IKG

»Leuchtendes Vorbild«

Ohel-Jakob-Medaille Foto: IKG

Im unverrückbaren Bewusstsein der monströsen Verbrechen an den europäischen Juden – verübt in deutschem Namen – hat es sich Herr Dr. Hans-Jochen Vogel zu einer Lebensaufgabe gemacht, den jüdischen Menschen zur Seite zu stehen.

Dr. Hans-Jochen Vogel ist für die jüdische Gemeinschaft nicht nur ein verlässlicher Partner. Er ist ein Freund – ein Vermittler und Brückenbauer, ein entschlossener Mitstreiter im Kampf für Toleranz und Respekt und gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus.

Noch zu Zeiten, da mehr als alles andere Schweigen vorherrschte, bahnte Dr. Hans-Jochen Vogel dem Dialog den Weg. Über viele Jahrzehnte und in allen seinen politischen und gesellschaftlichen Funktionen ließ er nichts unversucht, um zunächst Versöhnung und schlussendlich: Freundschaft zwischen Nichtjuden und Juden, zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staate Israel herbeizuführen.

Bedürfnisse Bis zum heutigen Tage nimmt er sich wie kaum ein Zweiter der Interessen und Bedürfnisse der jüdischen Menschen an. Er hat Entscheidendes dazu beigetragen, dass sich jüdisches Leben nach seiner fast vollständigen Vernichtung wieder etablieren konnte – in München, in Bayern, in Deutschland.

Hervorzuheben ist sein unermüdlicher Einsatz für die Errichtung der neuen Münchner Hauptsynagoge und des Gemeindezentrums, um der jüdischen Gemeinde nach 68 Jahren die Rückkehr in das Herz der Stadt zu ermöglichen.

Ohne Menschen wie Dr. Hans-Jochen Vogel wäre es nicht möglich gewesen, auf den Trümmern, in denen unser politisch und moralisch gebrochenes Land im Jahre 1945 lag, eine stabile und tragfähige Demokratie zu schaffen. Die Re-Etablierung jüdischen Lebens in Deutschland wäre ohne Wegbereiter wie ihn nicht gelungen.

Unermüdlich, unerschütterlich und unbeirrbar macht er sich stark für die Verteidigung und die Stärkung unserer freiheitlich-demokratischen Grundwerte. Die Unantastbarkeit der menschlichen Würde ist für Dr. Hans-Jochen Vogel mehr als ein Grundrecht. Sie ist ihm eine Lebens-Maxime, die tägliche Verpflichtung zu Wachsamkeit und Wehrhaftigkeit.

Dr. Hans-Jochen Vogel ist ein leuchtendes Vorbild.

Jüdischer Wahlkämpfer

»Wer nicht kämpft, hat schon verloren«

David Rosenberg über den Wahlkampf in Rheinland-Pfalz, die Niederlage seiner Partei und warum er sich gerade als junger Jude weiter politisch engagieren will

von Mascha Malburg  27.03.2026

Kommentar

Lieber Meron Mendel, das ist keine Politik mit Kettensäge. Das nennt man Demokratie!

Öffentliche Mittel sind an Wirkung gebunden. Maßnahmen müssen überprüfbare Ergebnisse erzielen. Bleibt diese Wirkung aus, endet ihre Legitimation

von Stefan Hensel  27.03.2026

Beziehung

Von Menschen und Wölfen

Laura Goldfarb ist vieles: Therapeutin, Schauspielerin – und Autorin. Mit ihrem Mann hat sie einen Paar-Ratgeber geschrieben, der anders ist als andere. Zu Besuch im Prenzlauer Berg

von Bettina Piper  26.03.2026

Rede

Zentralrat der Juden verteidigt Karin Prien

In Erfurt sprach Josef Schuster über den Status quo Jüdischen Lebens in der Bundesrepublik. Dabei ging Schuster auch auf das Programm »Demokratie leben« und die Kritik an die Familienministerin ein

 25.03.2026

Programm

Ferienprogramm, Retrospektive und ein Rache-Musical: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 26. März bis zum 2. April

 25.03.2026

Turnier

Fliegende Kippot

Die Halle war voll, der Spaß groß: Zum ersten Mal trafen zwölf jüdische Teams beim Berlin Jewish Football Cup in Spandau aufeinander

von Pascal Beck  24.03.2026

Sachsen

Rund 1000 Veranstaltungen zum »Jahr der jüdischen Kultur«

Unter dem Titel »Tacheles« steht in Sachsen 2026 das jüdische Leben im Mittelpunkt. Zahlreiche Akteure beteiligten sich. Das Programm wächst noch immer

von Katharina Rögner  24.03.2026

Rothenburg

Unter dem Pflaster

Als im vergangenen Sommer bei Grabungsarbeiten die Fundamente einer Synagoge entdeckt wurden, war das eine Sensation. Messungen zeigen nun: Sie war eine der großen

von Marc Peschke  23.03.2026

Kulturprogramm

Von Spezialitäten und Zumutungen

Der Schriftsteller Dmitrij Kapitelman las im Jüdischen Gemeindezentrum aus seinem jüngsten Buch

von Nora Niemann  23.03.2026