Obermayer-Stiftung

German Jewish History Award verliehen

Die German Jewish History Awards wurden am Montag im Berliner Abgeordnetenhaus verliehen. Foto: Uwe Steinert

Zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar hat die US-amerikanische Obermayer-Stiftung am Montagabend sieben deutsche Hobby-Historiker mit dem deutsch-jüdischen Geschichtspreis ausgezeichnet.

Die Preisträger aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Thüringen hätten aus eigener Initiative herausragende Beiträge zur Dokumentation jüdischer Geschichte und Kultur in Deutschland geleistet und sich um die Erinnerung an das Wirken und die Kultur deutscher Juden verdient gemacht, hieß es am Montag in Berlin zur Begründung.

Abgeordnetenhaus Überreicht wurde der »German Jewish History Award« bei einem Festakt im Berliner Abgeordnetenhaus. Geehrt wurden aus Rheinland-Pfalz Elmar Ittenbach aus Thalfang und Werner Schäfer aus Frankenthal, die jeweils über jüdische Familiengeschichte und Biografien in ihren Heimatorten geforscht haben.

Aus Niedersachsen wurde Walter Demand aus Norden sowie Almut Holler aus Hage ausgezeichnet. Beide haben sich für die Errichtung einer Gedenkstätte am früheren Standort der Nordener Synagoge eingesetzt. Der Preis ging auch an Elizabeth Quirbach und Hans Schulz aus Braunsbach in Baden-Württemberg. Sie förderten die Einrichtung eines Museums in der ehemaligen jüdischen Schule des Ortes.

Ausgezeichnet wurde zudem Peter Franz aus dem thüringischen Weimar, der sich trotz Drohungen von Neonazis für die Dokumentation der Geschichte der jüdischen Gemeinde von Apolda einsetzt.

Handelsverband Für herausragende Leistungen wurden außerdem der frühere Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Reinhard Führer (CDU), und der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, mit einem Spezialpreis geehrt – Führer für seinen Einsatz für das Gedenken an die 12.000 deutsch-jüdischen Soldaten des Ersten Weltkrieges und Busch-Petersen als Direktor des Louis-Lewandowski-Festivals für synagogale Musik.

Die »German Jewish History Awards« der Obermayer-Stiftung werden seit 2000 jedes Jahr in Berlin vergeben. Der Stifter des Preises, Arthur Obermayer, war am 10. Januar in den USA gestorben. Der Preis ist dotiert, über die Höhe macht die Obermayer Foundation keine Angaben. epd

www.obermayer.us

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