Berlin

Sonne, Hummus, Luftballons

Blau-weißer-Tanz Foto: Gregor Zielke

Am Sonntag hat die Jüdische Gemeinde zu Berlin den israelischen Unabhägigkeitstag gefeiert. Der Hof vor dem Gemeindezentrum war in blau-weiß gehüllt. Luftballons mit der Aufschrift »Schalom« verzierten die Kinderwagen, die zwischen den Sitzbänken und Tischen standen. Hummus, Falafel und selbst gemachte Limonade, gefolgt von frischem Kuchen und Bergen von Wassermelonen sorgten dafür, dass sich die Besucher fast wie in Israel fühlten. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Gideon Joffe, sagte in seiner Begrüßungsrede: »Israel ist das glücklichste Land der Welt.«

Hava Nagila Bis zum Vortrag des Zeitzeugen Noah Klieger versüßte DJ Lev die Stimmung: »Vor allem Klassiker bringen die Leute in Stimmung. Lieder über Israel, auf Hebräisch oder Jiddisch ist eigentlich egal, Hauptsache, es erinnert an Heimat.« Und schon ertönte der Klassiker unter den Klassikern – Hava Nagila. Passend dazu wurde getanzt, in blau-weißen Kleidern drehten sich die Tänzerinnen über die Tanzfläche. Auf der anderen Seite des Hofes verwandelten sich Kinder beim Schminken in Schmetterlinge und Spiderman. Die Älteren der Gemeinde saßen gemütlich auf den Bänken in der Sonne, das Treiben um sie herum schien an ihnen abzuprallen – sie genossen den Tag. ja/jn

Lesen Sie mehr in der Printausgabe am Donnerstag.

Schule

Vernetzt für die Zukunft jüdischer Bildung

Direktoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz treffen sich in München zum Austausch

von Esther Martel  22.03.2026

Porträt der Woche

Sprache als Zuhause

Michal Zamir betreibt eine hebräische Privatbibliothek und einen literarischen Salon

von Alicia Rust  22.03.2026

Flora

Sehnsucht nach Kirschblüten

Neben einigen Synagogen gibt es Gärten, um die sich Gemeindemitglieder kümmern. Sie ernten Äpfel, grillen oder feiern im Grünen. Ein Streifzug zum Frühlingsanfang

von Christine Schmitt  21.03.2026

Geburtstag

Holocaust-Überlebender Abba Naor wird 98

Der Zeitzeuge, dessen Mutter und Bruder in Auschwitz ermordet wurden, kämpfte in Israels Unabhängigkeitskrieg und war später Mossad-Agent

 20.03.2026

Eröffnung

Ausstellung in Osnabrück beleuchtet Antisemitismus

2026 jährt sich das Ende der ersten jüdischen Gemeinde in Osnabrück zum 600. Mal. Mit einer Ausstellung erinnert das Museumsquartier an diese frühe Phase jüdischer Geschichte. Auch die Wurzeln des Antisemitismus werden sichtbar

 19.03.2026

Musik

»Die Verbundenheit zwischen Juden und Iranern zeigen«

Alexey Kochetkov und Kioomars Musayyebi haben ein Konzert mit jüdischer-persischer Musik gegeben. Ein Gespräch über Santur-Klänge, Politik und eine besondere Freundschaft

von Katrin Richter  19.03.2026

Berlin

Berliner Rabbinerin wird Präsidentin der Rabbinical Assembly

Mit Gesa Ederberg übernimmt erstmals eine Europäerin das Spitzenamt der internationalen Organisation

 18.03.2026

Angriffe

Schmierereien und Drohungen: Antisemitismus an NS-Gedenkstätten nimmt zu

Lehrer hätten bereits Führungen abgesagt, aus Angst, dass Schüler das Programm boykottieren

von Leticia Witte  18.03.2026

Ehrung

Ein pflichtbewusster Optimist

Fritz Neuland war einer der Wiederbegründer und später Präsident der Münchner Kultusgemeinde. Nun ist eine Straße nach ihm benannt

von Esther Martel  16.03.2026