München

Restitution, JCOM, NS-Zeit

Stadtarchiv München Foto: imago/STL

Restitution

Am Mittwoch, 14. April, dem Tag der Provenienzforschung, führt Matthias Weniger, Leiter der Provenienzforschung am Bayerischen Nationalmuseum, ein Zoom-Gespräch mit mehreren betroffenen Familien von Israel bis Kalifornien. Jüdische Familien wurden in der NS-Zeit gezwungen, alle Silbergegenstände aus ihren Hausständen abzugeben. Bei 112 Objekten aus der NS-Silberabgabe hat sich inzwischen zu 42 der 64 betroffenen Familien ein Kontakt entwickelt. Manches konnte bereits restituiert werden. Beim transatlantischen Gespräch in englischer Sprache werden unter anderem zwei Zeitzeugen dabei sein, die noch direkte Erinnerungen an die einstigen Besitzer haben: Peter Neumeyer in Kalifornien und Tamara Kochricht in Paris, eine Urenkelin der Eheleute Élise und Karl Maison, die auf dem Alten Israelitischen Friedhof begraben sind. (Zugang zum Zoom) ikg

JCOM

Auf dem Kanal JCOM-TV startete kürzlich eine neue Reihe. Darin spricht Daniel Grossmann, der Dirigent des Jewish Chamber Orchestra Munich, mit verschiedenen Persönlichkeiten über ihre jüdische Identität. Den Anfang machte die Autorin Lena Gorelik, die 1992 mit elf Jahren aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland kam. Im Musikarchiv von JCOM-TV finden sich zudem das »Requiem« für Oboe, Klavier und Streicher des israelischen Komponisten Mordecai Seter. Außerdem erscheint jeden Montag ein neues Video aus Erwin Schulhoffs Tanzgroteske Die Mondsüchtige, in der der Komponist populäre Tanzstile der 1920er-Jahre wie Ragtime, Shimmy, Step, Tango und Jazz verarbeitete. Ferner gibt es im Rahmen des Festjahres #2021JLID einen wöchentlichen Podcast mit Daniel Grossmann, in Episode elf etwa mit dem Journalisten Miron Tenenberg. ikg

NS-Zeit

Wie der Historiker und Direktor des Stadtarchivs München i.R., Michael Stephan, mitteilt, können die Monatsvorträge des Historischen Vereins von Oberbayern derzeit nur virtuell stattfinden. Dafür aber sind sie jederzeit digital abrufbar. Im Besonderen sei hier auf den Vortrag »Arbeiten für den Nationalsozialismus. Die Stadt München und ihr Personal im ›Dritten Reich‹« von Jan Neubauer hingewiesen. Dies war auch der Titel seiner Dissertation, für die er 2020 mit dem Hochschulpreis der Landeshauptstadt ausgezeichnet wurde. Zugänglich ist dieser Vortrag unter folgendem Link. ikg

WIZO

Der alljährliche »Käfer«-Familienbrunch der WIZO muss in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie erneut abgesagt werden. Das »Hot Meals«-Projekt, von dem Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien in Israel profitieren, soll trotzdem weiterlaufen. Das warme Essen, das die jungen Menschen in den WIZO-Zentren bekommen, ist oft ihre einzige Mahlzeit des Tages und daher umso wichtiger. Über Spenden (Stadtsparkasse München, IBAN: DE32 7015 0000 1002 0099 81, BIC: SSKMDEMMXXX) freuen sich die WIZO-Damen in dieser schwierigen Zeit ganz besonders. ikg

Judentum

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland haben den Verein »DEIN e.V.« zu einer facettenreichen Ausstellung im Internet inspiriert. Unter www.wir-juden.com werden die unterschiedlichsten Aspekte des Judentums beleuchtet und an Persönlichkeiten festgemacht. Jeden Monat kommen neue Beiträge hinzu. Start der Ausstellung war im März. ikg

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