Magdeburg

Sachsen-Anhalt feiert 1700 Jahre jüdisches Leben

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) Foto: dpa

Sachsen-Anhalt beteiligt sich mit zahlreichen Projekten an dem am Sonntag offiziell beginnenden Festjahr zu »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«. Dazu zählten etwa die Vernetzung der verschiedenen jüdischen Kulturtage im Land, die Organisation des weltweit größten Laubhüttenfestes »Sukkot XXL« oder die 225-Jahr-Feier der Synagoge Gröbzig im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, teilte die Staatskanzlei am Freitag in Magdeburg mit.

Festjahr An den Vorhaben im Festjahr beteiligten sich verschiedene Vereine, Verbände, Gemeinden, zivilgesellschaftliche Initiativen und öffentliche Einrichtungen. Sie machten jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt in seinen vielfältigen Ausprägungen sichtbarer, erklärte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). In Vorbereitung seien etwa wissenschaftliche Tagungen, Theaterstücke, Konzerte, Ausstellungen und Bildungsprojekten. »Ich hoffe, dass es im Jahresverlauf noch viel mehr werden«, sagte der Ministerpräsident.

Das Festjahr bezieht sich auf ein Edikt des Kaisers Konstantin aus dem Jahre 321, das festlegte, dass Juden städtische Ämter in Köln bekleiden durften und sollten. Es gilt als ältester erhaltener Nachweis jüdischen Lebens auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Das Festjahr beginnt daher auch mit einem Festakt in Köln, der pandemiebedingt auf ein TV-Ereignis beschränkt bleibt. Auch auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalts sei jüdisches Leben seit mehr als 1000 Jahren nachweisbar, hieß es aus der Staatskanzlei. epd

Politik

Aus ihren Leben

Die Ausstellung »An eine Zukunft glauben ...« stellt jüdische Biografien der parlamentarischen Gründergeneration vor

von Katrin Richter  30.01.2026

München

Brandstifter von jüdischem Altenheim 1970 womöglich ermittelt  

56 Jahre nach einem Anschlag auf ein jüdisches Altenheim in München verdächtigen Ermittler nun einen schon verstorbenen Neonazi. Was sie auf dessen Spur führte

von Hannah Krewer  30.01.2026

Interview

»In eine Synagoge bin ich das erste Mal in Deutschland gegangen«

Ab den 90er-Jahren fingen viele sowjetische Juden in Deutschland noch einmal von vorn an. Sind sie angekommen? Ein Gespräch über Flüchtlingsheime, nicht anerkannte Diplome und die Wiederentdeckung jüdischer Traditionen

von Mascha Malburg  29.01.2026

Meinung

Die Täter müssen sich schämen

Ein Missbrauchsskandal erschüttert derzeit die jüdische Gemeinschaft Deutschlands. Wer solche Taten besser verhindern will, muss Betroffene in die Lage versetzen, angstfrei über ihre schrecklichen Erfahrungen sprechen zu können

von Daniela Fabian  29.01.2026

Urteil

Fristlose Kündigung eines Rabbiners bestätigt

Die Jüdische Gemeinde Berlin hatte im Sommer 2023 einem Rabbiner wegen sexueller Übergriffigkeit fristlos gekündigt. Eine Klage des Mannes dagegen wurde jetzt auch in zweiter Instanz zurückgewiesen

 29.01.2026

Holocaust-Gedenktag

»Mama, wo sind all die Menschen?«

Tova Friedman sprach im Deutschen Bundestag über ihre Deportation nach Auschwitz, das Grauen im KZ und darüber, was das Überleben mit ihr gemacht hat. Wir dokumentieren ihre Rede

von Tova Friedman  28.01.2026

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 29. Januar bis zum 5. Februar

 28.01.2026

Meinung

Was würden Saba und Safta sagen?

Sie würden uns zurufen: »Wehrt euch gegen diesen Hass! Schließt euch mit denen zusammen, die in Deutschland bisher schweigen, aber dennoch die Mehrheit darstellen«

von Avitall Gerstetter  28.01.2026

Berlin

Feuer im Jüdischen Krankenhaus: Kein antisemitisches Motiv

In der Nacht kommt es zu einem Feueralarm. Ein Patient steht im Verdacht, einen Brand verursacht zu haben. Viele Details sind weiterhin unklar

 28.01.2026 Aktualisiert