Studie

Übergriffe auf jüdische Friedhöfe werden untersucht

In Chemnitz haben Unbekannte auf dem Jüdischen Friedhof im Kindergräberfeld mehrere Grabsteine umgestürzt. (Archiv) Foto: imago images/HärtelPRESS

Ein Forschungsprojekt zum Antisemitismus soll das Ausmaß und die Hintergründe von Übergriffen auf jüdische Friedhöfe in Deutschland offenlegen. Bundesweit werden dafür die Schäden und die materiellen wie immateriellen Folgen erfasst, wie Niedersachsens Antisemitismusbeauftragter Franz Rainer Enste am Donnerstag mitteilte.

An dem Projekt »Net Olam« beteiligt sind das Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen, das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege sowie die Bet Tfila - Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa der Technischen Universität Braunschweig.

»Friedhöfe sollten grundsätzlich mit Achtsamkeit und Respekt besucht werden - vor allem jüdische Friedhöfe, deren Bewahrung vor dem Hintergrund der dunklen deutschen Geschichte eine immanent wichtige Rolle der Erinnerungskultur einnimmt«, sagte Enste. Er zeigte sich zuversichtlich, dass das Projekt den Schutz der rund 2400 jüdischen Friedhöfe in Deutschland verbessern werde. dpa

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 30. April bis zum 7. Mai

 29.04.2026

Düsseldorf

Zwei Familien, eine Freundschaft

Die Rubinsteins und die Spiegels erlebten wichtige Momente gemeinsam. Erinnerungen an einen Freund

von Herbert Rubinstein  29.04.2026

Erinnern

»Paul, du fehlst«

Vor 20 Jahren am 30. April starb Paul Spiegel. Als Zentralratspräsident hat er das Land geprägt und sich für Verständigung eingesetzt. Wie würde er auf das Heute blicken? Gedanken von Gisèle Spiegel

von Gisèle Spiegel  29.04.2026

Jubiläum

»Wir richten den Blick nach vorn«

Toby Axelrod über 20 Jahre Limmud Deutschland, Herausforderungen und eine ganz besondere Aktion

von Christine Schmitt  28.04.2026

Militär

Für Deutschland kämpfen?

Nach der Schoa war es für Juden unvorstellbar, wieder in einer deutschen Armee zu dienen. Doch wie blickt die jüdische Gemeinschaft heute auf die Bundeswehr?

von Joshua Schultheis  28.04.2026

Gedenken

17 neue Stolpersteine für Magdeburg

Seit dem Jahr 2007 wurden in Magdeburg mehr als 860 Stolpersteine für Opfer der Verfolgungen in der Zeit des Nationalsozialismus verlegt. Am 4. Mai kommen weitere 17 Steine an den Wohnorten von jüdischen Mitbewohnern hinzu

 28.04.2026

Berlin

Festakt zur Umbenennung in Margot-Friedländer-Platz

Der Vorplatz des Berliner Abgeordnetenhauses wird zum 7. Mai umbenannt

 28.04.2026

Berlin

»Ich will mich nicht verstecken«

Ron Dekel wurde angepöbelt, weil er eine Kippa trug. Ein Video davon ging viral, er wurde im Netz beleidigt, man lauerte ihm vor der Synagoge auf. Hier spricht der Präsident der Studierendenunion darüber, was ihm passiert, seitdem er sich sichtbar als Jude zeigt

von Mascha Malburg  27.04.2026

Anschlag

Hakenkreuz an Synagoge in Cottbus

Innerhalb weniger Tage ist die Cottbuser Synagoge zweimal von Unbekannten beschmiert worden. In der Nacht zum Montag wurde an der Fassade ein Hakenkreuz entdeckt. Zeitgleich wurde ein alternatives Wohnprojekt mit einer Rauchbombe attackiert

 27.04.2026