Konzert

»Wow, so viele talentierte Menschen!«

Mit Gitarre, aber ohne Red-Bull-Dose: Gil Ofarim Foto: imago

Ob er seine roten Turnschuhe zur Jewrovision nach Karlsruhe mitnehmen wird, weiß er noch nicht. Aber die Songs, die er beim Special Act performen wird, stehen bereits fest: Der Sänger, Schauspieler und das Teenie-Idol Gil Ofarim wird die Zeit zwischen den Auftritten der Kids und dem endgültigen Urteil der Jury überbrücken.

Für ihn ist jeder Auftritt ein Teil seines Weges, meint Gil: »Es gibt keine schlechten oder gute. Von vermeintlich schlechten Auftritten lernt man ja auch.« Der Sänger erinnert sich immer noch an das Konzert, das er während einer Bundestagswahl gegeben hat, die die SPD mit dem Kanzlerkandidaten Gerhard Schröder gewann.

Konzert Zum Konzert kamen kaum Fans: »Wahrscheinlich wollten die Väter ihre Töchter nicht zum Konzert bringen, sondern lieber die Wahl im Fernsehen verfolgen«, meint der 34-Jährige. An so einem Tag sollte man lieber keine Konzerte geben, hat Gil Ofarim daraus gelernt.

Vor den Auftritten empfindet er immer ein Grundkribbeln, »wie Schmetterlinge im Bauch«. Das ist für ihn wichtig, diesen Adrenalinschub braucht er. Das müsse man als Künstler akzeptieren, die Red-Bull-Dose könne man allerdings weglassen, sagt Gil.

Sein Tipp an die Kids: »Singt und tanzt mit ganzem Herzen. Nehmt die Juroren nicht zu ernst und zieht euren Stiefel durch.« Sie seien auch nur Menschen, die keineswegs besser sind als andere – nur eben schon länger dabei. Als der Vater von zwei kleinen Kindern das erste Mal Juror bei der Jewrovision war, war der Sänger »geplättet« von dem, was da aufgeführt wurde. Beim Betrachten der Musikvideos dachte Gil, so erinnert er sich, nur: »Wow: – so viele talentierte Menschen!

Chemnitz

Gestohlener Davidstern sichergestellt

Unbekannte hatten laut Polizei in der Dauerausstellung des Lern- und Gedenkortes eine Schautafel beschädigt und den Davidstern mitgenommen

 28.09.2026

Archäologie

Hoffnung auf Latrinen - Grabung legt mittelalterliche Keller frei

Die Funde auf dem Areal der zweiten Jüdischen Gemeinde informieren über das Leben im mittelalterliche Erfurt. Zugleich geben sie Einblicke in die Stadtplanung des 13. Jahrhunderts

von Matthias Thüsing  28.09.2026

Düsseldorf

Attacke auf Juden wird Thema im Landtag NRW

Nach dem antisemitischen Angriff auf einen Juden am vergangenen Dienstag sucht die Polizei weiter nach den Tätern. Nun soll Innenminister Reul (CDU) im Innenausschuss Auskunft geben

 28.09.2026

Architektur

Von Brandenburg nach Haifa

In Finow wird ein historisches Kupfer-Haus restauriert. Einst von Walter Gropius modernisiert, zogen die mobilen, industriell gefertigten Bauten mit ihren Eigentümern bis nach Palästina

von Mark Feldon  27.09.2026

Literatur

Wenn Fiktion zur Geschichtsschreibung wird

Der israelische Bestsellerautor Dror Mishani stellte im Gespräch mit Richard C. Schneider seinen neuen Roman »Nicht« vor

von Nora Niemann  27.09.2026

München

»Ihr Licht ist nicht verloschen«

Die Frauen-Mikwe der Gemeinde trägt seit Kurzem den Namen von Rebbetzin Shoshana Brodman

von Luis Gruhler  27.09.2026

Meinung

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

Engagement

Erstklassig, Digga!

Der Fußballverein Hannover 96 ist nun beim Projekt »Shalom, Digga« in Niedersachsen mit dabei

von Katrin Richter  24.09.2026

Kommentar

Sprecht mit uns. Nehmt uns ernst

Herr Ramelow, die jüdische Gemeinschaft, die vor Judenhass warnt, ist nicht das Problem. Antisemitismus ist das Problem - insbesondere in Ihrer Partei

von Avitall Gerstetter  24.09.2026