Berlin

Mehr Bildung und Wissen

Zur Bildungsoffensive gehört auch ein Leadership-Programm für junge jüdische Nachwuchskräfte. Foto: Thinkstock

Jüdisches Leben, Politik und Gesellschaft – das sind Schwerpunkte einer neuen Bildungsoffensive, die der Zentralrat der Juden in Deutschland in der kommenden Woche startet. Die Auftaktveranstaltung, bei der die Grundlage für eine künftige Jüdische Akademie gelegt wird, ist am Donnerstag geplant. Dabei wird Zentralratspräsident Dieter Graumann mit Vertretern von Gemeinden und Organisationen über die Grundlagen und Anforderungen der Akademie sprechen.

»Ich möchte den Zentralrat als das jüdische Kompetenzzentrum in Deutschland positionieren«, sagte Graumann. »Wir wollen mehr Bildung und Wissen vermitteln. Das ist mir ein Herzensanliegen.«

Themen
In kulturellen Veranstaltungen sowie Seminarreihen sollen Themen zur jüdischen Vielfalt und Identität, zum Verhältnis zu Israel und dem heutigen Umgang mit dem Holocaust behandelt werden. Zudem ist ein Leadership-Programm für junge jüdische Nachwuchskräfte geplant.

Das Programm wird von einer neuen Bildungsabteilung betreut, die Grundlage der Akademie sein soll. Sie wird in Berlin-Mitte untergebracht. Veranstaltungen sollen sowohl dort als auch in den Gemeinden selbst stattfinden. Wissenschaftlicher Direktor des neuen Programms ist der Sozial- und Erziehungswissenschaftler Doron Kiesel, Professor für interkulturelle und internationale Pädagogik an der Fachhochschule Erfurt. Abteilungsleiterin wird die bisher als Kommunikations- und Konflikttrainerin tätige Sabena Donath. ja

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Berlin

Trauer um Rabbiner Avraham Golovacheov

Der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin ist am Montag nach schwerer Krankheit gestorben. Vor 18 Jahren war er als Chabad-Gesandter in die deutsche Hauptstadt gekommen

 07.04.2026

Porträt der Woche

Ich bin dankbar

Svitlana Petrovska überlebte die Nazis – und floh vor Putins Krieg nach Berlin

von Rob Savelberg  06.04.2026

Kahal Adass Jisroel

Platz für die Zukunft

Die Gemeinde in Berlin plant für 26 Millionen Euro ein neues Gemeinde- und Bildungszentrum

von Christine Schmitt  06.04.2026

Schwerin

Ein Denkmal für Willy

Der ehemalige Rabbiner William Wolff wird mit einer Statue geehrt

von Axel Seitz  06.04.2026

»Meet a Jew«

Viele Fragen

Marguerite und Benjamin sind zwei Freiwillige, die im Rahmen des Zentralratsprojektes mit Jugendlichen über das Judentum ins Gespräch kommen. So wie kürzlich in Spandau mit einer Box Mazzot

von Alicia Rust  06.04.2026

Jom Haschoa

Narbe gegen das Vergessen

Wir, die Nachkommen der Zeitzeugen und der Ermordeten, dürfen das Leid unserer Großeltern nicht verstecken – wir müssen dafür sorgen, dass es unseren Kindern erspart bleibt

von Eugene Korsunsky  06.04.2026

Jewrovision

Aller guten Moderatoren sind drei

Jung, dynamisch und schlagfertig: Ein Trio wird im Mai durch die Show führen

von Christine Schmitt  06.04.2026

Neukölln

Rechts und links der Sonnenallee

Ein Stadtspaziergang führt auf jüdischen Spuren durch den ehemaligen Arbeiterbezirk

von Pascal Beck  05.04.2026