Gollwitz

Rolf-Joseph-Preis erstmals vergeben

Der Rolf-Joseph-Preis ist am Samstag im brandenburgischen Gollwitz zum ersten Mal verliehen worden. Die Auszeichnung gewannen die Achtklässler des Berliner Canisius-Kollegs für ihr Projekt »Jüdische Orte in Berlin«. In Erinnerung an den Berliner Schoa-Überlebenden Rolf Joseph wurden insgesamt drei Schülerprojekte ausgezeichnet.

Den zweiten Platz belegte die Evangelische Schule Berlin Zentrum, gefolgt von einer weiteren Schüler-Gruppe des Canisius-Kollegs. »Ich bin sehr gerührt vom Engagement der Schüler, über das Schicksal eines Holocaust-Überlebenden zu berichten«, sagte Rolf Josephs Witwe Ursel Sikora.

Zeitzeuge Der Geschichtswettbewerb für die Klassenstufen acht bis zehn wurde vor zwei Jahren von der sogenannten Joseph-Gruppe ins Leben gerufen. Die sechs ehemaligen Schüler des Berliner Gymnasiums Zum Grauen Kloster hatten vor mehreren Jahren den Zeitzeugen und Beter der Synagoge Pestalozzistraße kennengelernt. Auf Grundlage von vielen Gesprächen mit ihm schrieben sie das Buch Ich muss weitermachen. Die Geschichte des Herrn Joseph.

Die Mitglieder der Joseph-Gruppe wollen in den kommenden Wochen die Ausschreibung für den Geschichtswettbewerb 2015 planen und mit Religionslehrern Kontakt aufnehmen. Im vergangenen Jahr hatte sich gezeigt, dass es schwieriger war, als zunächst angenommen, Lehrer zu finden, die diese Ausschreibung ihren Schülern näherbringen. »Wir müssen auch weitermachen – wie damals Rolf Joseph«, sagte Fabian Herbst von der Joseph-Gruppe.

Leipzig

In sichere Hände

Die Israelitische Religionsgemeinde bekommt eine hebräische Bibel von 1906 geschenkt

von Thyra Veyder-Malberg  14.03.2026

Tel Aviv

Irgendwie Alltag – bis zum Alarm

Eigentlich wollte Jacob Horowitz nur den Halbmarathon in Tel Aviv laufen. Doch dann begann der Krieg mit dem Iran. Wie sich die vergangenen Wochen zwischen Purim, Schutzraum und verschobener Evakuierung anfühlen, das hat er für uns aufgeschrieben

von Jacob Horowitz  12.03.2026

Sport

Vereint am Ball

Jüdische Hobby-Fußballer feiern ihre Gemeinschaft – und möchten in schwierigen Zeiten ein Zeichen setzen

von Christine Schmitt  12.03.2026

Berlin

Interaktives Projekt zur jüdischen Geschichte des Scheunenviertels

Im Scheunenviertel in Berlin-Mitte gibt es seit Mittwoch zehn Straßenmarkierungen auf Jiddisch, Deutsch und Englisch. Über ein interaktives Erinnerungsprojekt wird so an die jüdische Geschichte der Spandauer Vorstadt erinnert

von Markus Geiler  11.03.2026

Solingen

100 Porträts jüdischer Künstlerinnen im Zentrum für verfolgte Künste

Die Ausstellung erzählt von künstlerischen Lebenswegen zwischen Krieg, Verfolgung und Neubeginn, wie das Museum ankündigte

 11.03.2026

Programm

Kakaniens Kinder, Jakobs Zelte und Israels Superfood: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 12. bis zum 19. März

 11.03.2026

Hilfe

Gestrandet in Deutschland

Viele Israelis wurden im Ausland vom Beginn des Krieges mit dem Iran überrascht. Sie finden Unterstützung bei der israelischen und jüdischen Gemeinschaft vor Ort

von Joshua Schultheis  11.03.2026

Meinung

Jüdisches Leben gehört zum Ländle

Nach der Wahl in Baden-Württemberg kann die jüdische Gemeinschaft darauf vertrauen, auch künftig einen zuverlässigen Partner in der Landesregierung zu haben. Einzig das gute Abschneiden der AfD bereitet Sorgen

von Barbara Traub  11.03.2026

Berlin-Neukölln

Wer ist dieser Mann?

Er lehrte arabische Schüler die Geschichte des Holocausts, organisierte einen Austausch mit Israelis und hielt Drohungen stand. Hudhaifa Al-Mashhadanis Geschichte faszinierte die Medien, begeisterte Politiker und schenkte ihm das Vertrauen jüdischer Organisationen. Aber ist alles daran wahr?

von Mascha Malburg  11.03.2026