Eröffnungsfeier

»Ich würde gerne Sportschießen ausprobieren«

Palina Rojinski Foto: dpa

Eröffnungsfeier

»Ich würde gerne Sportschießen ausprobieren«

Moderatorin Palina Rojinski über Jonglieren und andere Sportarten, die sie nicht beherrscht

von Ralf Theil  28.07.2015 12:01 Uhr

Frau Rojinski, Sie haben sich schon relativ früh vom Leistungssport Rhythmische Sportgymnastik verabschiedet. Dafür jonglieren Sie heute mit zahlreichen Jobs als Schauspielerin, Moderatorin und DJane. Was finden Sie anstrengender?
Gerade das Jonglieren ist meine Spezialität. Obwohl – mir fällt gerade auf, mit Bällen kann ich das gar nicht. Wenn man als Kind in Leningrad mit Leistungssport anfängt, ist man, glaube ich, für alles gewappnet. Egal, wie früh der Filmdreh anfängt und wie lange er geht, welche unerwartete Wendung die Liveshow nimmt oder ob ich noch bis nachts Platten auflege – es kommt immer der sogenannte zweite Atem. Außerdem liebe ich jede einzelne Minute an meiner Arbeit und nehme ernst, was ich da mache. Na ja, und der kleine Nebeneffekt, dass ich fast jeden Tag geschminkt und frisiert werde, macht mein Mädchenherz glücklich.

Gibt es denn Momente aus Ihrer Zeit als aktive Sportlerin, die Sie heute vermissen?
Momente, in denen man sich seine Verletzungen noch einmal vor Augen führt, gibt es heute nur noch selten. Bei der Gelegenheit fällt mir das Phänomen kurz vor einer Wettkampf-Diät ein – der letzte genüssliche Verzehr einer Tafel Schokolade. Dreimal in Folge. Die wirklich schönen Erinnerungen sind die des ungebrochenen Mannschaftsgefühls! Die Gespräche in den Umkleidekabinen, die Entscheidung für die Trikotfarbe oder die gemeinsame Begeisterung über eine neue Technik des Bandfärbens – man wächst zu einer großen Familie zusammen. Und was ich allen jungen Sportlern auf den Weg mitgeben kann, ist: Die Trainer meinen es tatsächlich nur gut mit uns!

Leider haben die European Maccabi Games 2015 keine Rhythmische Sportgymnastik im Angebot. In welcher Disziplin würden Sie alternativ am liebsten antreten?
Ich habe einen kleinen Spleen – ich werfe gerne kleinen Müll, zum Beispiel Dosen, Kaugummipapier, Schmierblätter, aus bestimmten Entfernungen in Mülleimer und freue mich bei einem Treffer wie ein kleines Kind. Für Basketball sind meine Fingernägel etwas zu lang. Aber Sportschießen würde ich gerne einmal ausprobieren.

Welchen Tipp würden Sie der russischen Delegation für ihre Zeit in Berlin geben?
Ich glaube, in Charlottenburg ist die russische Delegation gut aufgehoben. Dort ist es schick, und viele sprechen Russisch. Das KaDeWe kann meiner Meinung nach ohnehin in KaDeRu umbenannt werden.

Für »Offline – Palina World Wide Weg« waren Sie in Tel Aviv. Die Folge wurde noch nicht ausgestrahlt. Welche Erfahrungen haben Sie in Tel Aviv gemacht?
Tatsächlich wollten wir das Format mit Tel Aviv starten. Doch dann war die politische Lage sehr angespannt, sodass wir die Sendung nicht ausstrahlen konnten. Ich habe mich in Tel Aviv und in die Menschen dort verliebt. Bis jetzt bin ich nirgends auf der Welt so vielen freundlichen Unbekannten begegnet wie dort.

Mit der Moderatorin der EMG-Eröffnungsfeier sprach Ralf Theil.

Berlin

Chabad-Gemeinde feiert 30-jähriges Bestehen

Musik, Street-Food und ein Festakt: Die jüdische Chabad-Gemeinde in Berlin hat ihr 30-jähriges Jubiläum gefeiert. Dabei gab es auch einen virtuellen Ausblick auf ein großes Bauprojekt, das nächstes Jahr starten soll

 30.08.2026

Natur

Damit es grünt

Die Gemeinden machen sich Sorgen über die Folgen des Klimawandels – und suchen gemäß Tikkun Olam nach Auswegen

von Chris Meyer  30.08.2026

Rundgang

Blick in die Vergangenheit

Die jüdische Geschichte Münchens erlebte viele Umbrüche – und ist kaum jünger als die urkundlich verbürgte Historie der Stadt selbst

von Luis Gruhler  30.08.2026

Porträt der Woche

»Ich brauche absolute Ruhe«

Zvi Dori ist Geigenbauer in Hannover und seit dem 7. Oktober vorsichtiger geworden

von Alicia Rust  30.08.2026

Berlin

Jüdischer Garten ausgezeichnet

Laut Jury »zeugt der Garten neben seiner Niederschwelligkeit und atmosphärischen Dichte, von großer Poesie und Klarheit«

 28.08.2026

Ehrenamt

Zeit für andere

Vereine, Institutionen und auch Gemeinden bauen auf sie: Menschen, die sich freiwillig für jüdisches Leben engagieren. Zwei Projekte werden nun ausgezeichnet

von Katrin Richter  27.08.2026

Kommentar

Die verlorene Mitte

Beim Betrachten des Wahlkampfs zu den Landtagswahlen im Herbst muss man feststellen: Judenhass ist in Deutschland längst kein Ausschlusskriterium mehr für die Parteien der sogenannten politischen Mitte

von Benjamin Graumann  27.08.2026

Programm

Vortrag, Führung, Finissage: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 27. August bis zum 3. September

 26.08.2026

Neuanfang

Erste Klasse

Zwischen Schultüte und Blumen: Jüdinnen und Juden öffnen ihre Fotoalben und blicken auf ihre Einschulung zurück – in Israel, im Baltikum, in der Sowjetunion sowie in Ost- und West-Berlin

von Christine Schmitt  26.08.2026