München

Iwrit, Quellen, Gesellschaft

Ludwig-Maximilians-Universität in München Foto: imago images / imagebroker

Iwrit

Die Jüdische Volkshochschule der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern bietet einen Online-Iwrit-Konversationskurs an, der sich an Interessierte mit fortgeschrittenen Kenntnissen wendet. An vier Sonntagen treffen sich die Teilnehmer über das Videokonferenzprogramm »Zoom«, um sich über Kultur, Geschichte, Land und Leben in Israel ausschließlich in Iwrit auszutauschen. Als Dozent konnte der Muttersprachler Michael Iluz gewonnen werden. Er schloss 2020 die Universität Tel Aviv mit einem Bachelor in Literaturwissenschaften ab und studiert derzeit im Masterstudiengang Literaturwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität. Der Kurs findet am 24. Januar, 28. Februar, 21. März und 18. April jeweils um 12 Uhr statt. Weitere Informationen unter juedischevhs@ikg-m.de. ikg

Quellen

Lange bevor eine Vorstellung von »Deutschland« existierte, gab es hierzulande bereits jüdische Gemeinden, wie eine berühmte Passage aus dem Codex Theodosianus für das Jahr 321 n.d.Z. bezeugt. »1700 Jahre Quellen aus der deutsch-jüdischen Geschichte« wird als virtuelle Vortragsreihe in einem Gemeinschaftsprojekt der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen und des Lehrstuhls für Jüdische Geschichte und Kultur der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) angeboten. Ausgewiesene Historiker/innen werden etwa einmal im Monat Quellen zu verschiedenen Epochen vorstellen. Den Anfang macht am Donnerstag, 21. Januar, 18 Uhr, Benedikt Eckhardt von der University of Edinburgh mit einem Beitrag über die Antike, am 4. Februar (18 Uhr) geht es weiter mit dem Mittelalter, behandelt von Sophia Schmitt von der LMU, die ihre Dissertation dem Schicksal der »Regensburger Judengemeinde unter Ritualmordanklage 1476–1480« widmete. Weitere Termine sind am 11. Februar, 9. und 22. März sowie in Planung. Die Anmeldung erfolgt zu jedem Vortrag einzeln per E-Mail unter julia.treindl@lrz.uni-muenchen.de. Im Anschluss daran erhält man den Zugangscode. ikg

Festjahr

»Schalom Bavaria – Auftakt zum Festjahr in Bayern« heißt es am Dienstag, 12. Januar, ab 18 Uhr im Bayerischen Fernsehen. Eine Zusammenfassung der Eröffnungsfeier, live ab 18.15 Uhr auf ARD-alpha, leitet um 22 Uhr im BR in den ersten Themenabend über. Um 22.45 Uhr gibt es dort ein Gespräch mit IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch und Ludwig Spaenle, Antisemitismusbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung. ikg

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 22. Januar bis zum 29. Januar

 21.01.2026

Auszeichnung

Großer Kunstpreis Berlin geht 2026 an Meredith Monk

Die sechs Sektionen der Akademie der Künste wechseln sich bei der Vergabe des Großen Kunstpreises Berlin ab. In diesem Jahr ist die Sparte Musik dran. Sie ehrt eine US-amerikanische Sängerin und Komponistin

 21.01.2026

Entscheidung

Noam Bettan startet beim ESC für Israel

Mehrere Länder boykottieren wegen Israels Teilnahme den Eurovision Song Contest 2026. Jetzt wurde entschieden, wer für das Land in diesem Jahr bei dem Musikwettbewerb an den Start geht

von Cindy Riechau  21.01.2026

München

Ein lebendiger Ort der Begegnung

Das neue Familienzentrum lud in der Reichenbachstraße zu einem »gemein(de)samen« Nachmittag ein

von Esther Martel  20.01.2026

Würdigung

Oldenburgerin Elke Heger erhält den Albrecht Weinberg-Preis

Die Oldenburger Pädagogin Elke Heger erhält für ihr jahrzehntelanges Engagement für die Gemeinschaft zwischen Juden und Christen den Albrecht Weinberg-Preis. Zur Verleihung wird der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies erwartet

 20.01.2026

Essen

»Holo-Voices«: Zeitzeugen des Holocausts sollen für immer sprechen

Auf der ehemaligen Zeche Zollverein in Essen startet ein Medienprojekt, das Zeugen des Holocausts mit Besuchern in einen Dialog bringt. »Holo-Voices« soll Zeitzeugen »eine Stimme für die Ewigkeit« geben

 20.01.2026

Gedenktag

Weltweit noch 196.600 jüdische Holocaust-Überlebende

Am 27. Januar wird an die Befreiung des KZ Auschwitz vor 81 Jahren erinnert. Dort und an vielen anderen Orten ermordeten die Nationalsozialisten Millionen Juden. Noch können Überlebende von dem Grauen berichten

 20.01.2026

Interview

»Man tut sich mit den toten Juden leichter als mit den lebenden«

Die Münchnerin Eva Umlauf ist Präsidentin des Internationalen Auschwitz-Komitees. Auf eine bestimmte Art des Gedenkens an die Opfer der Schoa schaut sie kritisch – und sagt, was sie sich wünscht

von Leticia Witte  20.01.2026

Warnung

Holocaust-Überlebende besorgt um Zukunft der Demokratie

Sieben Holocaust-Überlebende berichten in dem Buch »Nach der Nacht«, welche politischen Entwicklungen ihnen Sorge bereiten

 19.01.2026