NRW

Gemeinde im Magazin

Alexander Sperling mit dem Magazin »J.E.W.« Foto: privat

NRW

Gemeinde im Magazin

Im Landesverband Westfalen-Lippe erscheint das »Jüdische Echo«

von Stefan Laurin  03.09.2020 11:32 Uhr

Zehn Gemeinden vor allem in den Großstädten des Ruhrgebiets und Westfalens bilden gemeinsam den Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe. Sie verteilen sich über eine riesige Fläche, daher ist es im Alltag nicht einfach, mitzubekommen, was in den anderen Gemeinden gerade so passiert.

Kontakt Das hat sich geändert, seitdem es das »Jüdische Echo Westfalen« (J.E.W.) gibt, das Magazin des Landesverbandes. »Der Kontakt der zehn Gemeinden untereinander ist durch das Journal intensiver geworden. Die Kommunikation untereinander und die Vernetzung wird verbessert«, sagt Alexander Sperling, Geschäftsführer des Landesverbandes.

Auch wenn von »Jüdisches Echo Westfalen« erst zwei Ausgaben erschienen sind, kann das Magazin auf eine lange Tradition zurückblicken: »Seit den 90er-Jahren gab die Dortmunder Gemeinde eine Zeitschrift heraus. Anfangs waren das nur ein paar kopierte Blätter, später wurde es dann zu einem richtigen Magazin unter dem Titel ›Schalom Dortmund‹.« Und ein richtiges Magazin ist auch das »Jüdische Echo Westfalen«.

Wechsel Im Schnitt hat es 60, die erste Ausgabe brachte es auf 128 Seiten. Das »Echo« erscheint zweisprachig auf Deutsch und Russisch. Das Themenspektrum umfasst Artikel über Rechtsextremismus, Berichte von Gemeindefeiern, historische Texte und Porträts im Wechsel. Alle Artikel werden von den Gemeinden eingereicht und von der Redaktion bearbeitet. Ein Grafikbüro unterstützt die Redaktion bei der Gestaltung. 6000 Mitglieder haben die Gemeinden des Landesverbandes, das »Echo« wird in einer Auflage von 4000 Exemplaren gedruckt.

Natürlich hat sich Corona auf die Arbeit der ehrenamtlichen Redaktion ausgewirkt. Es waren dabei nicht die Abläufe, die durch die Pandemie gestört wurden, sondern die Gemeinden reichten weniger Texte ein. »Es fielen zahlreiche Veranstaltungen aus. Das haben wir gemerkt, aber die Lage ist dabei, sich zu normalisieren«, sagt Sperling.

Kraftakt Sechs Ausgaben im Jahr will der Landesverband herausbringen – mittelfristig. Zurzeit schafft die Redaktion vier Ausgaben pro Jahr, was schon ein Kraftakt ist.

Zurzeit erscheint das »Echo« ausschließlich als gedruckte Ausgabe. »Wir wollen künftig auch im Internet erscheinen. Aber es ist uns vor allem wichtig, dass die Gemeindemitglieder das Magazin zugesandt bekommen. Nicht alle sind ständig online, und wenn es einmal in der Wohnung ist, steigt die Chance, dass es gelesen wird«, sagt Sperling. »Für uns ist das Magazin auch eine wichtige Möglichkeit, mit wirklich allen Gemeindemitgliedern in Kontakt zu treten.«

Berlin

Blackout im Südwesten

Kalte Wohnungen, kein Licht – so bewältigten Familien den Anschlag auf das Stromnetz der Stadt

von Christine Schmitt  07.01.2026 Aktualisiert

Dresden

Neue Ausstellung zu jüdischer Exilgeschichte

Unter dem Titel »Transit - Bilder aus dem Exil« sind ab dem 9. Januar Werke der argentinischen Künstlerin Monica Laura Weiss zu sehen

 06.01.2026

Berlin

Anklage: Wegen Davidstern Messer gezogen

In Berlin hat im vergangenen Juni ein 29-Jähriger aus mutmaßlich antisemitischen Motiven einen 60-Jährigen mit einem Messer bedroht. Jetzt wurde Anklage erhoben

 06.01.2026

Frankfurt am Main

Jüdische Akademie eröffnet 2026

Das intellektuelle jüdische Leben erhält einen neuen Mittelpunkt. Die neue Bildungseinrichtung ist die erste dieser Art in der Bundesrepublik

 05.01.2026

Frankfurt

18-mal Familie

In einer Ausstellung des Jüdischen Museums rekonstruiert die Künstlerin Ruthe Zuntz die 500-jährige Geschichte ihrer Vorfahren

von Leon Stork  04.01.2026

Rezension

Das neue Zuhause ist in Gefahr

Israelis in Berlin berichten über ihre persönlichen Erfahrungen nach dem 7. Oktober

von Geneviève Hesse  04.01.2026

Philanthropie

Die Wüste zum Blühen bringen

Richard Markus entstammt der Familie, der die größte Einzelspende in der Geschichte Israels zu verdanken ist

von Alicia Rust  04.01.2026

Brandenburg

Die Kunst der Nachbarschaft

Wie die jüdische Gemeinde Königs Wusterhausen neue Räume bezog – und eine unerwartete Freundschaft mit einem libanesischen Gastronomen entstand. Ein Ortsbesuch

von Helmut Kuhn  04.01.2026

Porträt der Woche

Auf Entdeckungsreise

Friederike Heimann fand über Gedichte und ihren Mann zum Judentum

von Heike Linde-Lembke  04.01.2026