Yad Vashem

Gerechte unter den Völkern aus Traunstein

Blick in die Halle der Namen der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem Foto: Flash 90

Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ehrt ein Ehepaar aus dem oberbayerischen Schnaitsee posthum für die Rettung verfolgter Juden zur Nazizeit. Michael und Caecilia Köhldorfner hätten damals ihr Leben riskiert, teilte das israelische Generalkonsulat am Montag in München mit. Die beiden gelten damit offiziell als »Gerechte unter den Völkern«. Der Bayerische Rundfunk hatte zuerst darüber berichtet.

Unweit des Anwesens im Landkreis Traunstein, an dem die Köhldorfners damals die Juden versteckt hatten, war für den Montagnachmittag eine Feierstunde geplant. Sohn Michael, der damals sieben Jahre alt war und Zeitzeuge ist, und sein Bruder Alois sollten mit weiteren Angehörigen teilnehmen - auch Enkel und Urenkel der Geehrten sowie drei Generationen der Familie eines der geretteten Juden wollten dabei sein.

Michael und Caecilia Köhldorfner aus Schnaitsee riskierten damals ihr Leben.

In den letzten Kriegstagen waren den Berichten zufolge in einer Scheune die Juden Henrick Gleitman und Bernhard Hampel entdeckt worden. Sie waren von dem Todesmarsch, der vom Konzentrationslager (KZ) Flossenbürg ins KZ Dachau führte, geflohen.

Yad Vashem erinnert seit 1963 an Judenretter. Ihnen wird der Ehrentitel »Gerechte/r unter den Völkern« zuerkannt. Bis Januar 2019 wurden mehr als 27.000 Frauen und Männer aus 51 Ländern so geehrt, darunter 627 Deutsche.  dpa

Leipzig

Ausstellung mit Fotografien von NS-Deportationen

Mehrere Hunderttausend Menschen wurden in der NS-Zeit aus dem Deutschen Reich deportiert. Ein Forschungsprojekt sichert seit Jahren fotografische Dokumente. Einige zeigt jetzt das Leipziger Ariowitsch-Haus

 13.08.2026

Sachsen-Anhalt

Polizeirabbiner vor der Wahl: Erstarken der AfD bereitet Sorgen         

Mehr Begegnung zwischen Juden und Nicht-Juden - das wünschen sich Deutschlands Polizeirabbiner. Sie bilden Polizeianwärter hierzulande fort und vermitteln jüdische Kultur. Seit fünf Jahren gibt es sie

von Nina Schmedding  13.08.2026

Ferien

Spiel, Spaß, Werte

Gerade beginnt der dritte Turnus der ZWST-Machanot. Bildungsreferentin Liya Cinciper über Heimweh, Handyzeiten und Kühlung bei Hitze

von Helmut Kuhn  13.08.2026

Hitze

Kühl beten, kühl bleiben

Gemeinden und jüdische Einrichtungen bekommen die hohen Temperaturen sehr zu spüren. Einige behelfen sich mit kalten Tüchern, manche mit Ventilatoren, andere haben Klimaanlagen

von Katrin Richter  13.08.2026

Programm

Summer Open Airs in Frankfurt und Hannover, und ein Rendezvous für Hercule Poirot - mit einer Leiche

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 13. August bis zum 20. August

 12.08.2026

Wiesbaden

Hessen verlängert Staatsvertrag mit jüdischen Gemeinden

Die Zahlungen an jüdische Gemeinden steigen schrittweise

 12.08.2026

Brandenburg

Cyberangriff auf Gedenkstätten

Immer wieder schädigen Ransomware-Attacken Behörden, Krankenhäuser und andere Einrichtungen. In Brandenburg ist nun die Gedenkstätten-Stiftung betroffen

 11.08.2026

Gedenken

Stolpersteine für jüdische Familie Frank in Erfurt

Als Zwölfjährige wurde Ingeburg Geißler nach Theresienstadt deportiert. Jahrzehnte später erzählt sie von ihrem Schicksal. Ihre Stimme soll nun bei der Gedenkveranstaltung erklingen

 11.08.2026

Porträt der Woche

Aus Erfahrung handeln

Marina Koren hat Ausgrenzung erlebt und unterstützt heute Betroffene von Hassgewalt

von Gerhard Haase-Hindenberg  09.08.2026