München

Zeitgeschichte, Biografie, Sprache

Foto: PR

München

Zeitgeschichte, Biografie, Sprache

Meldungen aus der IKG

 23.02.2022 09:08 Uhr

Zeitgeschichte

Das NS-Dokumentationszentrum lädt zu zwei interessanten Veranstaltungen ein. Am Dienstag, 22. Februar, geht es am Max-Mannheimer-Platz 1 in einem Gespräch von Rosa von der Schulenburg und Michael Krejsa um »John Heartfield im Spannungsfeld von Kultur und Politik 1928–1957«. Am Mittwoch, den 23. Februar, gibt es vor Ort sowie online eine Buchvorstellung des Werkes Jan Bazuin – Tagebuch eines Zwangsarbeiters. Der Band ist im Verlag C. H. Beck erschienen. An der Veranstaltung nehmen teil der Historiker und Leiter der wissenschaftlichen Abteilung des NS-Dokumentationszentrums, Paul-Moritz Rabe, von dem das Nachwort stammt, die Illustratorin Barbara Yelin sowie der Sohn Leon Bazuin, mit dem sein Vater nie über seine Erfahrungen während des Kriegs und in Deutschland gesprochen hat. Beide Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr. Weitere Informationen und Anmeldemodalitäten finden sich online auf der Webseite des NS-Dokumentationszentrums (www.nsdoku.de) oder sind telefonisch abzufragen unter 089/233-67000. ikg

Biografie

Wie kein Zweiter hat sich der Historiker Philipp Lenhard mit der Biografie des Soziologen Friedrich Pollock (1894–1970) beschäftigt und dazu ein Buch über »Die graue Eminenz der Frankfurter Schule« publiziert. Gleichzeitig ist er Projektleiter für »Friedrich Pollock: Gesammelte Schriften in sechs Bänden«. Am Donnerstag, 24. Februar, 19 Uhr, stellt er diesen »Meilenstein der deutsch-jüdischen Geistesgeschichte« vor, einen Fabrikantensohn, der das Privateigentum abschaffen wollte, einen Ökonomen, der sich an der Börse verzockte, einen Kommunisten, der den Marxismus für anachronistisch hielt, kurz: einen kritischen Intellektuellen. Eine schriftliche Anmeldung für diese Veranstaltung in der Evangelischen Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Straße 24, ist online erforderlich unter https://www.evstadtakademie.de/veranstaltung/friedrich-pollock/. ikg

Sprache

»Worte finden. Sensible Sprache in Provenienzforschung und im musealen Kontext« ist der Titel einer digitalen Vortragsreihe im Lenbachhaus. Am Donnerstag, 24. Februar, 18 Uhr, gibt es eine Gesprächsrunde zum Thema »Mehr als Worte. Sensible Sprache im Kulturbereich«. Daran nehmen teil die Kulturvermittlerin Julia Yael Alfandari, Doreen Mende (Staatliche Kunstsammlungen Dresden), Seggen Mikael (DisCheck), Matthias Mühling (Lenbachhaus) und Mirjam Zadoff (NS-Dokumentationszentrum). Es moderiert Melanie Wittchow. Die Veranstaltung wird auf dem YouTube-Kanal des Lenbachhauses ausgestrahlt. ikg

Jiddisch

Die Europäische Janusz Korczak Akademie in München und das Yiddish Center beim World Jewish Congress in Vilnius laden gemeinsam ein zu einer Online-Reihe »Einführung in die Jiddische Kultur«. Am Montag, den 28. Februar, um 18 Uhr geht Mordechai Juschowski der Frage nach: »Warum ist Jiddisch im 21. Jahrhundert notwendig?« und stellt dabei fest, dass die Sprache als Volks- und Nationalsprache eine Barriere gegen die Assimilation und ein Bindeglied zwischen Religiosität und Säkularismus darstellt. Gleich anschließend am Dienstag, den 1. März, um 19 Uhr findet mit dem Ethnomusikologen und Musiker Zisl Slepovitch in englischer Sprache ein Vortrag über »Klezmer Music« statt. Die Teilnahme an dieser Webinar-Reihe mit dem Titel »A massldike sho mit jiddish – eine glückliche Stunde mit Jiddisch« ist kostenlos. Eine vorherige schriftliche Anmeldung ist jedoch erforderlich unter der E-Mail-Adresse anmeldung@ejka.org. ikg

Engagement

Grenzenlose Solidarität

Spenden und Gespräche: Die jüdische Community ist schockiert über die dramatische Lage in der Ukraine und hilft – jeder so, wie er kann

von Christine Schmitt  05.02.2026

Gesellschaft

Einfach machen!

Seit dem Jahr 2000 zeichnet die amerikanische Obermayer Foundation ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger aus. So wie am vergangenen Sonntag im Jüdischen Museum in Berlin

von Katrin Richter  05.02.2026

Hilfe

Wärme schenken

Die Mitzwe Makers unterstützen mit der »Warmnachten«-Aktion obdachlose Menschen in der kalten Jahreszeit mit Sachspenden

von Esther Martel  04.02.2026

Podcast

Von Adelheid bis Henriette

Journalisten und Historiker gehen dem Leben jüdischer Frauen im 19. und 20. Jahrhundert nach

von Katrin Richter  04.02.2026

Umwidmung

Kein Zeitplan für Yad-Vashem-Straße in Berlin

Nach der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem soll ein Straßenabschnitt im Herzen von Berlin benannt werden. Bislang ist unklar, wann dies erfolgt

 03.02.2026

Tu Bischwat

Erste Blätter

Wie stellen sich jüdische Kinder das Neujahrsfest der Bäume vor? Wir haben einige Mädchen und Jungen gebeten, für uns zu malen

 02.02.2026

Berlin

Lehrerin und Heimatforscher mit Obermayer Awards ausgezeichnet

Seit dem Jahr 2000 verleiht die US-amerikanische Obermayer-Stiftung jährlich einen Geschichtspreis an Heimatforscher und Gedenk- und Aufarbeitungsprojekte in Deutschland. In diesem Jahr wurden vier Personen und eine Initiative geehrt

 01.02.2026

Porträt der Woche

Willkommen zu Hause

Laurette Dassui wuchs in Paris auf und entdeckte in Berlin ihr Jüdischsein neu

von Gerhard Haase-Hindenberg  01.02.2026

München

Wege aus dem Hass

Der amerikanisch-israelische Psychologe Dan Ariely und Guy Katz sprachen im »Prof-Talk« über Antisemitismus aus unterschiedlicher Perspektive

von Esther Martel  31.01.2026