Jom Haazmaut

Mazal tov, Israel!

Der jüdische Staat ist 74 Jahre alt geworden. Foto: Flash90

Jom Haazmaut

Mazal tov, Israel!

Wie jüdische Gemeinden den Unabhängigkeitstag feiern

 12.05.2022 08:23 Uhr

Nahezu ein Dreivierteljahrhundert ist es her, dass Israel ein souveräner eigenständiger demokratischer Staat wurde. »Wir feiern 74 Jahre Israel«, hieß es dann auch am Mittwoch dieser Woche in Stuttgart. Die Eröffnung des Festtages nahm das Vorstandmitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs (IRGW), Michael Kashi, vor.

Vier Stunden lang sollte auf dem Schlossplatz zu Ehren des jüdischen Staates ein buntes Fest gefeiert werden. Mit dabei der Kindergartenchor HaShalom gemeinsam mit Gesangs- und Tanzgruppen der Jüdischen Grundschule. Das Jugendzentrum Halev war ebenso dabei wie Shai Terry, deren Gesang von Russell Poyner auf der Gitarre begleitet wurde. Avi Palvari leitete die Hora, und Kantor Nathan Goldman stimmte hebräische Lieder an.

Veranstalter Veranstaltet wurde das Fest unter anderem von der IRGW, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Region Stuttgart, dem »forum jüdische bildung und kultur e.V.« sowie der Women’s International Zionist Organization (WIZO) Stuttgart.

Am 15. Mai feiert Düsseldorf den Jom Haazmaut auf dem Schadowplatz.

Am Sonntag feiert Düsseldorf von 14 bis 18 Uhr auf dem Schadowplatz. In Düsseldorf, der Partnerstadt Haifas, ist der Israeltag seit 2005 ein regelmäßiges Ereignis. Unter dem Motto »Schalom am Schadowplatz« sind Busse der Rheinbahn im Stadtgebiet unterwegs und machen auf die Veranstaltung aufmerksam.

Bereits eine Woche zuvor hatte die Synagogen-Gemeinde Köln am 4. Mai zur Jom-Haazmaut-Feier mit israelischen Essen und vielen Überraschungen in den Gemeindesaal, Roonstraße, eingeladen. DJ Kapoul sorgte für die Musik. Auch in den Räumen der Jüdischen Liberalen Gemeinde Köln Gescher LaMassoret wurde am Abend der 74. Geburtstag Israels gefeiert.

Freiburg Am 5. Mai lud die Israelitische Gemeinde Freiburg zum Jom Haazmaut auf den Platz der Alten Synagoge ein. Gemeinsam mit Keren Hayesod und Sharon Suliman mit Band feierten die Freiburger mit Lichteffekten von Christina und Oliver Tibus bis in die frühe Nacht hinein.

Eine Web-Session zum Jom Haazmaut hatte die Europäische Janusz Korczak Akademie in Vorbereitung auf den Unabhängigkeitstag am 28. April angeboten. Mit dabei Raz E. Pesachovitch, Gesandte der Jewish Agency for Israel, und Harel Panker, Gesandter der Bnei Akiva in Nürnberg. Sie richteten einen genauen Blick auf die Bedeutung des israelischen Unabhängigkeitstags als populären Feiertag in Israel und den jüdischen Gemeinden weltweit. ja

Memoiren

Und dennoch!

2012 erschienen die Lebenserinnerungen der Schoa-Überlebenden Charlotte Knobloch. Titel: »In Deutschland angekommen«. Heute sagt sie: »Ich habe mich getäuscht.« Jetzt legt deshalb ein weiteres Buch vor

von Christoph Renzikowski  21.08.2026

Benjamin Graumann Jüdische Gemeinde Frankfurt

Kommentar

Die verlorene Mitte

Beim Betrachten des Wahlkampfs zu den Landtagswahlen im Herbst muss man feststellen: Judenhass ist in Deutschland längst kein Ausschlusskriterium mehr für die Parteien der sogenannten politischen Mitte

von Benjamin Graumann  21.08.2026

Straßenfest

Chabad Berlin feiert 30. Jubiläum

Drei Jahrzehnte jüdisches Leben: Mit einem Straßenfest möchte eine jüdische Gemeinde in Berlin nicht nur die eigene Geschichte feiern. Es soll auch ein Blick in die Zukunft geworfen werden

 20.08.2026

Vorschau

Widderhorn im Dom und ein Hauch von »Yiddish Summer« - Festival »Shalom-Musik.Koeln«

Begegnungen, Neugier und Zuhören fördern - das wollen die Macher des Festivals »Shalom-Musik.Koeln«. Und reichlich Musik und Gesang auf die Bühne bringen. Der Verein hinter dem Festival bekommt dafür jetzt einen Preis

von Leticia Witte  20.08.2026

Essen

Challa, Suppe – und was noch?

Jeden Freitagabend, wenn der Schabbat beginnt, kommen die leckersten Speisen auf den Tisch. Wir haben nachgefragt, was neben den Hefezöpfen auf keinen Fall fehlen darf

von Katrin Richter  20.08.2026

Block-Prozess

Verteidiger: Ermittlungen zum Fall Block waren zu einseitig

Die Chefermittlerin im Fall Block hat ihre Zeugenbefragung abgeschlossen. Nur einer, ein 37-Jähriger aus Israel, hat die Vorwürfe eingeräumt

 19.08.2026

Aktion

»Kunst, Gedichte, gute Wünsche«

Die Juristin Katya Assaf-Zakharov über das Projekt »Du bist am Zug«, Teilhabe und persönliche Botschaften im Stadtbild von Berlin

von Christine Schmitt  19.08.2026

Programm

Ein Moped-Gottesdienst, Kaffee, Kuchen und ein Zirkus-Koffer in Frankfurt: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 20. August bis zum 27. August

 19.08.2026

Berlin/München

Knobloch über AfD und NSDAP: »Vergleichen sollte man«

Die AfD bekommt Zulauf wie nie zuvor. Die ehemalige Präsidentin des Zentralrates der Juden fühlt sich an dunkle Zeiten erinnert

 19.08.2026