Berlin

Ihr Leben

Stolperstein für Charlotte Salomon Foto: Gregor Zielke

Seit Samstagnachmittag glänzen drei Stolpersteine vor der Wielandstraße 15 im Berliner Bezirk Charlottenburg. Sie wurden zu Ehren der Malerin Charlotte Salomon und ihrer Eltern verlegt, die in diesem Haus gewohnt haben. Gestiftet wurden die kleinen Gedenkplatten vom Künstlerkollektiv Artcore. Der Künstler Gunter Demnig hat sie in den Asphalt verlegt.

Exil Charlotte Salomon, aufgewachsen in gutbürgerlich-künstlerisch jüdischer Umgebung bestieg mit 21 Jahren allein den Zug, der sie ins französische Exil brachte: In ihrem Schlupfwinkel an der Cote d’Azur begann sie zu malen.

In weniger als zwei Jahren entstehen 1.325 Gouachen und mit kalligrafischen Wortfolgen bemalte Transparentblätter. Rund 800 Blätter wählte sie aus und ordnete sie in numerierter Folge zu dem Konvolut Leben? Oder Theater?

Mit den Worten »c’est toute ma vie – das ist mein ganzes Leben« hatte sie ihr Werk einem befreundeten Arzt zur Aufbewahrung übergeben. Kurz darauf wird Salomon verhaftet und Ende September 1944 nach Auschwitz deportiert, wo sie vermutlich noch am Tag ihrer Ankunft ermordet wurde. ja

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