Berlin

Ihr Leben

Stolperstein für Charlotte Salomon Foto: Gregor Zielke

Seit Samstagnachmittag glänzen drei Stolpersteine vor der Wielandstraße 15 im Berliner Bezirk Charlottenburg. Sie wurden zu Ehren der Malerin Charlotte Salomon und ihrer Eltern verlegt, die in diesem Haus gewohnt haben. Gestiftet wurden die kleinen Gedenkplatten vom Künstlerkollektiv Artcore. Der Künstler Gunter Demnig hat sie in den Asphalt verlegt.

Exil Charlotte Salomon, aufgewachsen in gutbürgerlich-künstlerisch jüdischer Umgebung bestieg mit 21 Jahren allein den Zug, der sie ins französische Exil brachte: In ihrem Schlupfwinkel an der Cote d’Azur begann sie zu malen.

In weniger als zwei Jahren entstehen 1.325 Gouachen und mit kalligrafischen Wortfolgen bemalte Transparentblätter. Rund 800 Blätter wählte sie aus und ordnete sie in numerierter Folge zu dem Konvolut Leben? Oder Theater?

Mit den Worten »c’est toute ma vie – das ist mein ganzes Leben« hatte sie ihr Werk einem befreundeten Arzt zur Aufbewahrung übergeben. Kurz darauf wird Salomon verhaftet und Ende September 1944 nach Auschwitz deportiert, wo sie vermutlich noch am Tag ihrer Ankunft ermordet wurde. ja

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  12.06.2026 Aktualisiert

WM 2026

Tooooooooooooooooor!

Zwischen Training, Turnieren und Stadionbesuchen: Jüdinnen und Juden berichten, warum Fußball für sie mehr ist als das runde Leder

von Christine Schmitt  12.06.2026

Jewrovision

»Wir glauben an uns«

Die Jugendlichen von Neschama performten einen eindrucksvollen Act und räumten den begehrten Videopreis ab

von Luis Gruhler  11.06.2026

Berlin

Jüdischer Juristenverband als herausragende soziale Initiative ausgezeichnet

Die Organisation jüdischer Juristen ist eines von 25 Projekten, die vom Verein »startsocial« für ihr Engagement gewürdigt wurden. Gastgeber der Ehrenveranstaltung war Bundeskanzler Friedrich Merz

 11.06.2026

Kulturfest

Jüdische Woche in Leipzig

70 Leipziger Institutionen und Vereine gestalten ein Programm zu jüdischem Leben in Vergangenheit und Gegenwart. Erwartet werden internationale Gäste

 11.06.2026

Dresden

Elnet: Initiative soll Neugier auf jüdisches Leben wecken

Die Kampagne ist Teil des Themenjahres »Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026« und wird zunächst sechs Wochen sichtbar sein

 11.06.2026

Berlin

Dieter Nuhr erhält den Leo-Baeck-Preis

Der Kabarettist ist mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet worden. Zentralratspräsident Josef Schuster würdigte den Kabarettisten für seinen entschiedenen Einsatz gegen Antisemitismus

von Detlef David Kauschke  10.06.2026

Leo-Baeck-Preis

»Seine Arbeit hat rettende Relevanz«

Ahmad Mansour lobte in seiner Laudatio auf Dieter Nuhr den Mut und die intellektuelle Unbestechlichkeit des Kabarettisten. Eine Dokumentation

von Ahmad Mansour  10.06.2026

Rede

»Sie beweisen Zivilcourage und folgen mit ihrem Mut dem Beispiel von Leo Baeck«

Zentralratspräsident Schuster hob bei der Vergabe des Leo-Baeck-Preises Dieter Nuhrs ebenso fairen wie kompetenten Blick auf den jüdischen Staat hervor

von Josef Schuster  10.06.2026