Erfurt

Von Erfurt nach Haifa

Die Festspiele eröffnen mit der Ausstellung »Erfurt/Haifa. Architekturen der Moderne im Dialog«, eine Reminiszenz an die langjährige Partnerschaft der beiden Städte. Foto: dpa

Bis zum offiziellen Beginn der vierten Achava-Festspiele in Thüringen dauert es noch acht Wochen. Doch schon jetzt gibt das jüdische Festival in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Erfurt mit der Ausstellung Elena Kaufmann. Ein Jahr mit dem Stern einen Vorgeschmack auf sein Programm.

Die Schau porträtiert ab Samstag bis zum Schluss des Festivals am 30. September die Jüdische Gemeinde Thüringens, wie die Veranstalter am Donnerstag in Erfurt mitteilten. Seit 2012 lebt und arbeitet die in St. Petersburg aufgewachsene Fotografin Elena Kaufmann in Erfurt. Hier hat sie über einen längeren Zeitraum Gemeindemitglieder zwischen Synagoge und Alltag fotografiert.

musik Offiziell eröffnet werden die Achava-Festspiele am 20. September mit der Ausstellung Erfurt/Haifa. Architekturen der Moderne im Dialog, als Reminiszenz an die langjährige Städtepartnerschaft zwischen Erfurt und Haifa sowie als Wegweiser in das Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019.

Das Eröffnungskonzert des »New Achava Orchestra« vereint anschließend die Klänge ungarischer Sinti- und Roma-Musik, die Melodien des Klezmer sowie israelischen Jazz. Gemeinsam mit der Jazzmeile Thüringen werden die Festspiele renommierte Jazzmusiker präsentieren, unter anderem das israelische Trio Shalosh.

Zudem werden Workshops angeboten. Am 23. September soll mit dem Achava-Straßenfest auf der Krämerbrücke und um die Brücke herum eine neue Tradition begründet werden. Das Programm besteht insgesamt aus rund 30 Konzerten, Vorträgen und Workshops.

Begegnungen Bei einem Schülerforum im Thüringer Landtag am 24. September werden sich Gesprächspartner den Fragen von Kindern und Jugendlichen stellen, beispielsweise zum Thema »70 Jahre Israel«, wie die Veranstalter weiter ankündigten.

Zudem werde die Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal erläutern, »warum wir unsere Demokratie verteidigen müssen«. Als deutsche Jesidin hat die Filmemacherin und Journalistin 2014 den Genozid an ihrem Volk im Nordirak mitangesehen. Gerade deswegen sorgt sie sich angesichts des wachsenden Zuspruchs, den extremistische Strömungen in Deutschland erfahren, um die Demokratie.

Das Abschlusskonzert am 30. September gestaltet das deutsch-israelische Künstlerehepaar Andreas Scholl und Tamar Halperin. Der Countertenor Scholl und die Pianistin Halperin haben dafür ein sehr persönliches Programm deutsch-israelischer Familienlieder zusammengestellt. Mit dabei sind auch andere bekannte Namen wie die Schauspieler Jasmin Tabatabai und Thomas Thieme. epd/ja

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