Eindrücke

»Ich halte mein Versprechen«

Symbolisch: Die Architekten Peter Nasarek (l.) und Cedo Vojic (r.) überreichen Rachel Dohme den Schlüssel. Foto: epd

Rachel Dohme, Gemeindevorsitzende:
»Als ich in Deutschland meine Familie gründete, war es mir wichtig, ihr ein jüdisches Leben zu ermöglichen. Das und das Versprechen, das ich meinem Vater gegeben habe, andere jüdische Menschen zu finden und eine jüdische Gemeinde zu gründen, war mein Anstoß.«

Bernd Althusmann (CDU), Kultusminister des Landes Niedersachsen:
»Heute ist ein historischer Tag für Niedersachsen. Jüdisches Leben kann sich in unserem Bundesland wieder fest verwurzeln und frei entfalten.«

Susanne Lippmann, Oberbürgermeisterin der Stadt Hameln:
»Die Jüdische Gemeinde kehrt heute mit diesem Bau auch deutlich sichtbar in das öffentliche Bewusstsein unserer Stadt zurück. Wir setzen damit ein deutliches Zeichen, dass der jüdische Glaube und die jüdische Geschichte zu unserer Stadt und in unsere Mitte gehören.«

Henry G. Brandt, Vorsitzender der Allgemeinen Rabbinerkonferenz:
»Diese Synagoge ist das letzte Glied in einer Kette, die vom ersten Heiligtum der Israeliten am Fuße des Berges Sinai über Zehntausende von Gebetshäusern, große Tempel, wuchtige moderne Synagogen bis hin zu den kleinen Stibln und Kellerverliesen umfasst.«

Jan Mühlstein, Vorsitzender der Union progressiver Juden in Deutschland:
»Sie setzen die Tradition des liberalen Judentums fort, die hier im niedersächsischen Seesen vor 200 Jahren begann, durch die Nazis aus Deutschland vertrieben wurde und nun aus den USA wieder zurückkam.«

Leslie Bergmann, Präsident der European Union for Progressive Judaism:
»Ich wünsche euch, dass ›Euer Haus‹ auch ein spirituelles Heim sein wird für eine ethische Praxis eines biblischen und prophetischen Judentums, dessen Eckstein das liberale Judentum ist.«

Zusammengestellt von Heinz-Peter Katlewski

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 03.11.2026

Sachsen-Anhalt

Lotto fördert Dachsanierung der Synagoge in Gröbzig

Die jüdische Gemeinde in Gröbzig entstand im 17. Jahrhundert nur wenige Kilometer entfernt von der anhaltischen Residenzstadt Köthen. Die 1796 errichtete klassizistische Synagoge wird seit 1934 als Museum genutzt

 03.11.2026

Frankfurt

Jüdische Akademie soll »Haus der Zukunft« sein

In der ersten Diskussionsrunde der neuen Jüdischen Akademie in Frankfurt stieß ein Wunsch angesichts von Antisemitismus und innerjüdischer Differenzen auf große Zustimmung: Die Akademie soll ein »Haus der Zukunft« sein

 03.11.2026

Verantwortung

Abschied und Neuanfang

David Beck übernimmt als Nachfolger von Andreas Franck das Amt des Zentralen Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Justiz

von Luis Gruhler  02.11.2026

Feier

»Ein Zuhause«

Es war ein bewegender Moment: Nach langer Planung öffnete die bundesweit wirkende Jüdische Akademie in Frankfurt ihre Türen. Mit Prominenz, rabbinischem Segen - und eindringlichen Worten gegen Antisemitismus

von Leticia Witte  02.11.2026

Eröffnungsrede

»Raum geben für Differenzierung«

Zentralratspräsident Josef Schuster skizzierte in seiner Rede zur Eröffnung der Jüdischen Akademie, welche Rolle sie in der Gesellschaft spielen soll. Wir dokumentieren die Ansprache im Wortlaut

von Josef Schuster  02.11.2026

Baustelle der Jüdischen Akademie an einer Straße in Frankfurt am Main

Ort jüdischen Denkens

Jüdische Akademie öffnet in Frankfurt

Es soll ein Ort des Diskurses und der Begegnung sein: In Frankfurt wird die Jüdische Akademie feierlich eröffnet

 02.11.2026

Frankfurt am Main

Ort jüdischen Denkens

Es ist die erste Institution dieser Art in der Bundesrepublik. Was hat es damit auf sich?

 02.11.2026

Eine Akademie für Deutschland

Heute ist in Frankfurt die Jüdische Akademie feierlich eröffnet worden. Sie soll innerjüdische Debatten fördern und jüdische Perspektiven stärker in die Gesellschaft einbringen

von Josef Schuster  02.11.2026 Aktualisiert