Tu Bischwat

Im Garten chillen

»Das Judentum setzt mit Tu Bischwat ein großes Zeichen für den Umweltschutz«: Susanna Kirjasi Foto: privat

Vor zwei Jahren pflanzten wir in meiner Gemeinde in Bremen zu Tu Bischwat einen Apfelbaum, der mittlerweile über eineinhalb Meter groß geworden ist. Ich finde, dass der Umweltschutz eine immer größere Rolle spielt. Die Wälder leiden unter den Abgasen der Autos. Schiffe verunglücken, das Öl fließt aus und macht die Meere kaputt. Ein Freund und ich haben einen Lieblingspark, wo wir oft hingehen oder mit dem Fahrrad durchfahren. Doch nun wird ein Teil gerade mit Häusern bebaut, was ich nicht schön finde. Ich möchte lieber, dass die Natur auch dort geschützt bleibt. In dem anderen – unbebauten – Teil des Parks beobachten wir immer gerne die Enten und deren Küken, wie sie durch das Wasser paddeln. Meine Familie hat einen Garten, in dem ich gerne bin. Öfters helfe ich bei der Gartenarbeit, aber ich mag es auch, dort zu chillen.
Jonathan Cornea ist zwölf Jahre alt und kommt aus Bremen.

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Das Judentum setzt mit Tu Bischwat ein großes Zeichen für den Umweltschutz. In meinem Zimmer hängt eine Urkunde an der Wand, denn in meinem Namen wurde ein Baum in Israel gepflanzt. Meine Familie hat sie mir geschenkt. Und diese Pflanzaktion finde ich super. In Saarbrücken habe ich bisher nur Blumen‐ und Gemüsesamen gesät, denn wir haben ein Grundstück mit einer Laube, in dem es im Sommer sehr schön ist. Für meine Wege nehme ich meistens den Bus, im Sommer allerdings das Fahrrad. Außer wenn meine Harfe mitkommen muss, denn die spiele ich seit Jahren. Dann ist ein Auto doch ganz praktisch. Ich engagiere mich auch als Madricha im Jugendzentrum und versuche, den jüngeren Kindern die Besonderheit von Tu Bischwat nahezubringen. Ich habe mit ihnen auch schon Blumen gepflanzt. Im vergangenen Jahr haben wir als neue Frucht die Drachenfrucht ausprobiert. Sie ist oval, gepunktet und hat schwarze Kerne. Der Geschmack ist eher neutral.
Susanna Kirjasi ist 18 Jahre alt und kommt aus Saarbrücken.

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Ich habe leider noch nie einen Baum gepflanzt. Ich bin rundherum darüber informiert, aber eines weiß ich in jedem Fall: Ich finde das mit dem Klimawandel schlimm. Mir macht das Angst. Ich bin jetzt 16 Jahre alt und habe schon beobachtet, wie sich das Wetter in meinem kurzen Leben verändert hat. Es ist krass! Wie wird es in den nächsten 16 Jahren sein? Oft erledige ich meine Wege mit dem Fahrrad. Meine Freunde und ich schauen, was wir selbst machen können und was wir schon verändern können. Leider reden wir in der Schule kaum über Umweltschutz, und es gibt auch kein Fach, in dem das auf dem Lehrplan steht. Ab Februar werde ich Seminare bei der ZWST belegen, um auch Madricha im Jugendzentrum werden zu können. Und da kann ich die Feiertage mit den Kindern gestalten.
Katharina Yermak ist 16 Jahre alt und kommt aus Saarbrücken.

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Wenn ich Kaugummi kaue, dann werfe ich ihn später nicht einfach auf den Boden. Ich finde, dass es in Deutschland zu viel Müll gibt. Das würde ich gerne sofort ändern. Zu Hause trennen wir deshalb das Altpapier vom Restmüll. In dem Garten meiner Großeltern haben wir einmal Bäume gepflanzt – zusammen mit der ganzen Familie. Dort bauen wir auch Gemüse wie Tomaten und Gurken selbst an. Auch Obst wie zum Beispiel Erdbeeren, die aus dem eigenen Garten sehr viel leckerer schmecken als die gekauften. Zu meiner Geburt habe ich eine Urkunde bekommen, dass in meinem Namen ein Baum in Israel gepflanzt wurde. Ich glaube, die habe ich von der Gemeinde erhalten. Mir ist auch aufgefallen, wie sich das Wetter verändert, und ich habe Angst, dass etwas Schlimmes passieren könnte. In einem Jahr mache ich Abitur und hoffe, danach Medizin studieren zu können, denn Menschen zu helfen, macht mir Freude.
Elena Kostükovskij ist 17 Jahre alt und kommt aus Saarbrücken.

Mit den Jugendlichen sprach Christine Schmitt.

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