Karneval

Wichtige Auszeichnung für bundesweit einzigen jüdischen Karnevalsverein

Die Kölsche Kippa Köpp in Aktion (Archiv) Foto: Patric Fouad

Der bundesweit einzigartige jüdische Karnevalsverein »Kölsche Kippa Köpp« hat den Rheinlandtaler in der Kategorie »Kultur« erhalten. Die Auszeichnung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) bekam die 2017 gegründete Gesellschaft für ihr Engagement für mehr jüdische Sichtbarkeit, wie der LVR am Montag in Köln mitteilte.

»Die Kölsche Kippa Köpp zeigen das, was den Kölner Karneval so einzigartig macht: Jede Jeck ist anders, jede Jeck ist willkommen«, sagte die Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, Anne Henk-Hollstein. Der Verein setze sich unermüdlich gegen Alltagsantisemitismus ein und mache durch seine Aktivitäten deutlich, dass »jüdische Kölner*innen immer Teil des vielfältigen Lebens in der Stadt Köln waren«, so der LVR.

Die »Kölsche Kippa Köpp« gründeten sich vor fünf Jahren in Anlehnung an den ersten jüdischen Karnevalsverein »Kleiner Kölner Klub« von 1922. Mit der Verfolgung der Juden durch das Naziregime hatten die Aktivitäten der Gesellschaft 1933 ein jähes Ende gefunden.

»Kölsche Kippa Köpp« ist nach eigenen Angaben der einzige jüdische Karnevalsverein bundesweit und seit 2022 hospitierende Mitgliedsgesellschaft im Festausschuss des Kölner Karnevals. In dem Verein können auch Nichtjuden mitmachen.

Mit dem Rheinlandtaler ehrt der Landschaftsverband Personen, Organisationen oder Unternehmen, die sich gesellschaftlich oder kulturell besonders für das Rheinland engagieren. Über die Vergabe entscheidet der Kulturausschuss der Landschaftsversammlung Rheinland. kna

Lesen Sie einen ausführlichen Bericht zum Thema in der kommenden Printausgabe der Jüdischen Allgemeinen. 

Wuppertal

Am helllichten Tag

Nach dem Brandanschlag auf die Synagoge geht das Gemeindeleben in der nordrhein-westfälischen Stadt weiter. Aber was bedeutet diese Normalität?

von Helmut Kuhn  01.10.2026

Rostock

Zunehmend sprachlos

Die Gemeinde hatte Schlimmeres befürchtet, doch Sorgen bleiben auch nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern

 01.10.2026

Wiedervereinigung

Zeit der Blüte

Am 3. Oktober 1990 trat die DDR der Bundesrepublik Deutschland bei. Für jüdische Gemeinden in Ost und West war dies ein neuer Anfang, für manche auch die Rettung. Drei Gemeindemitglieder erzählen, wie sie diese Zeit erlebten

von Christine Schmitt  01.10.2026

Deutschland

Holocaust-Überlebende: Regierung der Linkspartei in Berlin wäre eine Katastrophe

»Hier muss die Politik gründlich aufpassen, dass das nicht passiert«, sagt Charlotte Knobloch bei »Maischberger«

 01.10.2026

Wahl

»Der Schock sitzt tief«

Jüdinnen und Juden blicken mit großer Skepsis auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der Linken. Sie fordern klare Zusagen zum Kampf gegen Antisemitismus

von Christine Schmitt  30.09.2026

Rathaus Neukölln

Berlin

Hillel zieht seine Chanukkia aus dem Rathaus Neukölln ab

Der jüdische Bildungsverein will seine Chanukka-Feier künftig an einem »neutralen Ort« abhalten. Für den scheidenden Bürgermeister Martin Hikel ist die Entscheidung ein Schock

 01.10.2026 Aktualisiert

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 8. Oktober

 30.09.2026

Chemnitz

Gestohlener Davidstern sichergestellt

Unbekannte hatten laut Polizei in der Dauerausstellung des Lern- und Gedenkortes eine Schautafel beschädigt und den Davidstern mitgenommen

 28.09.2026

Archäologie

Hoffnung auf Latrinen - Grabung legt mittelalterliche Keller frei

Die Funde auf dem Areal der zweiten Jüdischen Gemeinde informieren über das Leben im mittelalterliche Erfurt. Zugleich geben sie Einblicke in die Stadtplanung des 13. Jahrhunderts

von Matthias Thüsing  28.09.2026