Magdeburg

Sachsen-Anhalt feiert 1700 Jahre jüdisches Leben

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) Foto: dpa

Sachsen-Anhalt beteiligt sich mit zahlreichen Projekten an dem am Sonntag offiziell beginnenden Festjahr zu »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«. Dazu zählten etwa die Vernetzung der verschiedenen jüdischen Kulturtage im Land, die Organisation des weltweit größten Laubhüttenfestes »Sukkot XXL« oder die 225-Jahr-Feier der Synagoge Gröbzig im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, teilte die Staatskanzlei am Freitag in Magdeburg mit.

Festjahr An den Vorhaben im Festjahr beteiligten sich verschiedene Vereine, Verbände, Gemeinden, zivilgesellschaftliche Initiativen und öffentliche Einrichtungen. Sie machten jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt in seinen vielfältigen Ausprägungen sichtbarer, erklärte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). In Vorbereitung seien etwa wissenschaftliche Tagungen, Theaterstücke, Konzerte, Ausstellungen und Bildungsprojekten. »Ich hoffe, dass es im Jahresverlauf noch viel mehr werden«, sagte der Ministerpräsident.

Das Festjahr bezieht sich auf ein Edikt des Kaisers Konstantin aus dem Jahre 321, das festlegte, dass Juden städtische Ämter in Köln bekleiden durften und sollten. Es gilt als ältester erhaltener Nachweis jüdischen Lebens auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Das Festjahr beginnt daher auch mit einem Festakt in Köln, der pandemiebedingt auf ein TV-Ereignis beschränkt bleibt. Auch auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalts sei jüdisches Leben seit mehr als 1000 Jahren nachweisbar, hieß es aus der Staatskanzlei. epd

Chemnitz

Gestohlener Davidstern sichergestellt

Unbekannte hatten laut Polizei in der Dauerausstellung des Lern- und Gedenkortes eine Schautafel beschädigt und den Davidstern mitgenommen

 28.09.2026

Archäologie

Hoffnung auf Latrinen - Grabung legt mittelalterliche Keller frei

Die Funde auf dem Areal der zweiten Jüdischen Gemeinde informieren über das Leben im mittelalterliche Erfurt. Zugleich geben sie Einblicke in die Stadtplanung des 13. Jahrhunderts

von Matthias Thüsing  28.09.2026

Düsseldorf

Attacke auf Juden wird Thema im Landtag NRW

Nach dem antisemitischen Angriff auf einen Juden am vergangenen Dienstag sucht die Polizei weiter nach den Tätern. Nun soll Innenminister Reul (CDU) im Innenausschuss Auskunft geben

 28.09.2026

Architektur

Von Brandenburg nach Haifa

In Finow wird ein historisches Kupfer-Haus restauriert. Einst von Walter Gropius modernisiert, zogen die mobilen, industriell gefertigten Bauten mit ihren Eigentümern bis nach Palästina

von Mark Feldon  27.09.2026

Literatur

Wenn Fiktion zur Geschichtsschreibung wird

Der israelische Bestsellerautor Dror Mishani stellte im Gespräch mit Richard C. Schneider seinen neuen Roman »Nicht« vor

von Nora Niemann  27.09.2026

München

»Ihr Licht ist nicht verloschen«

Die Frauen-Mikwe der Gemeinde trägt seit Kurzem den Namen von Rebbetzin Shoshana Brodman

von Luis Gruhler  27.09.2026

Meinung

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

Engagement

Erstklassig, Digga!

Der Fußballverein Hannover 96 ist nun beim Projekt »Shalom, Digga« in Niedersachsen mit dabei

von Katrin Richter  24.09.2026

Kommentar

Sprecht mit uns. Nehmt uns ernst

Herr Ramelow, die jüdische Gemeinschaft, die vor Judenhass warnt, ist nicht das Problem. Antisemitismus ist das Problem - insbesondere in Ihrer Partei

von Avitall Gerstetter  24.09.2026