Pandemie

Jewrovision auf Ende Mai verschoben

Bei der Jewrovision im Februar 2019 in Frankfurt am Main Foto: Gregor Zielke

Die Jewrovision, der größte jüdische Gesangs- und Tanzwettbewerb Deutschlands und Europas, muss wegen der aktuellen Entwicklung der vierten Welle der Corona-Pandemie von Februar 2022 auf Mai 2022 verschoben werden. Das teilten Zentralratsgeschäftsführer Daniel Botmann und das Jugendreferat des Zentralrats der Juden in Deutschland am Mittwochabend mit.

VORFREUDE »Voller Vorfreude haben wir erst Ende Oktober zur Jewrovision 2022 nach Berlin eingeladen. Seitdem haben sich die aktuelle vierte Corona-Welle und mit ihr auch die Infektionszahlen in allen Altersgruppen jedoch in einer besorgniserregenden Dynamik entwickelt. Derzeit ist damit zu rechnen, dass sich die Lage weiter zuspitzt und die Maßnahmen zur Eindämmung der pandemischen Lage deutlich verschärft werden«, hieß es in der Mitteilung.

Nach einer ausführlichen Abwägung der aktuellen Entwicklung sowie aller Risiken sei man zu dem Schluss gekommen, »dass eine Durchführung der Jewrovision unter ›normalen‹ und für die Teilnehmer sicheren und angenehmen Bedingungen im Februar aller Voraussicht nach nicht möglich sein wird. Die Gesundheit aller Teilnehmer und unserer Mitarbeiter hat für uns höchste Priorität. Daher haben wir uns nun frühzeitig dazu entschieden, die Jewrovision 2022 zu verschieben, um die Ausrichtung dieser für die Jugendlichen so wichtigen Veranstaltung nicht ein drittes Mal zu gefährden«, so Daniel Botmann weiter.

Bereits zwei Mal musste die Jewrovision aufgrund der Pandemie abgesagt werden. »Dies ist insbesondere für die Jugendlichen, die sich nach diesen für alle belastenden vielen Monaten nach Normalität und dem Austausch und sozialen Kontakt zu ihren Freunden und gleichaltrigen jüdischen Jugendlichen sehnen, ganz besonders schwer und enttäuschend gewesen«, betonte der Zentralratsgeschäftsführer.

MINI-MACHANE Das traditionelle Mini-Machane, das die Jewrovision begleitet, soll nun an dem verlängerten Wochenende vom 26. bis 29. Mai stattfinden. Abschließend hieß es: »Wir denken, dass diese Entscheidung im Sinne aller Beteiligten, die beste Lösung ist. Wir sind guter Hoffnung, dass wir im Mai eine in der Form noch nie dagewesene Jewrovision durchführen können. (...) Wir wünschen den Jugendlichen weiterhin viel Erfolg bei den Vorbereitungen und freuen uns auf die Jewrovision im Mai 2022!«

Die genauen Informationen zur verschobenen Jewrovision sollen in den kommenden Monaten konkretisiert werden und regelmäßig kommuniziert werden. Dies gilt auch für die neuen Anmeldefristen und den Austragungsort. ja

TV-Tipp

Doku über Margot Friedländer am Holocaust-Gedenktag - Gegen das Vergessen

Nicht nur für sechs Millionen Juden, sondern für alle unschuldig Ermordeten des Nazi-Regimes wollte Margot Friedländer immer als Überlebende des Holocaust sprechen - zum Beispiel in diesem bewegenden Dokumentarfilm

von Jan Lehr  22.01.2026

Deutschland

»Sie ist ein Teil von mir«

Dritte Generation: Wie gehen Enkelkinder mit den Überlebensgeschichten ihrer Großeltern während der Schoa um?

von Christine Schmitt  22.01.2026

Literatur

Positives Chaos

Die Schriftstellerin Mirna Funk stellte in München ihren neuen Roman »Balagan« über eine Familiengeschichte zwischen Berlin und Tel Aviv vor

von Helen Richter  22.01.2026

Berlin

Die Lehren der »Zöglinge«

Im Begegnungsort Jüdisches Waisenhaus treffen Jugendliche auf die Geschichte von Leslie Baruch Brent

von Sören Kittel  22.01.2026

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 22. Januar bis zum 29. Januar

 21.01.2026

Auszeichnung

Großer Kunstpreis Berlin geht 2026 an Meredith Monk

Die sechs Sektionen der Akademie der Künste wechseln sich bei der Vergabe des Großen Kunstpreises Berlin ab. In diesem Jahr ist die Sparte Musik dran. Sie ehrt eine US-amerikanische Sängerin und Komponistin

 21.01.2026

Entscheidung

Noam Bettan startet beim ESC für Israel

Mehrere Länder boykottieren wegen Israels Teilnahme den Eurovision Song Contest 2026. Jetzt wurde entschieden, wer für das Land in diesem Jahr bei dem Musikwettbewerb an den Start geht

von Cindy Riechau  21.01.2026

München

Ein lebendiger Ort der Begegnung

Das neue Familienzentrum lud in der Reichenbachstraße zu einem »gemein(de)samen« Nachmittag ein

von Esther Martel  20.01.2026

Würdigung

Oldenburgerin Elke Heger erhält den Albrecht Weinberg-Preis

Die Oldenburger Pädagogin Elke Heger erhält für ihr jahrzehntelanges Engagement für die Gemeinschaft zwischen Juden und Christen den Albrecht Weinberg-Preis. Zur Verleihung wird der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies erwartet

 20.01.2026