Themenjahr

Köln sagt »Schalömchen!«

Mit durchschnittlich 30 Stundenkilometern fährt die »Schalömchen Köln«-Tram auf den Linien 1, 7, 9, 12 und 15. Foto: KVB

Sie trägt die Farben Weiß und Blau und kurvt durch Köln: die Stadtbahn mit der Aufschrift »Schalömchen Köln!« zum Festjahr 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Seit Herbst ist die Bahn mit der speziellen Beschriftung auf den Linien 1, 7, 9, 12 und 15 unterwegs. »Sie fährt unbeanstandet durch das Netz«, sagte der Mediensprecher der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB), Matthias Pesch.

Schon zu Beginn habe es in den Sozialen Medien wie etwa Facebook und Twitter eine große Zahl an positiven Kommentaren gegeben. Zunächst soll die Bahn zwei Jahre lang auf den Schienen unterwegs sein - mit einer Option auf Verlängerung, betonte Pesch.

»Die Bahn ist ein klares Bekenntnis zu unseren jüdischen Kölnerinnen und Kölnern.«

Zu Anfang der Aktion hatte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) Ende Oktober erklärt: »Die Bahn ist ein klares Bekenntnis zu unseren jüdischen Kölnerinnen und Kölnern.«

Damit wollten die Stadt, die Synagogen-Gemeinde Köln und die KVB ein Zeichen für Demokratie und gegen Antisemitismus und Rassismus setzen. Die Rheinmetropole sei ohne ihre jüdische Gemeinde undenkbar. Die Bahn sei daher auch ein Bekenntnis zum jüdischen Erbe.

Im Jahr 321 erwähnt ein Edikt des römischen Kaisers Konstantin erstmalig eine jüdische Gemeinde in Köln.

»Die Bahn soll ein Zeichen sein, dass wir zur Mitte dieser unserer Gesellschaft gehören und in den letzten 1.700 Jahren einen erheblichen Teil zur Entwicklung unserer Heimatstadt Köln beigetragen haben«, sagte Felix Schotland vom Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Darüber hinaus solle sie zeigen, dass Hass und Hetze nicht zur Kölner Lebensart gehörten.

Im Jahr 321 erwähnt ein Edikt des römischen Kaisers Konstantin erstmalig eine jüdische Gemeinde in Köln. Das Dokument ist Grundlage für das Jubiläum zu 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland, das 2021 bundesweit mit Veranstaltungen begangen wird. kna

Thüringen

Das Erbe der Simsons

Beim jährlichen Moped-Treffen in Suhl feiern Zehntausende den »Sound des Ostens«. Doch hinter der Kultmarke steht die Geschichte einer von den Nazis vertriebenen jüdischen Unternehmerfamilie

von Helmut Kuhn  30.07.2026

Fußball

Rot-Weiß verbindet

Vergangene Woche gründete sich mit den »FCB Chaverim« der deutschlandweit erste jüdische Fanklub des FC Bayern München

von Luis Gruhler  30.07.2026

Erinnerung

Für immer

Manchmal sind es die kleinen Dinge, von denen wir uns nie trennen würden. Wir haben Gemeindemitglieder gefragt, welche Gegenstände ihnen viel bedeuten

von Christine Schmitt  30.07.2026

Unterfranken

Dem Hass die Stirn bieten

Nach dem brutalen Angriff auf ein Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft riefen prominente Redner bei einer Mahnwache in Würzburg zum Widerstand gegen Antisemitismus auf

von Stefan W. Römmelt  30.07.2026

CSD

Vom Feiern zum Schock

Auch viele queere Jüdinnen und Juden tanzten fröhlich auf Berliner Straßen – bis der Anschlag geschah

von Christine Schmitt  29.07.2026

Lesen

Zehn Welten

Die Journalistin Anna Lutz hat Jüdinnen und Juden porträtiert und darüber ein Buch veröffentlicht. Entstanden sind Geschichten zwischen Nähe und Distanz

von Leon Stork  28.07.2026

Kino

»Das ist das Vermächtnis meines Vaters«

Alice Brauner setzt als Produzentin die Familientradition fort. Ein Gespräch über ihren neuen Film »Block 10«, Herausforderungen für Schauspieler und intensive Recherchen

von Christine Schmitt  28.07.2026

München

Vorhang auf für die Kids

Zum Start der Sommerferien führen die Kinder der Sinai-Grundschule ein Musical in englischer Sprache auf

von Luis Gruhler  28.07.2026

Worms

Ein Turm in der Erde

Seit ein paar Wochen können Besucher wieder die Mikwe besichtigen. Ein Ort mit einer langen Geschichte. Doch der Klimawandel hinterlässt seine Spuren

von Mascha Malburg  28.07.2026