Berlin

Ihr Leben

Stolperstein für Charlotte Salomon Foto: Gregor Zielke

Seit Samstagnachmittag glänzen drei Stolpersteine vor der Wielandstraße 15 im Berliner Bezirk Charlottenburg. Sie wurden zu Ehren der Malerin Charlotte Salomon und ihrer Eltern verlegt, die in diesem Haus gewohnt haben. Gestiftet wurden die kleinen Gedenkplatten vom Künstlerkollektiv Artcore. Der Künstler Gunter Demnig hat sie in den Asphalt verlegt.

Exil Charlotte Salomon, aufgewachsen in gutbürgerlich-künstlerisch jüdischer Umgebung bestieg mit 21 Jahren allein den Zug, der sie ins französische Exil brachte: In ihrem Schlupfwinkel an der Cote d’Azur begann sie zu malen.

In weniger als zwei Jahren entstehen 1.325 Gouachen und mit kalligrafischen Wortfolgen bemalte Transparentblätter. Rund 800 Blätter wählte sie aus und ordnete sie in numerierter Folge zu dem Konvolut Leben? Oder Theater?

Mit den Worten »c’est toute ma vie – das ist mein ganzes Leben« hatte sie ihr Werk einem befreundeten Arzt zur Aufbewahrung übergeben. Kurz darauf wird Salomon verhaftet und Ende September 1944 nach Auschwitz deportiert, wo sie vermutlich noch am Tag ihrer Ankunft ermordet wurde. ja

9. November

Bautzen erinnert an Novemberpogrome 1938

Der Bautzener Kornmarkt war Schauplatz der Novemberpogrome von 1938. Eine temporäre Installation soll am authentischen Ort an NS-Opfer erinnern

 13.10.2026

Berlin

Guy Katz mit Margot-Friedländer-Preis ausgezeichnet

Geehrt wurden neben dem Hochschullehrer, eine Europaschule und ein Projekt des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend

 13.10.2026

Frankfurt

Vielfalt an Stimmen

Erstmals wurde der Georg-Stefan-Troller-Preis vergeben für Beiträge, die jüdisches Leben sichtbar machen

von Anja Baumgart-Pietsch  12.10.2026

Berlin

Jüdische Kulturtage müssen Hauptausstellung absagen

Wegen einer Finanzierungslücke fällt die Ausstellung aus. Die Jüdische Gemeinde kritisiert die Förderentscheidung des Senats

 12.10.2026

Mitglieder der JSUD vor dem Eingang zum Synagogenhof der Jüdischen Gemeinde Halle

Sachsen-Anhalt

So instrumentalisiert die AfD den Eklat von Halle

AfD-Rechtsaußen Hans-Thomas Tillschneider geriert sich als Opfer »fanatisierter Studenten«. Eine Einordnung

von André Anchuelo  12.10.2026

Darmstadt

Musik, Schabbat und Comedy

Die Jüdischen Kulturwochen der Gemeinde bieten bis Anfang Dezember ein vielfältiges Programm

von Chris Meyer  12.10.2026

München

Fairness jenseits des Spielfelds

Bernd Neuendorf, der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, war zu Gast in der Kultusgemeinde

von Luis Gruhler  12.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  12.10.2026

Frankfurt am Main

Auszeichnung für Journalisten und Buchautoren

Der Georg-Stefan-Troller-Preis für die Berichterstattung über jüdisches Leben wurde erstmals verliehen. Mit Mascha Malburg und Joshua Schultheis sind auch zwei JA-Journalisten unter den Ausgezeichneten

 11.10.2026