München

Volkstrauertag, Literatur, Kulturtage

Robert Schindel Foto: imago stock&people

München

Volkstrauertag, Literatur, Kulturtage

Meldungen aus der IKG

 11.11.2021 15:03 Uhr

Volkstrauertag

Am Sonntag, 14. November, 13 Uhr, findet auf dem Neuen Israelitischen Friedhof an der Garchinger Straße eine öffentliche Kranzniederlegung mit militärischem Zeremoniell statt. Sie ist dem Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen jüdischen Soldaten aus München und Umgebung gewidmet. Teilnahme unter Berücksichtigung der geltenden 3G-Regeln. ikg

Maria Luiko

Eine Ausstellung im Kulturzentrum »Trafo« in der Nymphenburger Straße 171 a ist der jüdischen Künstlerin Maria Luiko gewidmet. Anlass für die Schau, die von dem Aktionskünstler Wolfram P. Kastner entwickelt und umgesetzt wurde, ist die Umbenennung der Hilblestraße. Sie war 1956 nach dem früheren Leiter des städtischen Wohlfahrtsamtes Friedrich Hilble benannt worden, der sich als Nazi dafür eingesetzt hatte, Erwerbslose, Obdachlose und Fürsorgeempfänger im KZ Dachau zu inhaftieren. Maria Luiko wurde am 25. November 1941 zusammen mit ihrer Mutter, ihrer Schwester und 994 anderen Münchner Juden nach Kaunas deportiert und ermordet. Die Ausstellung ist bis zum 25. November zu sehen. ikg

Literatur

Robert Schindel, 1944 geboren, ist eine der wichtigsten Stimmen österreichischer Literatur und demaskiert in seinem Werk – Romane, Lyrik, Essays – immer wieder Österreichs Umgang mit der Vergangenheit. Am Donnerstag, 11. November, 19 Uhr, liest Schindel aus Veröffentlichtem und noch Unveröffentlichtem und diskutiert mit Dorothee Lossin über die »Möglichkeiten einer literarischen Sprache jenseits des kollektiven Gedächtnistheaters«. Die Veranstaltung läuft im Rahmen des Themenschwerpunkts »Erinnerung für die Zukunft – Jüdisches Leben in Deutschland« im Einstein 28, Einsteinstraße 28 (am Max-Weber-Platz) im Hybridformat. In jedem Fall ist eine Anmeldung erforderlich (www.mvhs.de oder 089/48006-6239). ikg

Bibel

Die Bibel dient Judentum wie Christentum als zentrale gemeinsame Quelle. Inwieweit gilt das aber wirklich? Haben jüdischer Tanach und christliches Altes Testament doch unterschiedliche Gliederungslogiken und damit verschiedene Auslegungswege. Darüber diskutieren am Sonntag, 14. November, ab 10 Uhr der jüdische Religionsgelehrte Daniel Krochmalnik (Potsdam) und der Neutestamentler Wolfgang Kraus (Saarbrücken). Eine Voranmeldung für die Veranstaltung im Einstein 28, Einsteinstraße 28, ist notwendig unter www.mvhs.de oder telefonisch unter 089/48006-6239. Teilnahme ist nur für Geimpfte oder Genesene möglich. ikg

Kulturtage

Am Sonntag, den 14. November, starten um 20 Uhr die 35. Jüdischen Kulturtage der »Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition« im Online-Format (www.juedischekulturtage-live.de). Neben Ministerpräsident Markus Söder und Oberbürgermeister Dieter Reiter nehmen zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Kultur an der virtuellen Eröffnung teil. Die Veranstaltungsreihe dauert bis zum 8. Dezember und soll den Worten der Vorsitzenden Judith Epstein zufolge ein Zeichen für ein offenes Miteinander, Solidarität und Toleranz setzen. ikg

Katalonien

Am Donnerstag, 18. November, 19 Uhr, hält Micha Perry (Universität Haifa) online den Vortrag »11th Century Jew­ish Land-Surveyors in Catalonia and the Transmission of Arab Knowledge to Europe«. Für diese Veranstaltung des Lehrstuhls für Mittelalterliche Jüdische Geschichte ist eine Anmeldung erforderlich unter juedische.geschichte@lrz.uni-muenchen.de oder unter 089/2180 5570. ikg

Frankfurt

Ein Abend – trotz allem

Im Philanthropin sprachen die Schoa-Überlebende Eva Szepesi und Ella Shani, eine Überlebende des 7. Oktober, über Zeitzeugen, Schüler und Erinnerungen

von Raquel Erdtmann  12.02.2026

Karneval

Ganz schön jeck

Die Düsseldorfer Gemeinde lud zum traditionellen Prinzenpaarempfang. Sie will damit ein Zeichen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen

von Jan Popp-Sewing  12.02.2026

Erfurt

Jüdische Kulturtage mit mehr Sichtbarkeit in Israel

Dank eines gewachsenen Netzwerks erwarten die Organisatoren von Thüringens größtem jüdischen Festival zahlreiche Künstler aus Israel

 12.02.2026

Kultur

Ensemble, Schmäh und Chalamet: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 12. Februar bis zum 18. Februar

 11.02.2026

Erinnerung

Verantwortung lebt weiter

In Dachau fand kurz vor dem Internationalen Holocaust-Gedenktag erstmals ein »March of the Living« statt

von Esther Martel  09.02.2026

Lerntool

Timothée Chalamet, Batmizwa und eine Davidstern-Kette

»Sich be-kennen«: Der Zentralrat der Juden bietet einen interaktiven Onlinekurs über die Vielfalt des Judentums für Schulen und interessierte Gruppen an

von Helmut Kuhn  09.02.2026

Berlin-Neukölln

Kritik am Kandidaten

Ahmed Abed sorgte jüngst für einen Eklat, als er einen israelischen Gast als »Völkermörder« beschimpfte. Doch bei der Linkspartei steht der Politiker mit palästinensischen Wurzeln hoch im Kurs

von Imanuel Marcus  09.02.2026

Restitution

Uni Frankfurt übergibt erstmals NS-Raubgut an Jüdische Gemeinde

Seit gut fünf Jahren durchforstet die Universitätsbibliothek in Frankfurt ihre Bestände systematisch nach Raubgut aus der NS-Zeit. Das Projekt trägt nun Früchte - und ist noch lange nicht abgeschlossen

 09.02.2026

Berlin

Lesen, Lernen, Spaß

Der Saftblatt-Baum stand im Mittelpunkt der Erzählstunde des Projekts PJ Library

von Naomi Gronenberg  08.02.2026