Berlin

Tatverdächtiger festgenommen

Foto: dpa

Ein wegen antisemitischer Beleidigungen und Körperverletzung gesuchter Mann ist von der Polizei in Berlin festgenommen worden. Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen 24-Jährigen, der im Libanon geboren wurde und als Staatenloser in Berlin lebt, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag in Berlin mitteilte.

U-Bahn Der mutmaßliche Täter soll in der Neujahrsnacht in einer U-Bahn mit weiteren Tätern antisemitische Gesänge angestimmt und in der Folge einen 26-jährigen Mann, der das Geschehen mit seinem Handy gefilmt hatte, geschlagen und bespuckt haben (www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/21159).

Am Mittwochnachmittag wurde der Tatverdächtige im Stadtteil Neukölln festgenommen. Der als Intensivtäter bekannte Mann sitzt in Untersuchungshaft. Bei einer Wohnungsdurchsuchung entdeckten die Fahnder Bekleidungsstücke, die bei der Tat getragen wurden. Bislang habe der 24-Jährige die Tat bestritten und lediglich seine Anwesenheit am Tatort eingeräumt. Die Ermittlungen dauern an. epd

Gespräch

Der Stoff, aus dem die Albträume sind

Die Schriftstellerin Zeruya Shalev und ihre Übersetzerin Anne Birkenhauer diskutierten aus aktuellem Anlass über den Roman »Schicksal«

von Helen Richter  12.01.2026

Berlin

Erste Schule wird nach Margot Friedländer benannt

Ein Gymnasium in Berlin-Spandau wird künftig den Namen der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer tragen

 12.01.2026

Soziale Medien

Zeit zum Ausloggen

Australien hat es vorgemacht und ein Gesetz verabschiedet, wonach Jugendliche unter 16 Jahren kein eigenes Konto mehr auf Plattformen wie Instagram oder TikTok haben dürfen. Wir haben uns bei jüdischen Teenagern und Eltern umgehört, wie sie darüber denken

von Katrin Richter, Christine Schmitt  11.01.2026

Initiative

Gedenken im Alltäglichen

Im vergangenen Jahr wurden Erinnerungszeichen für rund 50 von den Nazis ermordete Münchnerinnen und Münchner der Öffentlichkeit übergeben

von Esther Martel  11.01.2026

Porträt der Woche

Frau mit kreativem Gen

Nelli Davydenko ist Pädagogin und tanzt gern zu eigenen Choreografien

von Chris Meyer  11.01.2026

Brandenburg

Potsdam soll jüdische Kita bekommen

Zum jüdischen Leben gehören auch jüdische Schulen und Kitas. Eine Kindertagesstätte wird derzeit in Potsdam geplant

 09.01.2026

Leipzig

Kinder greifen koscheres Café an

Sie bewarfen offenbar Mitarbeiter mit Plastikflaschen, beschimpften sie und versuchten, in den Schankraum einzudringen: Die Polizei ermittelt gegen mehrere Kinder und Jugendliche in Leipzig

 08.01.2026

Trauer

Schöpfer der Todesmarsch-Mahnmale: Hubertus von Pilgrim ist tot

Der Bildhauer Hubertus von Pilgrim ist im Alter von 94 Jahren in Pullach bei München gestorben. Internationale Bekanntheit erlangte er durch sein Mahnmal für die Opfer des Dachauer Todesmarschs vom April 1945

 08.01.2026

Debatte

Schulen legen Namen von Antisemiten und Eugenikerinnen ab

Hedwig Dohm oder Dag Hammarskjöld sind Namen, die Schulen heute gerne tragen. Andere Schulen sind nach Menschen benannt, deren Wirken heute kritischer gesehen wird als in der Vergangenheit

von Pat Christ  08.01.2026