisch motivierten Gräueltaten«.

Die Beachtung des Leids der palästinensischen Zivilbevölkerung durch den Gaza-Krieg sei berechtigt, betonte die Zentralwohlfahrtsstelle. Es brauche mehr Engagement der internationalen Staatengemeinschaft gegen die Praxis der Hamas, humanitäre, medizinische und Bildungsinfrastruktur als Schutzschilde zu missbrauchen.

Die Zentralwohlfahrtsstelle forderte außerdem einen humanitären Hilfebedarf in Israel. Das betreffe besonders die den Angaben zufolge rund 250.000 Binnengeflüchteten aus den israelischen Grenzgebieten zum Gaza-Streifen und zum Libanon. Unter ihnen seien Schwertraumatisierte und Menschen, deren Heimatorte vollständig zerstört seien.

Die psychologische und digitale Kriegführung der Hamas müsse zudem gezielt bekämpft werden. Gezielt gestreute Desinformation und die daraus resultierende Welle von Antisemitismus führe zu sicherheitsbedingten Einschränkungen für Jüdinnen und Juden weltweit. epd

Block-Prozess

Verteidiger: Ermittlungen zum Fall Block waren zu einseitig

Die Chefermittlerin im Fall Block hat ihre Zeugenbefragung abgeschlossen. Nur einer, ein 37-Jähriger aus Israel, hat die Vorwürfe eingeräumt

 19.08.2026

Aktion

»Kunst, Gedichte, gute Wünsche«

Die Juristin Katya Assaf-Zakharov über das Projekt »Du bist am Zug«, Teilhabe und persönliche Botschaften im Stadtbild von Berlin

von Christine Schmitt  19.08.2026

Programm

Ein Moped-Gottesdienst, Kaffee, Kuchen und ein Zirkus-Koffer in Frankfurt: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 20. August bis zum 27. August

 19.08.2026

Berlin/München

Knobloch über AfD und NSDAP: »Vergleichen sollte man«

Die AfD bekommt Zulauf wie nie zuvor. Die ehemalige Präsidentin des Zentralrates der Juden fühlt sich an dunkle Zeiten erinnert

 19.08.2026

Anoha

Mit allen Sinnen

Im Museum erleben Kinder die Geschichte der Arche Noah spielerisch – und lernen dabei etwas über Vielfalt, Respekt und ein gutes Miteinander

von Alicia Rust  18.08.2026

Berlin

Gedenkzeichen für erste Rabbinerin der Welt

Regina Jonas wurde 1942 in das KZ Theresienstadt verschleppt und 1944 in Auschwitz-Birkenau ermordet. Ende August wird ihrer mit einem Gedenkzeichen gedacht

 18.08.2026

Gespräch

Albrecht-Weinberg-Gefährtin: Erinnerung an Holocaust darf nicht enden

Im Mai starb der Holocaust-Überlebende Albrecht Weinberg. Gerda Dänekas war bis zum Schluss an seiner Seite, Pflegerin und engste Freundin. Im Interview spricht sie über das Vermächtnis eines der letzten Zeitzeugen und einen Film über ihn - und sie

von Karen Miether  18.08.2026

Orthodoxie

»Koschere Haare sind teuer«

Chaya Chapoval über steigende Scheitelpreise, die Arbeit hinter einer Perücke und Rabbiner-geprüfte Haarteile

von Mascha Malburg  17.08.2026

Freiburg

Geschichten eines Onkels

Aviva Rabinovich recherchierte das Schicksal ihres Verwandten Konrad Goldmann – und widmet ihm zusammen mit dem Regisseur Nathan Lifschitz einen Dokumentarfilm

von Anja Bochtler  17.08.2026