Hamburg

Geschichte und Theater

Die Preisträger: Beate Meyer, Miriam-Gillis Carlebach und Sebastian Schirrmeister (v.l.) Foto: Gesche M. Cordes

In Hamburg wurde zum fünften Mal der Joseph-Carlebach-Preis der Universität Hamburg vergeben. Die Auszeichnung erhielten die Historikerin Beate Meyer und der Literaturwissenschaftler Sebastian Schirrmeister für ihre herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten.

Beate Meyer wurde für ihre Monografie Tödliche Gratwanderung – Die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland zwischen Hoffnung, Zwang, Selbstbehauptung und Verstrickung (1939–1945) geehrt. Ihr Laudator, der ehemalige Hamburger Schulsenator Joist Grolle, nannte die Arbeit »ein Standardwerk«, in dem es der Preisträgerin gelungen sei, »ein schwieriges Terrain zu bearbeiten, neue Wege in der Forschung mutig und einfühlsam aufzuzeigen«.

Sebastian Schirrmeisters Magisterarbeit Das Gastspiel – Friedrich Lobe und das hebräische Theater 1933–1950 beschreibt die Arbeit des aus Deutschland geflüchteten Theatermachers im hebräischen Theater im damaligen Palästina und die Schwierigkeiten, dort Fuß zu fassen.

geehrte Beide Geehrte erhielten ein Preisgeld von je 1500 Euro. Der Joseph-Carlebach-Preis gilt dem Gedenken an das Leben und Wirken von Joseph Carlebach (1883–1942); er war der letzte Oberrabbiner der Gemeinden Altona und Hamburg, bis er 1941 nach Riga deportiert wurde.

Der Preis ist zugleich auch dessen Tochter Miriam Gillis-Carlebach, Ehrensenatorin der Universität Hamburg, für ihr stetiges Bemühen um Verständigung, Zusammenarbeit und gemeinsames Erinnern gewidmet. Sie leitet an der Tel Aviver Bar-Ilan-Universität das Joseph-Carlebach-Institut, das mit der Hamburger Universität kooperiert. Zu der diesjährigen Preisverleihung war sie mit ihrer Tochter und Enkelin angereist und schlug in ihrem Grußwort einen Bogen von rabbinischen bis zu schauspielerischen Talenten ihres Vaters, Joseph Carlebach sel. A.

Berlin

Mahnmal für zerstörte Synagoge beschmiert

Die Sachbeschädigung des Mahnmals am Lindenufer sei am Mittwochmorgen über die Internetwache der Polizei Berlin angezeigt worden

 21.05.2026

Berlin

Zentralrat der Juden distanziert sich von Itamar Ben-Gvir

Ein Video des rechtsextremen israelischen Ministers sorgt weltweit für Empörung. Auch die Vertretung der Juden in Deutschland äußert sich

 21.05.2026

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026

Dokumentation

»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«

Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  21.05.2026

Schawuot

Alles Käse

Ob Oreo-Cheesecake, israelischer Käsekuchen oder Napoleon-Torte: Familien verraten ihre Lieblingsrezepte und erzählen, warum milchige Desserts zum Fest unverzichtbar sind

von Christine Schmitt  21.05.2026

Würdigung

»Wo andere laut schweigen, lässt sie sich nicht unterkriegen«

Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland würdigt in seiner Laudatio auf die Jüdische Allgemeine die Verdienste der Redaktion - und ihren Mut

von Abraham Lehrer  21.05.2026

Jewrovision

Jung, laut, jüdisch

Eindrücke vom Wochenende in Stuttgart

von Nicole Dreyfus  20.05.2026

Fest

Magdeburger Synagogen-Gemeinde hat neue Torarolle eingeweiht

Mit dem Fest der Toravollendung konnte die neue Torarolle der Magdeburger Synagogen-Gemeinde eingeweiht werden. Traditionell wurden die 5 Bücher Mose von einem Sofer genannten Schreiber in Israel angefertigt

von Thomas Nawrath  20.05.2026

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 21. Mai bis zum 3. Juni

 20.05.2026