Berlin

Mahnwache gegen Intoleranz

Ulrike Trautwein, Lala Süsskind, Seyran Ates und Gülsen Cakal (v.l.) vor dem Brandenburger Tor Foto: Marco Limberg

»Ich bin Muslimin«, »Ich bin Jüdin«, »Ich bin Alevitin«, »Ich bin Christin« – Seyran Ates, Lala Süsskind, Gülsen Cakal und Ulrike Trautwein haben am Freitagnachmittag ein Zeichen »für Menschenrechte und gegen religiösen Fanatismus« gesetzt.

Vor dem Brandenburger Tor hielten die vier Frauen eine Mahnwache, um »an das Lebensrecht aller Menschen auf dieser Welt« zu erinnern und um »für ein respektvolles Zusammenleben« zu werben.

Glauben Süsskind und Ates, die seit vielen Jahren befreundet sind, wollten »nicht tatenlos zu Hause herumsitzen, sondern etwas gegen religiöse Intoleranz tun«, betonte die ehemalige frühere Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin.

Ates, die Initiatorin der Mahnwache, sagte der Jüdischen Allgemeinen: »Wir alle sind unterschiedlichen Glaubens, aber trotzdem miteinander verbunden.« Und das wollen die vier Frauen mit ihrer Mahnwache in Erinnerung rufen.

intoleranz Denn die Frauen seien »entsetzt, empört und wütend, wie bestialisch Menschen im Namen Gottes andere Menschen töten«. Territoriale Ansprüche und Intoleranz gegenüber Andersdenkenden sollen durch »Religionskriege« legitimiert werden. »Dieser Wahnsinn muss aufhören«, schrieben Trautwein, Süsskind und Ates.

Jeder Mensch auf der Welt solle seine Persönlichkeit frei entfalten können, ohne Repressalien staatlicher oder nichtstaatlicher Gruppen fürchten zu müssen. epd/kat

»Meet a Jew«

Miteinander statt übereinander reden

Begegnunsprojekt des Zentralrats will den Austausch von Juden und Nichtjuden fördern

 28.02.2020

Chemnitz

Die Vielfalt jüdischen Lebens

Die Tage der jüdischen Kultur bieten mit Dutzenden Veranstaltungen ein umfangreiches kulturelles Programm

 28.02.2020

Berlin

Gedenken in der Rosenstraße

Gemeinde und Politiker erinnerten an die »Fabrikaktion« 1943

 27.02.2020

Köln

Mappot aus dem Depot

Bei Vorbereitungen auf das Jubiläumsjahr 2021 fand das Schnütgen-Museum kostbare Torawimpel

von Gräfin Ulrike von Hoensbroech  27.02.2020

Jewrovision

Spot an für Dan!

Jury, Moderation und Reihenfolge der Auftritte stehen fest – jetzt kann die Show beginnen

von Christine Schmitt  27.02.2020

Jewrovision

»Eine unheimlich tolle Erfahrung«

Rabbiner Avichai Apel über Lampenfieber, Gemeinschaft und die Kraft des Gebets

von Christine Schmitt  27.02.2020

Düsseldorf

Gemeinsames Helau

Zum zweiten Mal reihte sich der multireligiöse Motivwagen in den Rosenmontagszug ein

von Jan Popp-Sewing  27.02.2020

Jewrovision

»Da will ich dabei sein«

Wie sich das Jugendzentrum Olam, die Gemeinde und das Hotel Estrel auf das Event in Berlin vorbereiten

von Christine Schmitt, Katharina Schmidt-Hirschfelder  27.02.2020

Tetragramm

Rückkehr des Gottesnamens

An der Fassade der Berliner Parochialkirche prangt jetzt wieder die ursprüngliche hebräische Inschrift

von Jérôme Lombard  27.02.2020