Leipzig

Symbol der Freundschaft

Die Städtepartnerschaft zwischen Herzliya und Leipzig besteht seit 2011. Im Bild: das Sharon-Viertel in Herzliya während einer Straßenfeier Foto: dpa

Leipzig

Symbol der Freundschaft

Die Stadt benennt im Musikerviertel einen Platz nach israelischer Partnerstadt Herzliya

 06.06.2018 12:45 Uhr

Als Hommage an seine israelische Partnerstadt hat Leipzig seit Mittwoch einen Herzliya-Platz. Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Herzliyas stellvertretende Bürgermeisterin Aya Prishkolnik weihten das Rondell am Rande von Clara-Zetkin- und Johannapark offiziell ein.

An der Feier nahmen auch ehemalige jüdische Bürger Leipzigs teil, die auf Einladung der Stadt derzeit zu Gast sind. Jung sagte, mit dem prägnant gestalteten Platz habe Leipzig nun ein sichtbares Zeichen der lebendigen und herzlichen Partnerschaft »mit dieser modernen und dynamischen Stadt in Israel«.

Gestaltung Nach einem Entwurf des Leipziger Städtebau-Professors Ingo Andreas Wolf wurde in der Mitte des Platzes eine Flächenskulptur aus unterschiedlich geschnittenen Hecken aufgebaut. Deren volle Gestaltung werde sich mit dem weiteren Wachstum der Pflanzen entwickeln, deren »dauerhaft notwendige Pflege« als Symbol der Städtepartnerschaft begriffen und gewürdigt werde, teilte die Stadverwaltung mit.

Zudem weist auf dem Platz ein zylindrischer Monolith in drei Sprachen und in Blindenschrift auf die Städtepartnerschaft hin. Auch ein Modell zum Ertasten sei integriert. »Ideell nimmt die Platzgestaltung auch Parallelen der ursprünglichen Gestaltung des Rondells des damaligen König-Albert-Parks vom Beginn des 20. Jahrhunderts auf«, so die Stadtverwaltung.

Der Platz in der Mitte des Kreisverkehrs im Leipziger Musikviertel ist bereits seit 2015 nach der Stadt an der israelischen Mittelmeerküste nahe Tel Aviv benannt. Die Städtepartnerschaft besteht seit 2011. Für die Gestaltung des Rondells standen 50.000 Euro zur Verfügung. epd

Dokumentation

»Seit zweieinhalb Jahren bebt die Erde«

In Erfurt sprach der Zentralratspräsident über den Status quo Jüdischen Lebens in der Bundesrepublik. Dabei ging Schuster auch auf das Programm »Demokratie leben« und die Kritik an Familienministerin Karin Prien ein

 25.03.2026

Programm

Ferienprogramm, Retrospektive und ein Rache-Musical: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 26. März bis zum 2. April

 25.03.2026

Turnier

Fliegende Kippot

Die Halle war voll, der Spaß groß: Zum ersten Mal trafen zwölf jüdische Teams beim Berlin Jewish Football Cup in Spandau aufeinander

von Pascal Beck  24.03.2026

Sachsen

Rund 1000 Veranstaltungen zum »Jahr der jüdischen Kultur«

Unter dem Titel »Tacheles« steht in Sachsen 2026 das jüdische Leben im Mittelpunkt. Zahlreiche Akteure beteiligten sich. Das Programm wächst noch immer

von Katharina Rögner  24.03.2026

Rothenburg

Unter dem Pflaster

Als im vergangenen Sommer bei Grabungsarbeiten die Fundamente einer Synagoge entdeckt wurden, war das eine Sensation. Messungen zeigen nun: Sie war eine der großen

von Marc Peschke  23.03.2026

Kulturprogramm

Von Spezialitäten und Zumutungen

Der Schriftsteller Dmitrij Kapitelman las im Jüdischen Gemeindezentrum aus seinem jüngsten Buch

von Nora Niemann  23.03.2026

Neukölln

Rechts und links der Sonnenallee

Ein Stadtspaziergang führt auf jüdischen Spuren durch den ehemaligen Arbeiterbezirk

von Pascal Beck  23.03.2026

Gedenken

Zwei Buchenwald-Verbände gegen Auftritt von Wolfram Weimer

In der Gedenkstätte Buchenwald wird am 12. April an die Befreiung des Konzentrationslagers erinnert. Geplant ist ein Grußwort von Kulturstaatsminister Weimer. Zwei Verbände haben damit ein Problem

 23.03.2026

Schule

Vernetzt für die Zukunft jüdischer Bildung

Direktoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz treffen sich in München zum Austausch

von Esther Martel  22.03.2026