München

Hava Nagila und Luftballons

Hava nagila – Lasst uns glücklich sein», dieses beliebte hebräische Lied war schon von Weitem aus dem Garten des Saul-Eisenberg-Seniorenheims in Schwabing zu hören. So waren die Gäste schon gut eingestimmt auf das Sommerfest am vergangenen Donnerstag. Gleich hinter dem Eingang erwartete sie dann bereits ein Empfangskomitee aus Bewohnern und Pflegepersonal des von der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern betriebenen Heims.

Der Urlaubszeit war es geschuldet, dass viele ihr Kommen hatten absagen müssen, darunter auch treue Freunde, wie die Damen vom Frauenverein «Ruth» und die jungen Erwachsenen der Initiative «Mitzwe Makers». Mit Gemeinderabbiner Israel Meir Levinger und Vera Szackamer vom IKG-Vorstand wurde jedoch die enge Verbindung der Gemeinde mit ihren älteren Mitgliedern unterstrichen.

Clowns Essen, Musik und gute Laune begleiteten wie in jedem Jahr das Fest. Auch die Clowns waren wieder dabei und erheiterten alle mit ihrem Charme und kleinen Vorführungen. In der Tombola gab es neben den schon traditionellen kleinen Kostbarkeiten aus der Bastelwerkstatt der Bewohner auch Gutscheine fürs «Kaffeetrinken mit dem Chef» oder ein Eisessen zu gewinnen.

Leckere Speisen, Musik mit hebräischen und russischen Liedern sowie allseits gute Laune trugen zum Gelingen der Feier bei. Gespräche mit Freunden und Angehörigen der Bewohner taten ein Übriges.

Die enge Bindung untereinander unterstrichen auch die Wünsche, die alle auf die eingangs verteilten Kärtchen geschrieben hatten: Gesundheit stand ebenso darauf wie Glück und Erfolg. Der leichte Abendwind trug die Karten dann am Ende der Feier, angebunden an Luftballons, in den Himmel über München.

www.ikg-m.de/soziales-und-integration/eisenberg-seniorenheim

Programm

Vortrag, Führung, Finissage: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 27. August bis zum 3. September

 26.08.2026

Neuanfang

Erste Klasse

Zwischen Schultüte und Blumen: Jüdinnen und Juden öffnen ihre Fotoalben und blicken auf ihre Einschulung zurück – in Israel, im Baltikum, in der Sowjetunion sowie in Ost- und West-Berlin

von Christine Schmitt  26.08.2026

Kommentar

Die verlorene Mitte

Beim Betrachten des Wahlkampfs zu den Landtagswahlen im Herbst muss man feststellen: Judenhass ist in Deutschland längst kein Ausschlusskriterium mehr für die Parteien der sogenannten politischen Mitte

von Benjamin Graumann  26.08.2026

Plädoyer

Stark und selbstbewusst

Die Zeiten des Ghettos und Sich-Wegduckens gehören zum Glück der Vergangenheit an. Umso mehr sollten Juden hierzulande entschiedener für ihre Interessen eintreten

von Sacha Stawski  25.08.2026

München

Von Deutschland in die Welt

Eine Ausstellung widmet sich dem Wirken jüdischer Architekten, deren Karrieren von Verfolgung und Exil bestimmt waren. Ihre Bauten beeinflussten die Moderne maßgeblich

von Ellen Presser  25.08.2026

Dresden

Ausstellung würdigt jüdische Sportlerinnen und Sportlern

Deutsch-jüdische Sportlerpersönlichkeiten stehen im Mittelpunkt einer Präsentation. Anlässlich des Jahres der jüdischen Kultur wird sie in Dresden gezeigt

 25.08.2026

Spremberg/Forst

Stolpersteine gestohlen

Der Staatsschutz ermittelt

 24.08.2026

Dresden

Unbekannter entwendet Kippa

Der Staatsschutz der Dresdner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen

 24.08.2026

Meinung

Jüdische Schulen: Orte der Zugehörigkeit

Der Wunsch nach jüdischer Bildung wächst, während die Strukturen zunehmend fragil werden

von Eduard Steinberg  24.08.2026