Topographie des Terrors

Volles Programm

Die Topographie des Terrors zählte im vergangenen Jahr rund 1,3 Millionen Besucher. Foto: Bildwerk/Stiftung Topographie des Terrors

Das Dokumentationszentrum »Topographie des Terrors« plant in diesem Jahr sechs Ausstellungen. Schwerpunkte sind dabei neben den Novemberpogromen im Jahr 1938 unter anderem der Volksgerichtshof und der ehemalige Flughafen Tempelhof, wie Stiftungsdirektor Andreas Nachama am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Die Topographie des Terrors zählte im vergangenen Jahr rund 1,3 Millionen Besucher. Damit verzeichneten die Ausstellungshalle und die Freiluftausstellung auf dem Gelände des ehemaligen Gestapo-Hauptquartiers zum sechsten Mal in Folge mehr als eine Million Gäste im Jahr. Auf dem Gelände waren zwischen 1933 und 1945 mit dem Geheimen Staatspolizeiamt, der Reichsführung-SS und dem Reichssicherheitshauptamt die wichtigsten Institutionen des nationalsozialistischen Terrorapparates von SS und Polizei untergebracht.

pogromnacht Zum 80. Jahrestag der Pogromnacht von 1938 zeigt die Gedenkstätte ab dem 6. November eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Sie werde neue Aspekte aufzeigen, hieß es. Im Mittelpunkt stünden sechs bislang kaum bekannte Bildserien. Die Ausstellung, deren Titel bislang noch nicht feststeht, soll bis zum 17. März 2019 zu sehen sein.

Der Weg in den Abgrund – Das Jahr 1938 heißt eine Ausstellung, die am 6. März im Foyer des Dokumentationszentrums eröffnet wird. Es handelt sich den Angaben zufolge um eine Schau der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum, die durch die beteiligten Einrichtungen wandern soll.

Unter dem Titel Der Volksgerichtshof 1934-1945 – Terror durch »Recht« wird ab dem 24. April in der Topographie eine Ausstellung präsentiert. Sie werde deutlich machen, wie sich das Gericht, das zu Beginn durchaus noch an geltendem Recht orientiert gewesen sei, im Laufe der Jahre zu einem Terrorgericht entwickelt habe, hieß es.

diktatur Ab voraussichtlich Mitte April zeigt die Gedenkstätte im sogenannten Ausstellungsgraben die Open-Air-Ausstellung Berlin 1933. Der Weg in die Diktatur. Die bislang dort zu sehende Schau Berlin 1933-1945. Zwischen Propaganda und Terror werde dann im laufenden Jahr eingelagert.

Anfang September soll im Rahmen des europäischen Kulturerbe-Jahr »Sharing Heritage« im ehemaligen Flughafengebäude von Tempelhof eine Ausstellung zur Geschichte des ehemaligen Flughafens gezeigt werden. Dazu gehöre auch ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm und der Aufbau eines Bildungsprogramms. epd

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