Dresden

»Zay gezunt!«

Blick auf Dresden (September 2020) Foto: dpa

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen halten die Veranstalter der Jüdischen Woche Dresden an ihren Planungen fest. »Wir machen, was wir können«, sagte Festivalleiterin Avery Gosfield, die die Kulturwoche erstmals verantwortet, am Dienstag in Dresden.

Für die Veranstaltungen sind ab dem 1. November jeweils maximal 100 Teilnehmer zugelassen. Sollte es weitere einschränkende Maßnahmen geben, würden Veranstaltungen verschoben oder in den digitalen Raum verlegt, sagte Gosfield. Ob aus Berlin und Prag eingeladene Künstlerinnen und Künstler anreisen können, sei noch offen.

HUMOR Auch das Motto der Jüdischen Woche wurde den Angaben zufolge an das Pandemiegeschehen angepasst: Es lautet »Zay gezunt!« – »denn was bleibt uns in Zeiten einer Pandemie anderes übrig, als der herzenswarme Wunsch nach Gesundheit und ein bisschen fatalistischer Humor, der das Unerträgliche erträglicher macht?«, erklärten die Veranstalter.

Besuchern solle eine jüdische Welt gezeigt werden, »die humorvoll nachdenklich, kritisch, unterhaltend, aber eben auch und vor allem hoffnungsvoll ist«, hieß es weiter.

KONZERT Das Eröffnungskonzert mit Daniel Kahn und Christian Dawid ist den Angaben nach am Sonntagabend im Dresdner Zentralwerk geplant. In den Folgetagen stehen neben weiteren Konzerten unter anderem Lesungen, Theaterstücke, Stadtführungen und Filmvorführungen auf dem Programm.

Am Abend des 7. November soll im Zentralwerk ein Jüdisch-Arabischer Ball gefeiert werden – »ein Highlight«, wie Gosfield sagte. Zum Abschluss des Festivals ist tags darauf im Haus des Buches ein »Mischpoke-Tag« für die ganze Familie geplant. epd

Baustelle der Jüdischen Akademie an einer Straße in Frankfurt am Main

Ort jüdischen Denkens

Jüdische Akademie öffnet in Frankfurt

Es soll ein Ort des Diskurses und der Begegnung sein: In Frankfurt wird die Jüdische Akademie feierlich eröffnet

 01.11.2026

Universität

Angst auf dem Campus

Eine Studie zeigt, wie stark jüdische Studierende unter Antisemitismus leiden – und welche Folgen das für ihre psychische Gesundheit hat

von Alicia Rust  01.11.2026

Porträt der Woche

Reihe 9, außen

Diana Sims-Silbermann spielt Cello und ist Theaterärztin. Sie hat immer denselben Platz

von Claudia Irle-Utsch  01.11.2026

Gesellschaft

Die Welt retten? Fangen wir klein an

Am 22. November findet der Mitzvah Day statt. Unter dem Motto »Gemeinsam. Füreinander« engagieren sich Gemeinden, Schulen und Gruppen für soziale Projekte. Die Anmeldungen laufen

von Katrin Richter  01.11.2026

Wettbewerb

Mehr als ein Bibelquiz

Erstmals wurde der »Chidon Hatanach« in der bayerischen Hauptstadt auf lokaler Ebene ausgetragen

von Luis Gruhler  01.11.2026

Eröffnung

Museum Zwangsarbeit zeigt Ausstellung zu »unerwünschten Kindern«

Beziehungen zwischen Deutschen und Zwangsarbeitern im NS-Regime waren verboten. Trotzdem gab es diese Kontakte ebenso wie Kinder aus diesen Beziehungen. Eine Ausstellung in Weimar widmet sich den Geschichten der betroffenen Eltern und Kindern

 30.10.2026

Frankfurt

Eine Akademie für Deutschland

Am Montag wird die Jüdische Akademie feierlich eröffnet. Sie soll innerjüdische Debatten fördern und jüdische Perspektiven stärker in die Gesellschaft einbringen

von Josef Schuster  30.10.2026

Berlin

Wundersame Rückkehr

Eine Delegation des Temple Chai aus Phoenix, Arizona, brachte einen Wimpel und eine Parochet, die 88 Jahre verschollen waren, zurück in die Synagoge Oranienburger Straße

von Alicia Rust  29.10.2026

Frankfurt am Main

L’Chaim! Auf das Leben

Die Gala »WIZO Night for Children« brachte mehr als 560 Patenschaften

von Eugen El  29.10.2026