Bonn

»Nein zu Judenhass«

Demonstration gegen die Boykottbewegung BDS in Berlin, 2017 Foto: Gregor Zielke

Die Kölner Aktivistin Malca Goldstein-Wolf ruft am Donnerstag, 24. Januar, in Bonn zu einer Protestaktion unter dem Motto »Nein zu Judenhass – Nein zum BDS« auf. Um 18 Uhr soll die Demonstration an der Ecke Clemens-August-Straße/Sebastianstraße beginnen. Dabei soll unter anderem Brigitte Berger von der Bonner Arbeitsgemeinschaft der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zu den Teilnehmern sprechen.

Anlass ist eine von der »Palästinensischen Gemeinde Bonn« organisierte Veranstaltung, die vom Verein »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost« und der BDS-Gruppe Bonn unterstützt wird und auf der ein Vorstandsmitglied der »Jüdischen Stimme« über »Israels rechte Freunde in Europa und den USA« sprechen will.

boykott Der BDS versucht, in Deutschland immer weiter Fuß zu fassen. Sein Ziel ist der wirtschaftliche, politische und kulturelle Boykott Israels», sagt Goldstein-Wolf. Dagegen müsse Haltung gezeigt werden. «Auch wenn das laute Demonstrieren den meisten Juden wesensfremd ist, scheint politisches Taktieren oftmals nicht mehr auszureichen.»

Die Stadt Bonn hatte im Veranstaltungskalender für den Vortrag geworben, den Eintrag nach Hinweisen gelöscht. Frankfurt am Main, München und andere Städte stellen der BDS-Kampagne keine Räume mehr für ihre Veranstaltungen zur Verfügung.

Im vergangenen Jahr beschloss der Bundestag, BDS-Aktionen abzulehnen. Ähnlich entschieden mehrere Landesparlamente. Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung, verurteilt die BDS-Bewegung ebenfalls. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sagte in der vergangenen Woche: «Die Stoßrichtung der BDS-Bewegung ist unzweifelhaft antisemitisch.» Wer mit BDS zusammenarbeite, der mache sich diese Haltung zu eigen.  ja

Maccabi

Eine Feier für den jüdischen Sport

Der Verein lud zum traditionellen Sommerfest im Vereinsgelände an der Riemer Straße

von Luis Gruhler  21.06.2026

München

Ganz im Vertrauen

Seit rund sechs Wochen ist Dominik Krause als Oberbürgermeister im Amt. Nun traf er sich mit Vertretern des Vorstandes der IKG zum Gespräch

von Luis Gruhler  21.06.2026

Porträt der Woche

Flucht und Farben

Alexander Glinkin ist Maler. Im Frühjahr 2022 verließ er Kyjiw und lebt heute in Berlin

von Matthias Messmer  21.06.2026

Kommentar

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

Essay

Zwischen Progressivität und Zerfaserung

Quo vadis, liberales Judentum? Ein Debattenbeitrag von Avitall Gerstetter

von Avitall Gerstetter  19.06.2026

Interview

»Ich kann daraus lernen«

Rabbiner Avigdor Moshe Nosikov hat eine ungewöhnliche Umfrage durchgeführt: Wie zufrieden sind die Mitglieder der Dortmunder Jüdischen Kultusgemeinde mit seiner Arbeit?

von Christine Schmitt  18.06.2026

Berlin

Kampflibellen am BER

Bei der gerade zu Ende gegangenen Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Schönefeld haben auch israelische Firmen die neueste Technik vorgestellt. Ein Besuch zwischen Kraftstofftanks und Drohnenabwehr

von Leon Stork  18.06.2026

Nordrhein-Westfalen

Landtag ehrt Sieger von »Shalom - Jüdisches Leben heute«

Mehr als 2200 junge Menschen haben mit mehr als 450 Beiträgen jüdisches Leben greifbarer gemacht

 17.06.2026

Berlin

Babka, Borschtsch und Pargiot

Zum fünften Jubiläum des Streetfood-Festivals locken 52 Stände, viele Acts und eine zusätzliche Kleinkunstbühne

von Helmut Kuhn  17.06.2026