Frankfurt am Main

Wasserspiele am Main

Trotz Regen viel Spaß Foto: Rafael Herlich

Mit dem Schlachtruf »Wir sind ja nicht aus Zucker!« hatte Alexa Brum, Schulleiterin der I. E. Lichtigfeld-Schule in Frankfurt, die wohl kürzeste Makkabiade in der Geschichte der Schule eröffnet. Bereits beim Eintreffen der rund 450 Schüler auf dem Frankfurter Haushügel, dem Lohrberg, nieselte es. Doch da störte das noch niemanden, denn die Schule hatte ein abwechslungsreiches Spaß- und Sportprogramm organisiert, das vom Sprint-Wettkampf über Weit- und Hochsprung bis zum Kartoffellauf, Flossen-Wettrennen und Bullenreiten reichte.

Vom Eingangsstufen-Kind bis zum Neuntklässler nahmen alle teil, es stand ein von den Eltern bestücktes riesiges Büffet bereit, alle Schüler und Helfer bekamen ein von Makkabi Frankfurt gesponsertes T-Shirt und waren voller Tatendrang.

Startschuss Um 9.30 Uhr fiel der Startschuss, jede Klasse wusste, an welcher Wettkampfstation sie zu beginnen hatte und alle legten sofort los. Dass es regnete, war den meisten Kindern und Jugendlichen egal. Viele von ihnen waren sogar empört, als nach eineinhalb Stunden die Entscheidung fiel, die Veranstaltung abzubrechen.

Zu diesem Zeitpunkt gab indes keine andere Wahl mehr: Es goss in Strömen, auf dem Lohrberg gibt es für so viele Menschen keine Möglichkeit, sich unterzustellen, die meisten hatten durchnässte Schuhe, und wer ohne Regenjacke gekommen oder diese sportlich zur Seite gelegt hatte, war bereits nach wenigen Minuten klatschnass. Die Eltern wurden gebeten, ihre Kinder auf dem Freigelände oder an der Schule abzuholen.

Zum Trost gab’s vom Förderverein der Schule für jeden Schüler einen Ball. Und die Gewissheit, dass der Spruch »Nichts ist so schlecht, dass es nicht für irgendwas gut wär« stimmt. Schließlich fand auch der Sicherheitschef der Schule etwas Gutes an dem Platzregen: »Das war eine ungeplante Evakuierungsübung, die super geklappt hat.«

Würdigung

Bayerischer Walk of Fame

Zwei Lebensgeschichten, ein gemeinsames Zeichen: Charlotte Knobloch und Herzog Franz von Bayern werden für ihr Engagement geehrt

von Luis Gruhler  23.10.2026

München

Auf eine Maß mit Lion Feuchtwanger

Ein neu gegründeter Stammtisch erinnert an ein Stück vergessener jüdisch-bayrischer Tradition. Ein Ortstermin

von Leon Stork  22.10.2026

Mode

Sieben Jahre Prada

Diane Bouccara erlebte als Managerin die Welt der Haute Couture bis zur Selbstaufgabe – ehe sie durch ihre Teschuwa zum orthodoxen Judentum fand

von Alicia Rust  22.10.2026

Fotografie

Nordisch by Nature

Der Fotograf Kay Michalak hat für sein neues Buch Jüdinnen und Juden aus norddeutschen Gemeinden porträtiert. Es sind Momente der Begegnung, die die Vielstimmigkeit des jüdischen Lebens zeigen

 21.10.2026

Frankfurt

Auf dem Schuk

Der neue Laden will mehr sein als ein koscherer Supermarkt: ein Ort zum Einkaufen, Plaudern und Ankommen – für die jüdische Gemeinde und das ganze Viertel

von Mascha Malburg  21.10.2026

Programm

BALAGAN, KUKURÍKU und Jazzy Diaspora: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 22. Oktober bis zum 28. Oktober

 21.10.2026

Engagement

Einsatz für jüdisches Leben und Verständigung: Grigory Rabinovich mit Verdienstorden der Bundesrepublik geehrt

 21.10.2026

Würzburg

Zentralratspräsident Josef Schuster kandidiert erneut

Der Würzburger Internist will auf der Ratsversammlung des Zentralrats der Juden am 29. November für weitere vier Jahre antreten

 22.10.2026 Aktualisiert

Speyer

Nach Drohbrief: Kirchen solidarisch mit Jüdischer Gemeinde

Die beiden großen christlichen Kirchen haben Drohungen gegen die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz in Speyer verurteilt. Die Bedrohung jüdischen Lebens sei nicht hinnehmbar

 20.10.2026