Frankfurt

In Bubis’ Namen

Frank-Walter Steinmeier Foto: Gregor Zielke

Der Ignatz-Bubis-Preis für Verständigung wird an den scheidenden Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier verliehen. Der SPD-Politiker werde am 10. Januar in der Paulskirche die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung entgegennehmen, schreibt die Frankfurter Rundschau.

Kuratorium Laudator werde der frühere Frankfurter Stadtkämmerer Tom Koenigs (Grüne) sein. Der 71-jährige Koenigs war Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses des Deutschen Bundestages und viele Jahre Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe. Steinmeier wurde von einem Kuratorium vorgeschlagen, dem auch Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) angehört.

Der Frankfurter OB nannte die Entscheidung für Steinmeier eine »hervorragende Wahl«. Steinmeier trage mit seinem Einsatz für Menschenrechte, Freiheit und Gerechtigkeit und seinem Wirken für die Völkerverständigung zu einer friedlicheren Welt bei. Damit führe er das Streben von Ignatz Bubis zum Aufbau einer weltoffenen und toleranten Staatengemeinschaft fort, zitiert das Blatt den Frankfurter Oberbürgermeister. ja

Interview

»Da kannst du noch so viele Bücher lesen ...«

Louis Pawellek über seine Arbeit mit Holocaust-Überlebenden, die Resonanz auf seine Videos im Netz und die Bereitschaft junger Menschen, die Thematik weiterzutragen

von Christine Schmitt  08.11.2026

Josef Schuster

EKD-Synode

Zentralratspräsident: 9. November mahnt zu Widerspruch

Antisemitische Witze, rassistische Sprüche – auch im Bekanntenkreis sollte das aus Sicht von Zentralratspräsident Schuster nicht unwidersprochen bleiben. Der Würzburger Bischof Jung sieht Kirchen in der Verantwortung

 08.11.2026

München

20 Jahre jüdisches Leben im Herzen Münchens: Synagoge Ohel Jakob

Das Judentum ist seit 20 Jahren wieder mitten in der bayerischen Hauptstadt verankert

von Christiane Ried  08.11.2026

München

Erinnerung heißt Verantwortung übernehmen

Vertreter aus Politik und Gesellschaft diskutierten im Bayerischen Landtag zum Thema »Der neue alte Wahn – der moderne Judenhass«

von Esther Martel  08.11.2026

Porträt der Woche

Überlebt im Versteck

Ernst O. Krakenberger wurde als Kleinkind gerettet und war später Hopfenhändler

von Matthias Messmer  08.11.2026

München

Knobloch: »Bei der Eröffnung sind mir die Tränen heruntergelaufen«

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern spricht im Interview über die Eröffnung der Ohel-Jakob-Synagoge, den wachsenden Antisemitismus und dem Wahlsieg der Linken in Berlin

von Christiane Ried  06.11.2026

Bayern

Charlotte Knobloch wünscht sich Ilse Aigner als Bundespräsidentin

Die bayerische Landtagspräsidentin »lebt mit den Menschen, nicht über ihnen«, so Knobloch

 06.11.2026

München

Für Begegnung und Austausch

Die 40. Jüdischen Kulturtage wurden vergangene Woche mit einem großen Festakt im Cuvilliés-Theater eröffnet

von Luis Gruhler  05.11.2026

Auszeichnung

Grand Hospital Award für Waldkliniken Eisenberg

Mit einer eigenen Synagoge und einem besonderen Behandlungskonzept für jüdische Patientinnen und Patienten wurden die Waldkliniken Eisenberg bekannt. Nun erhalten sie die höchste Krankenhaus-Auszeichnung

 05.11.2026