Berlin

Klettern als gute Tat

Yara und Anja kletterten beim Mitzvah Day. Foto: Uwe Steinert

Langsam zieht sich die zehnjährige Yara den Felsen hoch. »Geschafft«, ruft sie ihrer Freundin Anja zu. »Das bringt super viel Spaß.« Beide Mädchen inspizieren bereits eine andere Kletterwand. Die wollen sie als nächstes erklimmen. Spaß steht am Mitzvah Day an erster Stelle. Allerdings kennen sich die beiden auch mit den schweren Seiten des Lebens aus. Anjas Bruder hatte Leukämie, die er mittlerweile überstanden hat. Yaras zwölfjähriger Bruder hingegen kam mit einem Gendefekt auf die Welt.

»Die Kinder und Jugendlichen sollen heute alle für ein paar Stunden ihre Sorgen vergessen«, sagt der Gesandte des Staates Israel, Emmanuel Nahshon, bei seiner Begrüßungsrede. Denn zum Mitzvah Day hatten sich die Mitarbeiter der israelischen Botschaft dafür entschieden, den betreuten Familien des Kinderhospizes Sonnenhof etwas Gutes zu tun.

Gäste Anja Spiller von der Botschaft und Frauke Frodl vom Hospiz organsierten das Event in der Boulderhalle Ostbloc, deren Kletterwände am Nachmittag kostenlos benutzt werden konnten. »Ich freue mich, dass so viele gekommen sind«, sagte der Gesandte.

Etwa 70 Kinder, Jugendliche und Eltern, darunter auch 15 Kinder der Botschaftsmitarbeiter, erklommen die Wände wie erfahrene Bergsteiger. Für eine fröhliche Atmosphäre sorgte zudem das Maskottchen von Alba Berlin, das zusammen mit dem israelischen Nationalspieler Bar Timor gekommen war und fleißig Autogramme verteilte.

Seit dieser Saison spielt Bar Timor für Alba Berlin Basketball. »Ich finde den Mitzvah Day wichtig und sehr schön«, sagte der 21-Jährige. Die Mitarbeiter des Sonnenhofes sind nicht nur für die Bewohner da, sondern auch für deren Eltern und Geschwister. »Wenn ein Kind schwer erkrankt, ist immer die gesamte Familie betroffen – die gesamte Lebensplanung ändert sich«, sagt Jürgen Schulz, der Initiator des Hospizes.

Yaras Eltern hatten per Rundbrief von diesem Nachmittag erfahren – und sich sofort angemeldet. »Es ist immer schön, die anderen Familien wiederzusehen«, sagt die Mutter. Denn hier treffen sie viele Bekannte. »Es könnte ruhig mehrere Mitzvah Days im Jahr geben.«

Jewrovision

»Wir glauben an uns«

Die Jugendlichen von Neschama performten einen eindrucksvollen Act und räumten den begehrten Videopreis ab

von Luis Gruhler  11.06.2026

Berlin

Jüdischer Juristenverband als herausragende soziale Initiative ausgezeichnet

Die Organisation jüdischer Juristen ist eines von 25 Projekten, die vom Verein »startsocial« für ihr Engagement gewürdigt wurden. Gastgeber der Ehrenveranstaltung war Bundeskanzler Friedrich Merz

 11.06.2026

Kulturfest

Jüdische Woche in Leipzig

70 Leipziger Institutionen und Vereine gestalten ein Programm zu jüdischem Leben in Vergangenheit und Gegenwart. Erwartet werden internationale Gäste

 11.06.2026

Berlin

Dieter Nuhr erhält den Leo-Baeck-Preis

Der Kabarettist ist mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet worden. Zentralratspräsident Josef Schuster würdigte den Kabarettisten für seinen entschiedenen Einsatz gegen Antisemitismus

von Detlef David Kauschke  10.06.2026

Leo-Baeck-Preis

»Seine Arbeit hat rettende Relevanz«

Ahmad Mansour lobte in seiner Laudatio auf Dieter Nuhr den Mut und die intellektuelle Unbestechlichkeit des Kabarettisten. Eine Dokumentation

von Ahmad Mansour  10.06.2026

Rede

»Sie beweisen Zivilcourage und folgen mit ihrem Mut dem Beispiel von Leo Baeck«

Zentralratspräsident Schuster hob bei der Vergabe des Leo-Baeck-Preises Dieter Nuhrs ebenso fairen wie kompetenten Blick auf den jüdischen Staat hervor

von Josef Schuster  10.06.2026

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  10.06.2026

Berlin

Kleine Botschafter

Beim Innovationswettbewerb »Building Bridges« der israelischen Vertretung in Deutschland wurden vier Projekte ausgezeichnet. Eine Ehrung für gelebten Austausch

von Katrin Richter  10.06.2026

Unterstützung

Hilfe für gestrandete Israelis

Von Notunterkünften bis Schabbat-Einladungen: Die IKG zeigt gelebte Solidarität

von Luis Gruhler  10.06.2026