Berlin

»Wir dürfen nicht vergessen«

Am Sonntag reinigten Freiwillige die Stolpersteine rund um den Olivaer Platz. Foto: Christine Schmitt

Am vergangenen Wochenende lud die Berliner SPD anlässlich des 8. Mai zum Stolpersteinputzen ein. Etwa 50 Parteimitglieder und Interessierte kamen, um die Steine rund um den Olivaer Platz in Charlottenburg-Wilmersdorf zu säubern, unter ihnen auch Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler und Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann. Aufgerufen zu der Aktion hatte Franziska Becker, Fraktionsmitglied des Berliner Abgeordnetenhauses.

mahnung »71 Jahre nach Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wollen wir der Opfer der Nazidiktatur, des Holocaust und der Euthanasie gedenken«, sagte sie. »Die Namen der Opfer sollen uns Mahnung sein, deshalb befreien die Berliner Sozialdemokraten die Messing-Steine heute vom Schmutz.«

Karin Gentz-Krüger ist seit der ersten Putzaktion vor mehr als fünf Jahren dabei. »Ich finde diese Aktion wichtig«, sagt sie. Erst bearbeitet sie den Stein mit einem speziellen Reiniger, anschließend mit Zitronenwasser, bis er wieder glänzt. Sie mache gerne mit, meint auch Clara Linnekugel, die zusammen mit ihrem Vater Matthias die Steine putzt. »Geschichte kann man nicht ändern, aber man soll sie auch nicht vergessen, deshalb bin ich heute dabei«, sagt die 15-jährige Gymnasiastin. Nach dem Putzen wurden Rosen auf die Steine gelegt.

Programm

Kleine Großstadtdektive, ein musikalischer Golem und Gespräche: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 5. bis zum 12. März

 03.03.2026

Berlin

Zentralrat der Juden: Das Ende des Mullah-Regimes liegt in unserem nationalen Interesse

Zentralratspräsident Josef Schuster sieht in den militärischen Angriffen der USA und Israels auf den Iran die Chance, das Mullah-Regime endlich zu beenden

von Jürgen Prause  02.03.2026

WIZO

Venedig am Neckar

Purim, Frauentag und gutes tun: der erste Maskenball in Stuttgart

von Brigitte Jähningen, Helmut Kuhn  02.03.2026

Zwiespalt

Purim-Fest in Deutschland unter dem Eindruck des Iran-Krieges

Feiern oder nicht? Purim ist ein fröhliches und ausgelassenes Fest. Gemeinden in Deutschland gehen mit Blick auf Nahost damit unterschiedlich um - zuweilen werden auch Feiern abgesagt

von Leticia Witte  02.03.2026

Verhandlung

Berufungsprozess nach antisemitischem Angriff

In Berlin beginnt am Donnerstag die Berufungsverhandlung nach dem antisemitischen Angriff auf den jüdischen Studenten Lahav Shapira

 02.03.2026

Köln

Jüdischer Karnevalsverein nimmt gestrandete Israelis auf

Nach dem Ausbruch des Iran-Krieges wussten sie nicht mehr, wie sie zurück nach Israel kommen sollten - Flüge wurden gestrichen. Nun beherbergen Kölner Karnevalisten fünf Israelis. Erst einmal auf unabsehbare Zeit

 02.03.2026

Jugendkongress 2026

Sollten Juden heute für Deutschland kämpfen?

Lange galt die Frage nach einer Wehrpflicht als abgehakt. Doch seit der Reform des Wehrdienstgesetzes wird sie auch unter jungen Jüdinnen und Juden wieder kontrovers diskutiert – so auch an diesem Wochenende beim Jugendkongress

von Mascha Malburg  02.03.2026

Jugendkongress 2026

»Wir wurden hier aufgefangen«

Ronja Nayeri war als Sprecherin des iranischen Jugendverbandes »Ayande« auf dem Jüdischen Jugendkongress, als Israel den Iran angriff. Ein Gespräch über ein Wochenende zwischen Sorgen, Freude und Solidarität

von Mascha Malburg  02.03.2026

Porträt der Woche

»Es ist schön, jüdisch zu sein«

Julia Markhovski wuchs zweisprachig auf und fand ihre Identität

von Eugen El  01.03.2026