München

Literatur, Erinnerung, Partnerstadt

NS-Dokumentationszentrum München Foto: imago images/Fotostand

Literatur

In der Reihe »Literarische Zimmerspaziergänge« stellt der Literaturwissenschaftler Dirk Heißerer eine weitere jüdische Persönlichkeit der schreibenden Zunft vor. Ab 1. August kommt auf YouTube Wissenswertes über die Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Carry Brachvogel (1864, München – 1942, KZ Theresienstadt) hinzu. Die Reihe, die jeden Monat mit einem weiteren Porträt fortgesetzt wird, ist ein Beitrag des Kulturzentrums der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern zum Festjahr »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«. Sie ist ohne Voranmeldung zugänglich. ikg

Antisemitismus

Auf dem YouTube-Kanal der Literaturhandlung läuft ab sofort ein Gespräch, das Yehoshua Chmiel, Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, und Steven Guttmann, Präsident von B’nai B’rith München, mit dem Schweizer Autor Thomas Meyer führten. Aktueller Anlass ist Meyers im Verlag Elster & Salis erschienenes Buch Was soll an meiner Nase bitte jüdisch sein? Über den Antisemitismus im Alltag. Nach seinen Bestsellern rund um den Lebenskünstler Motti Wolkenbruch hat den 47-jährigen Thomas Meyer die antisemitische Wirklichkeit eingeholt. Auf den mittlerweile alltäglich grassierenden Antisemitismus antwortet er aus jüdischer Perspektive und will Nichtjuden in ihrer Vorurteilsstruktur zur Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus anregen. Ab dem 3. August, 19 Uhr, kommt auf dem YouTube-Kanal der Literaturhandlung ein weiterer Beitrag zu diesem Themenkomplex hinzu. Levi Israel Ufferfilge, ehemaliger Religionslehrer der Israelitischen Kultusgemeinde, stellt sein im Tropen Verlag erschienenes Buch Nicht ohne meine Kippa! Mein Alltag in Deutschland zwischen Klischees und Antisemitismus vor. ikg

Erinnerung

Seit 2018 vergibt das NS-Dokumentationszentrum München alle zwei Jahre einen Preis an herausragende Publikationen, Aktivitäten und Projekte, die maßgeblich zur Aufklärung über den Nationalsozialismus, die vom NS-Regime begangenen Verbrechen sowie über Folgen und Weiterwirken der NS-Zeit beitragen. 2019/2020 geht der mit 8000 Euro dotierte Preis an die Fondation du Camp des Milles – Mémoire et Éducation in Aix-en-Provence. Damit wird die herausragende Erinnerungsarbeit an der Gedenkstätte Site-Mémorial du Camp des Milles ausgezeichnet und ein Zeichen für die große Bedeutung der transnationalen Erinnerung in Europa in Zeiten eines zunehmenden Extremismus gesetzt. Bei dem in der Nähe des südfranzösischen Aix-en-Provence gelegenen Camp des Milles handelt es sich um eine ehemalige Ziegelei, die von 1939 bis 1942 zunächst als Gefangenenlager und später als Deportationslager für die jüdische Bevölkerung genutzt wurde. Die Preisübergabe ist für den 23. November geplant. ikg

Partnerstadt

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter und die scheidende israelische Generalkonsulin Sandra Simovich sowie Ruvik Danilovich, Bürgermeister von Beer Sheva, unterzeichneten in einer Zoom-Konferenz zeitgleich in München und Israel die Urkunde über eine gemeinsame Städtepartnerschaft. Es ist damit die achte nach Edinburgh, Verona, Bordeaux, Sapporo, Cincinnati, Kiew und Harare. Sie war wohl nicht ganz einfach einzufädeln, wenn man bedenkt, wie lange eine Verbindung zu einer Stadt in Israel schon im Gespräch war. Der Münchner Stadtrat stimmte einstimmig zu, Oberbürgermeister Reiter freut sich über den »Beginn freundschaftlicher Verbundenheit« mit der am Rande der Negevwüste gelegenen Metropole mit inzwischen rund 220.000 Einwohnern. ikg

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« erhält Tacheles-Preis

Der Tacheles-Preis wird alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen verliehen, die sich für die Sicherung einer jüdischen Zukunft in Deutschland einsetzen. Die Laudatio hält der neue WELT-Chefredakteur Helge Fuhst

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Chemnitz

Ausstellung zum Neuanfang der jüdischen Gemeinde Chemnitz

»Jetzt erst recht!«: Eine Ausstellung im Staatlichen Museum für Archäologie erinnert an den mutigen Neuanfang der jüdischen Gemeinde Chemnitz 1945

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Magdeburg

Synagogen-Gemeinde weiht neue Torarolle ein

Große Freude in der Magdeburger Synagoge: Nach mehr als 30 Jahren des Spendensammelns erhält die jüdische Gemeinde eine neue Torarolle, die in Israel von einem spezialisierten Schreiber angefertigt wurde

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Prozess

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Gedenken

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München

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Ein Israeli erklärt Berlin

Tourguide: Der ehemalige Opernsänger Eyal Edelmann führt Landsleute durch die deutsche Hauptstadt

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Brandenburg

Brandanschlag: Jüdische Gemeinden stellen sich hinter Büttner

Im Fall des Brandanschlags auf das Anwesen des brandenburgischen Antisemitismusbeauftragten gibt es viele offene Fragen. Die örtliche jüdische Gemeinde solidarisiert sich mit Andreas Büttner

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