Magdeburg

Sachsen-Anhalt feiert 1700 Jahre jüdisches Leben

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) Foto: dpa

Sachsen-Anhalt beteiligt sich mit zahlreichen Projekten an dem am Sonntag offiziell beginnenden Festjahr zu »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«. Dazu zählten etwa die Vernetzung der verschiedenen jüdischen Kulturtage im Land, die Organisation des weltweit größten Laubhüttenfestes »Sukkot XXL« oder die 225-Jahr-Feier der Synagoge Gröbzig im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, teilte die Staatskanzlei am Freitag in Magdeburg mit.

Festjahr An den Vorhaben im Festjahr beteiligten sich verschiedene Vereine, Verbände, Gemeinden, zivilgesellschaftliche Initiativen und öffentliche Einrichtungen. Sie machten jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt in seinen vielfältigen Ausprägungen sichtbarer, erklärte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). In Vorbereitung seien etwa wissenschaftliche Tagungen, Theaterstücke, Konzerte, Ausstellungen und Bildungsprojekten. »Ich hoffe, dass es im Jahresverlauf noch viel mehr werden«, sagte der Ministerpräsident.

Das Festjahr bezieht sich auf ein Edikt des Kaisers Konstantin aus dem Jahre 321, das festlegte, dass Juden städtische Ämter in Köln bekleiden durften und sollten. Es gilt als ältester erhaltener Nachweis jüdischen Lebens auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Das Festjahr beginnt daher auch mit einem Festakt in Köln, der pandemiebedingt auf ein TV-Ereignis beschränkt bleibt. Auch auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalts sei jüdisches Leben seit mehr als 1000 Jahren nachweisbar, hieß es aus der Staatskanzlei. epd

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