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»Traditionsreiches Highlight«

Dietmar Woidke bei der Eröffnung des 27. Jüdischen Filmfestivals Berlin & Brandenburg Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress

Das 27. Jüdische Filmfestival Berlin-Brandenburg ist am Donnerstagabend in Potsdam eröffnet worden. Ministerpräsident und Schirmherr Dietmar Woidke (SPD) wünschte in seiner Ansprache im Potsdamer Hans-Otto-Theater dem Festival besonders vor dem Hintergrund der zurückliegenden schwierigen Zeit für das Kino einen erfolgreichen Verlauf und viele Gäste. Für ihn sei das Festival ein »traditionsreiches Highlight, auf das wir uns jedes Jahr aufs Neue freuen«.

Im vergangenen Jahr konnten die Filmtage coronabedingt nur online stattfinden. In diesem Jahr werden bis zum 22. August an 13 Spielorten 46 Filme unter anderem aus Israel, Deutschland und den USA gezeigt. Eröffnet wurde das Festival mit Emma Seligmans Filmkomödie Shiva Baby.

vielfalt Das Festival vermittle die »Vielfalt und Farbigkeit des jüdischen Lebens«, erklärte Woidke am Donnerstagabend. 2021 sei ein ganz besonderes Festivaljahr, weil es im Zeichen von 1700 Jahren jüdischen Lebens in Deutschland und von 350 Jahren jüdischen Lebens in Brandenburg stehe, betonte er: »Emanzipation und rechtliche Gleichstellung, gepaart mit bedeutsamen Positionen in Wissenschaft und Gesellschaft einerseits, Repressionen, Diskriminierung und Verfolgung andererseits prägten das Leben von Jüdinnen und Juden jahrhundertelang.«

Der Blick zurück zeige, wie sehr sie das Leben in Brandenburg bereichert hätten, »in Wirtschaft und Wissenschaft, in Kultur und Kunst, in nahezu allen Lebensbereichen«.

Durch das Programm ziehen sich nach Angaben der Veranstalter eine ganze Reihe politischer Themen, darunter die Traumata-Verarbeitung, die Schoa und das Verhältnis zwischen Israel und Palästina. Die Programmauswahl zeige, wie aus politischen Umbrüchen persönliche Geschichten und die Biografie prägende Erzählungen werden, hieß es.

Anhand der Filme lasse sich die Geschichte des 20. Jahrhunderts aufarbeiten. Zum Programm gehören auch ein Spielfilm- und ein Dokumentarfilm-Wettbewerb. epd/kna

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